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Rubrik: Regional

03.September.2019

Grafing hat eine Klimaschutzmanagerin

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München: Seit zwei Monaten hat Grafing eine Klimaschutzmanagerin – Christina Spiegel ist 22 Jahre alt, hat an der LMU in München Geografie studiert und soll künftig das Klimaschutzkonzept der Stadt umsetzen.

Grafing hat eine grüne Bürgermeisterin, eine sehr aktive Fridays-for-Future-Gruppe und seit kurzem auch eine eigene Klimaschutzmanagerin: Christina Spiegel ist 22 Jahre alt, hat an der LMU in München Geografie studiert und soll seit Juli das Klimaschutzkonzept der Stadt umsetzen. Von Grafing ist Spiegel schon nach den ersten Wochen beeindruckt:

"Ich bin überrascht, was es hier schon alles gibt." Christina Spiegel, Klimaschutzmanagerin der Stadt Grafing

Was es dort nämlich schon gibt, sind eine Biogasanlage und ein sehr gutes Nah- und Fernwärmenetz vom örtlichen Stromanbieter. Dieses solle natürlich ausgebaut werden, so Spiegel. Außerdem würde sie das Leihräder-Projekt der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) gerne nicht nur auf Grafing, sondern am besten auf den gesamten Landkreis Ebersberg ausweiten. Spiegel prüft derzeit außerdem einige Anträge von Bürgern und aus dem Stadtrat, etwa zur Förderung oder Bereitstellung von Lastenrädern.

Die ersten Wochen war die junge Klimaschutzmanagerin damit beschäftigt, sich einzulesen, Menschen kennenzulernen und sich zu vernetzen. Sie hat sich mit den Forderungen der sehr aktiven "Fridays-for-Future"-Gruppe in Grafing auseinandergesetzt und zeigt sich begeistert von der Aktion einer Schülergruppe.
"Grafing goes green"

"Grafing goes green" heißt eine Aktion von Grafinger Schülerinnen und Schülern, die plastikfreies Einkaufen fördern wollen. Wer beim Einkaufen von Obst, Gemüse, Wurst, Käse oder Fleisch auf Plastik verzichtet, wird über eine eigens entworfene Stempelkarte belohnt.

"Klimaschutzmanagerin – braucht's das?"

Grafing hat eine grüne Bürgermeisterin und viele Aktivisten, aber auch sonst, so berichtet die Klimaschutzmanagerin, bekomme sie viel Rückenwind. Freilich gebe es auch Skeptiker, die beispielsweise argumentieren, dass das mit den E-Autos ohnehin nichts bringe, weil die Technologie noch nicht zu hundert Prozent ausgereift sei.

"Wir müssen weg von diesem typischen Schwarz-Weiß-Denken. Einfach mal anfangen. Da ist dunkelgrau schon der erste Schritt weg von Schwarz Richtung Weiß." Christina Spiegel, Klimaschutzmanagerin der Stadt Grafing.

Viele kleine Schritte seien einfach und schmerzfrei möglich, sagt Spiegel. Ob man nun mit dem eigenen Einkaufssackerl zum Einkaufen gehe oder fünf Plastiktüten für Obst und Gemüse brauche, das sei lediglich eine Sache der Organisation. Jeder könne auch mal sein Auto stehen lassen und mit dem Radl in die Stadt fahren. Die Stadt wiederum müsse dafür Anreize schaffen und etwa Radwege ausbauen. Es den Bürgern bequemer machen sei sinnvoller, als Sachen zu verbieten, glaubt Spiegel. - BR

Quelle: Rundschau-Newsletter




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