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Axel Kalkowski - 1. Vorsitzender Verschönerungsverein Neuburg
Neuburg, 19.09.2018 - 11:14 Uhr
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Axel Kalkowski - 1. Vorsitzender Verschönerungsverein Neuburg

Vita: in Husum an der Nordsee geboren, seit 1961 in Neuburg, verheiratet, 2 erwachsene Kinder, im Landratsamt Neuburg tätig, seit 40 Jahren aktiv bei der Freiwilligen Feuerwehr Neuburg, sei 1992 stellvertretender Vorsitzender und seit 2003 1. Vorsitzender des Verschönerungsvereins Neuburg.

Seit wann gibt es den Verschönerungsverein?
Er wurde 1881 gegründet und bestand bis ca. 1923. Auf Initiative von Dr. Franz Graf Du Moulin, Otto Hausmann und mir wurde der Verein 1992 wieder ins Leben gerufen. Anfänglich waren es 42 Mitglieder, die sich dieser Idee verpflichtet fühlten, inzwischen sind es 175 Mitglieder. Seit der Neugründung konnten bereits einige Vorhaben realisiert werden.

Welche zum Beispiel?
Die Mariengrotte auf der Hohen Schanze wurde wieder aufgebaut, der Ottheinrichturm zusammen mit der Stadt saniert, eine Kreuzigungsgruppe renoviert, die Löwen im Unteren Hofgarten aufgestellt, das Scheigele-Pavillon auf der Hohen Schanze wieder errichtet, das Isabelle-Braun-Denkmal im Englischen Garten restauriert, der Sternschanzen-Wanderweg eingerichtet und vieles mehr. Unser jüngstes Hauptprojekt war die Errichtung des Neuburger Kräutergartens.

Er wird ja gut frequentiert und ist sicherlich der Stolz des Vereins?
Mich freut es schon, wenn ich dort immer Leute antreffe, die sich über die verschiedenen Kräuter informieren oder einfach nur dort sitzen, ihre Mittagspause verbringen oder ein Buch lesen. Es zeigt: Der Kräutergarten wird von der Bevölkerung angenommen.

Muss der Garten jedes Jahr neu bepflanzt werden?
Größtenteils. Wir versuchen zwar, winterharte Kräuter, die 2-3 Jahre alt werden können, aussamen zu lassen, aber etliches muss jedes Jahr neu gepflanzt oder ausgesät werden.

Wie viele Leute sind mit der Pflege des Kräutergartens beschäftigt?
Wir haben derzeit 175 Mitglieder im Verein, aber wirklich Aktive, die bei jeder Gelegenheit zur Verfügung stehen, sind es nur 4 – 5 Personen. Ohne die ginge es nicht.

Welche Projekte sind als nächstes geplant?
Noch gar keine. Es sind zwar Ideen vorhanden, aber ich will mich derzeit noch nicht dazu äußern. Da müssen wir erst abklären, wie die Stadt dazu steht, der Denkmalschutz usw.

Sie sind ja auch bei der Freiwilligen Feuerwehr Neuburg sehr aktiv?
Seit 40 Jahren schon. In diesem Jahr dürften es allein ca. 100 Einsätze gewesen sein, die ich mitgemacht habe. Ich bin aber seit 3 Jahren nicht mehr in der Vorstandschaft tätig. Mir ist es doch etwas zu viel geworden. Im Verschönerungsverein sind es fast täglich, gerade im Sommer 2 – 3 Stunden, die ich nach meiner Arbeit für den Verein aktiv bin, dazu die Einsätze für die Feuerwehr und die Familie ist ja auch noch da. Ohne deren Verständnis und Rücksichtnahme ginge das alles nicht.

Ihr Vater hat sich ja sehr mit der Neuburger Geschichte beschäftigt und auch Bücher über Neuburg und Umgebung publiziert. Schreiben Sie auch?
Nein, ich habe nicht die Zeit dazu. Ich habe zwar bei einem Projekt mitgeholfen, das der Verschönerungsverein gemacht hat, nämlich die Bürgermeister der Stadt Neuburg in den letzten 200 Jahren zusammenzutragen, aber hauptsächlich war es das Werk unseres Vereinsmitglieds Hans Murlowsky. Ich war nur Zuarbeiter.

Sie sind beim Landratsamt ND-SOB im Kommunalwesen tätig. Macht Ihnen Ihre Arbeit Spaß?
Ja, sehr sogar. Gerade weil ich in den letzten Jahren immer wieder etwas Neues gemacht habe. Ich bin nicht der Typ, der von der Lehrzeit bis zur Rente das Gleiche machen möchte. Das wäre mir zu langweilig.

Was genau machen Sie?
Ich bin zuständig für die Bereiche Staatsangehörigkeit, also auch für Einbürgerungen, staatliche Schulaufsicht – da fallen z.B. die Schulschwänzer darunter - und für das Pass- und Meldewesen.

Es gibt Schulschwänzer in Neuburg?
Ja. Ich habe gerade eine Statistik erstellt und war überrascht, dass die Schulschwänzer im letzten Jahr um einiges weniger waren als noch vor 4 Jahren. Damals hatten wir 200 Fälle und dieses Jahr „nur“ 80 Fälle, wobei ein paar dabei sind, die 3 bis 4 Bußgeldbescheide bekommen haben.

Wie läuft das ab?
Die Schule meldet uns, dass der Schüler XY an dem und dem Tag unentschuldigt nicht gekommen ist. Dann schicken wir einen Anhörungsbogen, worauf oft nicht geantwortet wird. Dann geht ein Bußgeldbescheid an den Schüler raus.

Werden die Eltern auch informiert?
Ja, so lange der Schüler noch nicht volljährig ist, bekommen die Eltern den gleichen Brief. Oft können oder wollen die Schüler nicht zahlen, dann geben wir es an das Amtsgericht ab. Dort wird entschieden, ob Sozialstunden geleistet werden müssen oder Erzwingungshaft oder Wochenendarrest. Das kommt sehr selten vor, aber wir hatten diese Fälle schon.

Wie hoch ist das Bußgeld?
Das kommt darauf an, wie viele Tage geschwänzt wurde und wie oft er/sie das schon gemacht hat: Es sind zwischen 5 und 150 Euro.

Nützt das Ganze überhaupt?
Es gibt welche, die sind ein einziges Mal dabei; andere 4, 5 oder 6 Mal. Die müssen erst noch wach werden. Manchmal ist es aber schon zu spät, wenn sie z.B. mit 18 Jahren noch keinen Hauptschulabschluss haben, weil sie so viel geschwänzt hatten. Und dann noch die Kurve zu kriegen, ist sehr schwierig!

Was machen Sie in Ihrer Freizeit? Treiben Sie Sport?
Neben der Arbeit und den beiden Vereinen bleibt nicht mehr viel Freizeit übrig. Die nutze ich dazu, um mit meiner Frau Kaffee trinken zu gehen oder abends gemeinsam auszugehen. Für Sport fehlt die Zeit. Der Spurt von meiner Wohnung zum Feuerwehrhaus – ich wohne nur 300 m entfernt – ist schon Sport genug!

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Harmonie und Gesundheit und für die Vereine, vor allem für den Verschönerungsverein, dass etwas vorwärts geht und die Bürger der Stadt und die Stadt selbst uns unterstützen. Wir haben zwar einige Sponsoren, die immer wieder ein offenes Ohr für uns haben, aber es sind halt immer wieder die gleichen. Bei 175 Vereinsmitgliedern und einem Jahresbeitrag von 13 Euro kann man natürlich solche Projekte wie den Kräutergarten nicht finanzieren. Der hätte z.B. ca. 15.000 Euro gekostet, wenn wir alle Kräuter gekauft und den Garten hätten anlegen lassen. Wir haben ehrenamtlich gearbeitet. Neue Mitglieder und Sponsoren sind also immer willkommen. Weitere Infos unter www.verschoenerungsverein-neuburg.de

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