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Fall Walter L√ľbcke: Ermittler gehen fast 200 Hinweisen nach


12. Jun. 2019 - 07:07

Kassel: Auch mehr als eine Woche nach dem gewaltsamen Tod des Kasseler Regierungspr√§sidenten Walter L√ľbcke bleibt die Tat r√§tselhaft. Die Ermittler halten sich bedeckt - und wehren sich gegen Spekulationen.

Im Fall des erschossenen Kasseler Regierungspr√§sidenten Walter L√ľbcke gehen die Ermittler inzwischen knapp 200 Hinweisen nach. Ob sich darunter eine hei√üe Spur befindet, ist bislang unklar. "Wir ermitteln in alle Richtungen, alles andere ist Spekulation", sagte der Sprecher des hessischen Landeskriminalamtes (LKA), Christoph Schulte, am Dienstag. Die mittlerweile 187 eingegangenen Hinweise w√ľrden nun abgearbeitet. Polizeieinsatz auf F√§hren im Zusammenhang mit dem Fall L√ľbcke Der Polizeieinsatz an einem Nordsee-F√§hrhafen am Samstag in Niedersachsen stand nach Angaben der Ermittler in Verbindung mit dem Fall. "In diesem Zusammenhang wurde eine Person in Gewahrsam genommen und mit dem Ziel der Informationsgewinnung in das Polizeipr√§sidium Nordhessen nach Kassel verbracht", teilten LKA und Staatsanwaltschaft mit. Bei der Befragung h√§tten sich aber keine Anhaltspunkte ergeben, dass der Mann an der Tat beteiligt war. "Aus diesem Grund wurde die Person in den fr√ľhen Sonntagmorgenstunden wieder entlassen", erkl√§rten die Ermittler, die keine weiteren Angaben zu dem Mann oder dem Hintergrund der Polizeiaktion machten. Mehrere Medien hatten am Wochenende √ľber den Einsatz in Wittmund-Harlesiel berichtet. Die F√§hren starten dort zur Insel Wangerooge. Ermittler: Spekulationen im Fall L√ľbcke sind hinderlich Die Ermittler sehen ihre Arbeit insgesamt durch Spekulationen - zum Beispiel in sozialen Netzwerken - erschwert. "Das ist ein Riesenproblem, weil riesiger Druck aufgebaut wird", sagte LKA-Sprecher Schulte. "Wir sind dabei, die Tat zu rekonstruieren, so dass wir den ganzen Abend nachvollziehen k√∂nnen." Daf√ľr br√§uchten die Ermittler Zeit, um in Ruhe arbeiten zu k√∂nnen. Bereits am Sonntag hatten Ermittler darum gebeten, sich nicht an Spekulationen zu beteiligen, um nicht den Eindruck einer Vorverurteilung wie im Fall der in Gewahrsam genommenen Person zu erwecken. Unklares Motiv f√ľr den gewaltsamen Tod von Walter L√ľbcke Der 65-j√§hrige CDU-Politiker L√ľbcke war in der Nacht zu Sonntag vor einer Woche gegen 0.30 Uhr auf der Terrasse seines Wohnhauses in Wolfhagen-Istha (Kreis Kassel) entdeckt worden. Er hatte eine Schussverletzung am Kopf und starb kurz darauf. Der Schuss war den Ermittlungen zufolge aus n√§chster N√§he abgegeben worden. Das Motiv ist immer noch unklar. - BR

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