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Ob Saft, Tabletten oder Tropfen


29. Jun. 2020 - 13:52

Neuburg - Kinder moegen in der Regel keine Medizin. Trotzdem ist es gerade bei den kleinen Patienten wichtig, dass die verordneten Arzneimittel regelmaessig und vor allem in der richtigen Dosierung eingenommen werden, sagt Apotheker Dominik Weigl, Pressesprecher der Apotheker und erklaert: Um Kindern Medikamente gut verabreichen zu können, gibt es die unterschiedlichen Wirkstoffe in verschieden, altersgerechten Arzneiformen.

Eltern koennen sich in der Apotheke vor Ort individuell beraten lassen, was am besten zu ihrem Kind passt und welche Hilfsmittel für die leichtere Medikamenteneinnahme zur Verfügung stehen. Bei kleinen Kindern bieten sich fluessige Zubereitungen wie Saefte, Tropfen oder Loesungen an, weil sie diese besser schlucken koennen als Kapseln, Tabletten oder Dragees. Verweigert das Kind die Medikamenteneinnahme komplett, so kann die Medizin beispielsweise mit Fruchtsaft, Tee oder Muttermilch gemischt werden. Wichtig ist, dass die Eltern hier darauf achten, dass das Flaeschchen dann wirklich leer getrunken wird, erlaeutert Apotheker Dominik Weigl. Vorsicht: Nicht jedes Medikament vertraegt sich mit jedem Lebensmittel. Allerdings duerfen nicht alle Tropfen verduennt werden und nicht alle Medikamente vertragen sich mit jedem Lebensmittel. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern, sich in jedem Fall in der Apotheke erkundigen, ob die Medizin gemischt werden darf. Wenn nicht verduennt werden darf, gibt es verschiedene andere Hilfsmittel: Die Medizin kann dann beispielsweise mit einer Einwegspritze ohne Nadel direkt in den Mund gespritzt werden. Fuer Babys gibt es verstellbare Medikamentenschnuller, erklaert Apotheker Dominik Weigl. Dosierung nicht aendern Kleinkinder brauchen Arzneimittel in genau festgelegten Dosierungen. Werden die Dosierungen unregelmaessig oder falsch eingenommen, besteht die Gefahr, dass das Medikament nicht wirkt oder dem Kind sogar schadet. Eltern duerfen die empfohlene Dosierung daher nie eigenmächtig aendern. Arzneimittel sicher aufbewahren Apotheker Dominik Weigl: Ich weiß, dass jede Krankheit eines Kindes fuer die Eltern zeitlich und nervlich aufreibend ist. Trotzdem ist es mir wichtig auch auf eines hinzuweisen. Jedes Arzneimittel – auch wenn es bei einer akuten Erkrankung regelmaessig gebraucht wird - muss ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden. - Apotheker Dominik Weigl

Bayerischer Landesapothekerkammer

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