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Weihnachts- und Neujahrsgrüße des Landrats
Neuburg, 17.05.2012 - 10:43 Uhr
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Weihnachts- und Neujahrsgrüße des Landrats

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wir blicken zurück auf ein ereignisreiches Jahr 2002. Die Hochwasserkatastrophe im August war für viele von uns ein prägendes Ereignis, das uns in unseren Erinnerungen noch lange beschäftigen wird. In unserem Landkreis sind glücklicherweise keine größeren Schäden zu beklagen gewesen; dies ist sicherlich auch den gemeinsamen Anstrengungen im vorbeugenden Hochwasserschutz zu verdanken. Positiv zu vermerken war, dass die Zusammenarbeit der zuständigen Behörden und der betroffenen Gemeinden sehr gut funktioniert hat. Beeindruckend war vor allem aber die enorme Hilfsbereitschaft unserer Bürgerinnen und Bürger und unserer Vereine und Organisationen für die Flutopfer in den neuen Bundesländern. Der vielfache persönliche Einsatz und die große Spendenbereitschaft waren ein hervorragendes Beispiel für gelebte Solidarität.

Die dramatischen Ereignisse an Elbe und Donau haben aber auch bestätigt, dass wir mit unserem Entwicklungskonzept Donaumoos den richtigen Weg beschreiten. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Raumordnungsverfahrens konnte im April bereits als erster Schritt der Hochwasserrückhalteraum Pöttmes-Seeanger seiner Bestimmung übergeben werden. Sehr gefreut hat es uns natürlich, dass unser Konzept von der Bayerischen Staatsregierung in der Rio+10-Konferenz in Johannesburg als Modellprojekt für Hochwasser- und Ressourcenschutz vorgestellt wurde.

In der Unterstützung regenerativer Energieerzeugung hat der Landkreis eine Vorreiterrolle übernommen. Durch die Erstellung des landkreisweiten Windgutachtens wurden auf einer fundierten Grundlagenbasis Standorte ermittelt, die eine windeffektive konfliktfreie Errichtung von Windkraftanlagen ermöglichen. Im November 2002 hat die zweite Windkraftanlage im Landkreis ihren Betrieb aufgenommen. Im Bereich der Sonnenenergienutzung wurde das bereits im Jahre 1999 begonnene Förderprogramm für Solaranlagen zur Warmwassererzeugung mit großem Erfolg fortgesetzt. Auf dem Gymnasium Schrobenhausen haben wir eine Photovoltaikanlage zur Solarstromerzeugung errichtet. Der Kreistag hat sogar beschlossen, für alle Kreiseinrichtungen entsprechende Anlagen zu errichten.

Die wirtschaftliche Situation im Landkreis ist trotz der schlechten Gesamtsituation nach wie vor vergleichsweise gut. Vor allen Dingen die im regionalen, landes- und bundesweiten Vergleich sehr niedrige Arbeitslosenquote von 4,6 % beweist es: Wir sind eine starker Wirtschaftsstandort. Dies liegt nicht zuletzt an der differenzierten klein- und mittelständischen Unternehmensstruktur im Landkreis. Die unverändert große Zahl von rund 1.300 Handwerksbetrieben hat hieran wesentlichen Anteil.

Der aktive Dialog mit den Unternehmen, die Intensivierung des Standortmarketings zur Gewinnung neuer Unternehmen oder auch die Förderung innovativer Geschäftsideen durch regionale Kooperation und Fortführung des Businessplanwettbewerbs sind nur einige Beispiele des ungebrochenen Engagements unseres Landkreises. Mit der Errichtung des Gründerzentrums haben wir einen weiteren wichtigen Schritt zur Verbesserung des Gründerklimas gemacht und ein Zeichen antizyklischer Wirtschaftpolitik gesetzt.

Zu einem guten wirtschaftlichen Rahmen gehören funktionierende Bildungseinrichtungen. Nach der Einführung der sechsstufigen Realschule als einer der ersten Landkreise in Bayern konnten wir heuer eine Fachoberschule für den Landkreis einrichten. Im Bereich der Daseinsvorsorge haben wir nach wie vor mit steigenden Kosten zu kämpfen. Um dem zu begegnen, haben wir nach dem Kreiskrankenhaus Schrobenhausen heuer auch die Umwandlung des Kreisaltenheims Steingriff in eine moderne, dienstleistungsorientierte GmbH in Angriff genommen.

Die Kommunalwahlen im März diesen Jahres haben vielerorts Veränderungen gebracht oder auch die bisherigen Mandatsträger in Ihrem Amt bestätigt. Ich möchte abschließend die gute Arbeit, die in den Gemeinderäten und im Kreistag im Interesse der Allgemeinheit beständig verrichtet wird, besonders hervorheben. Jeder, der sich in der Kommunalpolitik engagiert und Verantwortung übernimmt, leistet einen unschätzbaren Beitrag für das Gemeinwohl.

Ihnen und allen anderen, die ehrenamtlich in den verschiedenen Verbänden und Organisationen sozialer, caritativer und kultureller Natur tätig sind, gilt heuer mein besonderer Dank. Ich wünsche allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern im Namen des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen ein schönes Weihnachtsfest und Gesundheit, Glück und Zufriedenheit für das neue Jahr 2003.

Dr. Richard Keßler Landrat


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