brennessel Magazin Online - seit 1995
Neuburg, 19.09.2018 - 07:02 Uhr
spacespacespace
men_links_top
men_left_bottom
men_links_top
Die Koepfe der Region exclusiv auf brennessel.com In kontinuierlich aktualisierten Nachrichtenquellen suchen
men_left_bottom
men_links_top
men_left_bottom
men_links_top

  werbung:

men_left_bottom


Rubrik: Regional

11.July.2018

Brücken bauen

« Voriger Artikel | Nächster Artikel »

Neuburg - Landkreis Neuburg-Schrobenhausen sichert sich vertraglich Unterstützung für Brücken-Neubau über die Donau beim Bahnstrom-Kraftwerk Bertoldsheim.

Fußgänger und Radfahrer bekommen eigene sichere Donauquerung

Die Warte des Bahnstrom-Kraftwerks Bertoldsheim bot die angemessene Kulisse für die offizielle Vertragsunterzeichnung zum Neubau der Donaubrücke der Kreisstraße ND 11 zwischen Bertoldsheim und Burgheim beim Kraftwerk Bertoldsheim.
Landrat Roland Weigert unterzeichnete für den Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, Roman Töpler und Peter Fösel als Vorstände der DWK (Donau-Wasserkraft AG), einem Gemeinschaftsunternehmen der Uniper Kraftwerke GmbH und der Rhein-Main-Donau GmbH.

Seit knapp zwei Jahren laufen die konkreten Planungen und Verhandlungen zu dem Neubau, der nun wenige Meter flussaufwärts parallel zur bestehenden Betriebs-/Straßenbrücke zwischen Fischaufstiegsanlage und Wehranlage im Staubereich des Kraftwerks entstehen soll.

Landrat Roland Weigert zeigte sich hocherfreut, dass es mit der Vertragsunterzeichnung gelungen ist, sich die Unterstützung seitens der DWK für das ambitionierte Brückenbauprojekt zu sichern und für die Bevölkerung sowie den Rad-Wander-Tourismus eine nachhaltige Verbesserung bei der Verkehrssicherheit zu erreichen.

Der Vorstand der DWK betonte, dass die Kraftwerksanlage und die dort tätigen Mitarbeiter des Kraftwerksbetreibers Uniper Kraftwerke seit über einem halben Jahrhundert Teil der Region sind. Schon 1965, beim Bau des Kraftwerks, unterstützte die DWK die Errichtung einer auch für den Straßenverkehr nutzbaren Donauquerung, die über die reinen betrieblichen Belange des Kraftwerks deutlich hinausging.

Aus der Verbundenheit mit den Bürgerinnen und Bürgern in der Region heraus hat sich die DWK bereit erklärt, das Neubau- und Sanierungskonzept des Landkreises für eine moderne, leistungsfähigere Donauquerung finanziell mit bis zu einer Million Euro zu unterstützen. Auch wird die DWK unentgeltlich Flächen zur Baustelleneinrichtung und Baustofflagerung zur Verfügung stellen. Durch die Maßnahme entstehende Einbußen bei der Stromerzeugung des Kraftwerks trägt ebenfalls die DWK.

Damit stellt sich die DWK auch der historischen Verantwortung, denn im Zuge des Kraftwerksbaus war man damals übereingekommen, zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse eine leistungsfähige Gemeindeverbindungsstraße zwischen Burgheim und Bertoldsheim herzustellen, die die vorhandene Fährverbindung ersetzte. Der Unterhalt der Brücke lag seitdem bis auf die die Wehranlage tragenden Brückenpfeiler beim Landkreis.

Wegen des Alters und Sanierungsbedarfs des Brückenüberbaus sowie insbesondere auch aufgrund des deutlichen Anstiegs des Schwerverkehrs soll voraussichtlich im Jahr 2020 der auf zwei Jahre geplante Neubau der Donauquerung beginnen. Sobald der neue Donauübergang für den Verkehr freigegeben werden kann, erfolgt der Abbruch und Neubau des Straßenüberbaus der jetzigen Betriebsbrücke.

Die erneuerte Betriebsbrücke steht dann künftig der Bevölkerung als Fuß- und Radweg zur Verfügung, was eine signifikante Verbesserung für die Verkehrssicherheit bringt. Auch wird sie so ausgelegt, dass sie im Notfall bzw. bei Arbeiten auf und an der neuen Straßenbrücke als Umleitungsstrecke bzw. als Bypass für Rettungsfahrzeuge, Bergegerät und zur Sicherstellung des Schülertransportes per Bus dienen kann. Eine Maßnahme, die noch für Juli 2018 geplant ist, stellt die Erkundungsbohrung für die Berechnung der Brückenpfeiler dar.

Hintergrund: Laufwasserkraftwerk Bertoldsheim

Das Donaukraftwerk Bertoldsheim, das im Oktober 2017 sein 50-jähriges Betriebsjubiläum begehen konnte, war das erste von fünf Laufwasserkraftwerken der Donau-Wasserkraft AG zwischen der Lech-Mündung und der Paar-Mündung bei Vohburg. Das Kraftwerk, das als Stützschwellenkraftwerk errichtet wurde, um einem weiteren Eintiefen der Flusssohle der Donau entgegenzuwirken, nutzt eine Ausbaufallhöhe von 4,85 Meter zur umweltfreundlichen Stromerzeugung für die Deutsche Bahn. Es verfügt über drei Kaplanturbinen mit einer Ausbauleistung von insgesamt 18.900 Kilowatt (18,9 Megawatt).

Bei einem Wasserdurchfluss von bis zu 500 Kubikmetern pro Sekunde (3.333 Badewannenfüllungen pro Sekunde) liegt die durchschnittliche Stromerzeugung (das Regelarbeitsvermögen) bei ca. 115,5 Millionen Kilowattstunden (kWh) pro Jahr. Diese umwelt- und klimafreundliche elektrische Energiemenge aus Wasserkraft würde ausreichen, um mit einem modernen ICE 3 - Zug bis zu 133 Mal die Erde zu umrunden.

In den vergangenen rund 50 Jahren hat der regenerative Dauerläufer Bertoldsheim rund 5,8 Milliarden Kilowattstunden Öko-Bahnstrom (16 2/3 Hertz) geliefert. Damit hat das Kraftwerk im Vergleich zum deutschen Energiemix (bei 511 g CO2 pro kWh) das Klima insgesamt um fast 2,9 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) oder rund 70.340 Tonnen CO2 pro Jahr entlastet. - Sabine Gooss

Quelle: Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen




zurück zur Hauptauswahl

 

men_right_top
men_right_bottom
men_right_top

Wetter in Neuburg:

Temperatur: 14.7°


Windgeschw. : 0.3
Luftfeucht. : 99%

Mehr Wetter

men_right_bottom
men_right_top

Zufallsbild aus der Gallerie:

men_right_bottom
men_right_top
 

Umfrage:

 
Gibt es ein Leben nach dem Tod?

 Ja
 Nein
 Vielleicht


men_right_bottom
men_right_top
men_right_bottom
men_right_top

Linkempfehlungen:

men_right_bottom
men_right_top

Spruch des Moments:


men_right_bottom
men_right_top

men_right_bottom
 


Notice: Undefined variable: headline in /kunden/108065_86633/webseiten/brennessel/fuss.php on line 498
.

zurück nach oben

 
copyright (c) 1998-2018 texte&bilder&informationen ausser eigens vermerkt: brennessel magazin, neuburg