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Rubrik: Regional

11.June.2019

Unwetter in Bayern: Verletzte und schwere Schäden nach Hagel

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München: Durch Schwaben und Oberbayern ist ein Sturm mit Hagel und Starkregen gezogen. Mehrere Menschen wurden durch umstürzende Bäume oder Hagelschlag verletzt. Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst wurden zu Hunderten Einsätzen gerufen.

Ein schweres Gewitter mit Hagel ist am Montagabend im Großraum München niedergegangen. Augenzeugen berichteten von Hagel in der Größe von Tischtennisbällen auf der Autobahn 96 nahe Germering im Landkreis Fürstenfeldbruck. Betroffene stellten Bilder von zersplitterten Autoscheiben und geborstenen Glasdächern ins Netz.

An mehreren Orten in München und im Großraum München seien wegen Hagels viele Autoscheiben und Dachfenster zu Bruch gegangen, sagten Sprecher von Polizei und Feuerwehr. Häuser stünden wegen der Schäden unter Wasser. Zudem seien zahlreiche Bäume entwurzelt worden, Äste wurden auf Autos oder Straßen geweht. Im Stadtgebiet mit Schwerpunkt im Westen zählte die Feuerwehr gut 550 Einsätze, im Landkreis mehr als 100.

Besonders viel los gewesen sei in Garching, Oberschleißheim und Unterschleißheim. Dort wurde das Volksfest nach Angaben eines Sprechers der Leitstelle geräumt - die Besucher kamen vorübergehend in einer Schule unter. Fast überall waren die Gewitter nach wenigen Minuten vorbei.

Mindestens drei Menschen leicht verletzt

Mindestens drei Menschen seien nach ersten Erkenntnissen im Bereich Germering und Puchheim leicht durch Hagelschlag verletzt worden, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord. Auf dem Ammersee und dem Starnberger See kenterten mehrere Boote. Der Sprecher berichtete von örtlichem Hagel in Golfballgröße - vereinzelt hätten Anrufer von Tennisballgröße, also von mehr als sechseinhalb Zentimeter Durchmesser, gesprochen.

Der Münchner Flughafen stoppte zwischenzeitlich alle Starts und Landungen. Inzwischen läuft der Betrieb aber wieder normal.

Ausfälle im Münchner Nahverkehr

Wegen umgestürzter Bäume auf den Gleisen ist der Bahnverkehr zwischen München und Freising komplett eingestellt. Auch zwischen Rohrbach (Landkreis Mühldorf) und Neumarkt St. Veit (Landkreis Mühldorf)) fahren keine Züge wegen eines Baums im Gleisbereich.

Außerdem kam es wegen witterungsbedingten Störungen auf der Stammstrecke und im gesamten S-Bahn-Netz zu erheblichen Verzögerungen, Sperrungen und Ausfällen. Besonders betroffen war neben der S1 Richtung Freising/Flughafen die S4: Zwischen Olching und Mammendorf ist ein Baum auf die Oberleitung gestürzt.

Auch auf der Linie U6 kam es zu Beeinträchtigungen und vereinzelten Zugausfällen wegen eines Baums im Gleisbereich. Der Linienweg der Trams 15 und 25 ist derzeit zwischen Großhesseloher Brücke und Wettersteinplatz unterbrochen. Grund ist ein Oberleitungsschaden im Bereich Theodolinenweg. Das meldet die Münchner Verkehrsgesellschaft.

Behinderung auf mehreren Autobahnen

Auf der A96 zwischen Lindau und München waren der Echinger und der Etterschlager Tunnel wegen Überflutungen ab 17.45 Uhr knapp zwei Stunden lang gesperrt. Dort hat Wasser aus den Kanaldeckeln auf die Straße gedrückt. Richtung München staut es sich ab Landsberg am Lech-Ost, in Richtung Lindau ab Gilching.

Auf der A92 Richtung München liegt nach dem Sturm zwischen Unterschleißheim und Dreieck Feldmoching ein Verkehrszeichen auf der mittleren und linken Spur. Auch auf der A99 Westumfahrung München Richtung Lindau liegt zwischen Aubinger-Tunnel und Germering-Nord ein Verkehrszeichen auf der Fahrbahn.

Allgäu: schwerverletzter Junge

Unwetter wüteten auch vom Ostallgäu bis nach Kempten, wie ein Polizeisprecher sagte. In Bidingen seien ein Siebenjähriger und zwei Männer durch einen umstürzenden Baum verletzt worden. Die Radfahrer hätten Schutz unter einem bereits umgestürzten Baum gesucht, als ein zweiter drauf krachte. Der Bub sei schwer, die Männer leichter verletzt worden, sagte der Sprecher.

Im Ostallgäu seien zudem Straßen überschwemmt worden und weitere Bäume auf die Straßen gefallen. Nach wenigen Minuten sei an den meisten Orten das Unwetter durchgezogen. - BR

Quelle: Rundschau-Newsletter




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