Folge 6: Unser kleines ABC... vom Tee heute: Von V wie Vitamine bis Z wie Ziehzeit
Vitamine, hierbei vorallem die Vitamine B, C und E finden Sie in den Rotbusch-, Früchte- und Grüntees
wieder. Da bekanntlich die Vitamine ab einer Temperatur von ca. 80 Grad Celsius vernichtet werden, ist es stets ratsam, die vorgenannten
Teesorten nur mit abgekühltem Wasser (ca. 60 - 80° Celsius) zu übergießen.
Weißer Tee ist eine in China beheimatete Teepflanze mit sehr hellen und silberfarbigen Blattspitzen. Dieser unfermentierte Tee (sprich
Grüntee) hat einen sehr milden, angenehmen Geschmack. Der bekannte Vertreter der Weißen Tees in unseren Breiten ist der Pa-Mu-Tan.
Xiang Bo Lu B heißt ein Blattspitzentee aus China. Er ist eine wahre Rarität unter den Grüntees, von dem nur geringe Mengen
jedes Jahr geerntet und nach Europa exportiert werden.
Yogitee stammt aus dem Ayurveda, der indischen Lehre vom Leben, in der seit uralten Zeiten Gewürze als Teil einer ganzheitlichen Ernährung
in Speisen und Getränken verwendet werden. Der klassische Yogitee besteht aus Cassia-Zimt, Kardamom, Ingwer, Nelken und schwarzen Pfeffer.
Ziehzeiten sind immer dem entsprechenden Teetyp anzupassen, d.h. also: Früchte- und Kräutertee lässt man ca. 8 - 10 min., Rotbusch
im Allgemeinen etwa 5 min., Schwarztees ca. 2 - 4 min., sowie Grüntees nur etwa 2 min. ziehen.
Die Ziehzeit beeinflusst beim Tee nicht nur den Geschmack, sondern wie z.B. beim Schwarztee ganz entscheidend auch die Wirkung. So werden
ab 5 min. Ziehzeit die im Schwarztee enthaltenen Gerbstoffe (Tanin) freigesetzt, was zur Folge hat, dass a) der Tee leicht herb-bitter schmeckt,
b) das vorhandene Teein (Coffein ähnlich) seine anregende Wirkung verliert und eine eher beruhigende Wirkung auf den Teegenießer
ausübt.