Künftig einheitliche Hinweise zur Pommes-Bereitung
-Hersteller einigen sich im Kampf gegen
Acrylamid-Gefahr
Um
die Gefahr durch Acrylamid zu senken haben sich die Hersteller von Pommes Frites
auf einheitliche Zubereitungsvorschriften geeinigt. So sollen künftig auf allen
Packungen dieselben Fritteusen- und Ofentemperaturen empfohlen werden, wie das
Bundesverbraucherministerium mitteilte. Demnach soll einheitlich angegeben werden,
Pommes Frites in der Fritteuse bei 175 Grad, im Umluftbackofen bei 180 bis 190
Grad und bei Ober- und Unterhitze maximal bei 200 Grad zuzubereiten. Bislang
waren unterschiedliche und zum Teil höhere Werte auf den Pommes-Packungen angegeben.
Forschungen haben erbracht, dass sich das Acrylamid-Risiko bei Pommes Frites
durch die Zubereitungsmethode senken lässt. Die Stiftung Warentest hatte erst
am Donnerstag berichtet, 13 von 27 untersuchten Tiefkühl-Pommes bildeten beim
Backen laut der vom Hersteller deklarierten Zubereitungsempfehlung mehr Acrylamid
als nach einem Signalwert empfohlen. Acrylamid hat sich im Tierversuch als Krebs
erregend erwiesen. Unklar ist bisher, wie hoch das Krebsrisiko beim Menschen
ist.