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Gesetzliches Rauchverbot auch fĂŒr GaststĂ€tten - Neue Kampagne gegen jugendlichen Alkoholmissbrauch - PrĂ€ventionspreis verliehen


07. Nov. 2006 - 09:39

Seine Forderung nach einem gesetzlichen Rauchverbot in öffentlichen RÀumen und GaststÀtten hat Gesundheitsminister Werner Schnappauf mit einer neuen Studie untermauert. In GaststÀtten, Kneipen oder Diskotheken, in denen geraucht wird, besteht eine echte Gesundheitsgefahr, auch wenn sich GÀste nur kurze Zeit aufhalten.

Ganz besonders gefĂ€hrdet sind Kinder und junge Menschen, machte der Minister beim Bayerischen PrĂ€ventionstag heute in Erlangen deutlich. Nach den ersten Ergebnissen der Tabakrauch-Studie des Bayerischen Landesamtes fĂŒr Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sind verschiedene giftige Stoffe in verrauchten RĂ€umen 10- bis 50-fach, teilweise bis 180-fach höher als in rauchfreien RĂ€umen. Der Minister begrĂŒĂŸte die heute geĂ€ußerte Bereitschaft des Bayerischen Hotel- und GaststĂ€ttenverbandes (BHG), fĂŒr eine gesetzliche Regelung offen zu sein und nicht auf der bloßen Fortsetzung der freiwilligen Vereinbarung zu bestehen. Erforderlich sei eine vernĂŒnftige Regelung, die das Nichtrauchen zum Normalfall macht, aber auch sachgerechte Ausnahmen, wie beispielsweise fĂŒr Festzelte ermöglicht. Die GaststĂ€tten hatten Schnappauf zufolge die Möglichkeit, auf freiwilligem Weg den Nichtraucherschutz zu verbessern, insgesamt nicht weitgehend genug genutzt. Bayern hatte als erstes Land eine entsprechende freiwillige Vereinbarung mit dem BHG zur Verbesserung des Nichtraucherschutzes getroffen, nachdem die damalige Bundesregierung bundesweit keine gesetzlichen Maßnahmen ergreifen wollte. Das LGL hat in etwa 30 GaststĂ€tten, Kneipen und Diskotheken, in denen Rauchen ohne EinschrĂ€nkung möglich war, jeweils ĂŒber vier Stunden die Belastungen gemessen. Danach liegen die Messwerte fĂŒr Nikotin zwischen 30 und 220 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft und damit deutlich ĂŒber Konzentrationen von 10 Mikrogramm, fĂŒr die nach der WHO bereits Gesundheitseffekte zu erwarten sind. Die Feinstaubbelastung lag zwischen 220 und 1300 Mikrogramm und damit bis 50-fach höher als in rauchfreien GaststĂ€tten. Negative Effekte von Feinstaub auf Bronchien, Herz und Kreislauf und das Immunsystem sind belegt. Die gemessenen Konzentrationen an Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) zwischen 200 und 375 Mikrogramm liegen bis 180-fach höher als in NichtraucherrĂ€umen. Diese Substanzen können Krebs verursachen. Null Promille im Straßenverkehr - das ist die Botschaft der neuen bayerischen Kampagne "Keine Kompromille" an die Adresse Jugendlicher, die der Minister heute offiziell startete. Schnappauf: "In bestimmten Situationen darf es keine Kompromisse geben: Kein Alkohol im Straßenverkehr, bei der Arbeit, bei Medikamenteneinnahme, in der Schwangerschaft, fĂŒr Kinder"! "Keine Kompromille" will besonders die jungen Fahrer zwischen 17 und 25 Jahren mit einem Kinospot in 140 Kinos in Bayern, mit GroßflĂ€chen-Plakaten, mit kostenlosen Postkarten in mehr als 600 bayerischen Szenelokalen, mit T-Shirts und blinkenden Ansteckern aufrĂŒtteln. Die Kampagne kostet 200.000 Euro. Schnappauf verlieh zudem den Bayerischen PrĂ€ventionspreis. Der Preis der Landeszentrale fĂŒr Gesundheit, der heuer zum fĂŒnften Mal verliehen wird, steht in diesem Jahr unter dem Motto "Gesundheitsförderung in der Gemeinde". PreistrĂ€ger sind: Kategorie I Bereits realisierte Projekte 1. Preis (3.500 Euro): Gesundheitsamt Neuburg-Schrobenhausen Gesundes Karlshuld - Gemeindenahe Gesundheitsförderung im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen 2. Preis (2.500 Euro): Caritas-Zentrum Miesbach Der grĂ¶ĂŸte Schatz - Kompetent konsumieren im Überfluss 3. Preis (1.500 Euro): Fabian Kress und Johannes Bauer, Schrobenhausen Warum ?? - Ein etwas anderer Film zu Disco-UnfĂ€llen, Initiative Disco-Fieber Schrobenhausen Kategorie II Projekte in Planung 1. Preis (3.500 Euro): Gesundheitsamt WĂŒrzburg FIT FÜR FÜNF - Kleingruppenorientierte Förderung von gesundheitsorientierten Bewegungs- und ErnĂ€hrungsverhalten bei BerufsschĂŒlern 2. Preis (2.500 Euro): FH fĂŒr angewandtes Management, Campus Bad Tölz "Deutschlands gesĂŒndester Arbeitsplatz" - Betriebliche Gesundheitsförderung im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen 3. Preis (1.500 Euro): Frauengesundheitszentrum Regensburg e.V. Schönheit um jeden Preis - Ideenwettbewerb 2006 an Schulen in Regensburg und Umgebung

Landkreis Neuburg-Schrobenhausen

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