Rubrik: Politik |
26.January.2008
|
Bundestag/Holocaust-Gedenken
« Voriger Artikel | Nächster Artikel »
Der Holocaust-Gedenktag, den einst Bundespräsident Roman Herzog bestimmte, ist und bleibt ein sperriges Datum, an dem pflichtgemäß Gedenkreden gehalten werden müssen.
Nur leider ist die Wirkung einer Routineveranstaltung, die noch dazu einer Bundestagsdebatte vorgeschoben wurde und zwei Tage vor dem eigentlichen Gedenktag stattfand, auf die Herzen der Nachgeborenen äußerst begrenzt.
Statt Sonntagsreden sollten die Schicksale von NS-Opfern und vor allem die Hintergründe der braunen Diktatur erlebbar gemacht werden. Rassismus, Intoleranz und Antisemitismus, mit dem die Nazis einst ihren Weg zur Macht pflasterten, sind längst nicht verschwunden, sondern spuken in so manchem Kopf. Routinemäßiges Erinnern reicht dagegen nicht. (Ostsee-Zeitung)
Quelle: ots
zurück zur Hauptauswahl