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Ludwig Schlosser - 1. Vorsitzender des IHK-Gremiums ND-SOB Aufsichtsratsvorsitzender d. Raiba-Volksbank ND
Neuburg, 19.01.2019 - 08:55 Uhr
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Ludwig Schlosser - 1. Vorsitzender des IHK-Gremiums ND-SOB Aufsichtsratsvorsitzender d. Raiba-Volksbank ND

Vita: geboren im Lkr. Günzburg, Dipl.-Mathematiker, Banker, Immobilienfachmann, 53 Jahre alt, verheiratet, 2 erwachsene Kinder, seit 1990 wohnhaft in Neuburg. 17 Jahre lang als Bankvorstand bei verschiedenen Genossenschaftsbanken tätig, zuletzt bei der Volksbank Neuburg/D. Seit der Fusion 2002 Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisen-Volksbank ND. Seit 2000 Vorstand der VIB Vermögen AG.

Wie kamen Sie zur VIB Vermögen AG?
Schon während meiner Zeit als Genossenschaftsbanker war ich für den Immobilienbereich zuständig. 1993 übernahm ich die Geschäftsführung einer aus der Bank hervorgehenden Immobiliengesellschaft, die dann später als eigenständiges Unternehmen, unter der Firma VIB Vermögen AG, ausgegliedert wurde. Seit 2000 bin ich dort Vorstand. Die VIB Vermögen ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft, die sich auf das Entwickeln und Halten von gewerblichen Immobilien spezialisiert hat und schwerpunktmäßig im süddeutschen Raum tätig ist.

Sie sind 1. Vorsitzender des IHK-Gremiums ND-SOB. Welche Aufgaben hat diese Institution?
Wir vertreten die Interessen von mehr als 4.500 Unternehmen im Landkreis ND-SOB. Die IHK-Gremien bilden das regionale Parlament der Wirtschaft. Sie nehmen die wirtschaftlichen Interessen ihrer Bezirke wahr und unterstützen die IHK München-Oberbayern bei ihrer Arbeit.

Laut Dr. R. Obermeier, Chefvolkswirt der IHK München/Oberbayern, muss der Landkreis ND-SOB in den Bereichen Verkehr, Bildung, Forschung und Entwicklung gegenüber dem Spitzenfeld im Großraum München noch aufholen. Was können Sie hier bewegen?
Mir ist sehr wichtig, dass man die Belange der Wirtschaft hier im Landkreis hochhält. Letztlich ist es so, dass das gesamte Steueraufkommen indirekt und direkt in der Wirtschaft generiert wird. Der Wohlstand einer Region hängt im Grunde ganz stark damit zusammen, wie gut die Wirtschaft in diesem Raum prosperiert. Die regionale Wirtschaftsentwicklung und
-förderung ist uns deshalb ein besonderes Anliegen.

Wie sieht das konkret aus?
Wir haben z.B. das Gründerzentrum für Existenzgründer initiiert, das auch sehr gut läuft. Wir haben verschiedenste Einrichtungen mitinitiiert und gefördert, haben versucht, bei Betriebsansiedlungen mitzuarbeiten und es ist uns auch gelungen, Firmen anzusiedeln. Auf der anderen Seite müssen auch die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft stimmen. Dafür muss man in ständigem Dialog mit der Politik, auch mit dem Landkreis und den Kommunen stehen. Da legen wir schon mal den Finger in die Wunde und sagen, dass dieses und jenes verbessert werden muss wie z.B. die Verkehrsanbindungen und die Infrastruktur.

Wie steht unser Landkreis im Vergleich zu unseren Nachbarlandkreisen?
Da darf ich mich mal auf den „Zukunftsatlas Deutschland“ beziehen, eine Studie, die letztes Jahr veröffentlicht wurde: Da ist die Region 10 insgesamt, also die Stadt Ingolstadt und die Landkreise ND-SOB, PAF und EI, sehr gut positioniert. Unser Landkreis ND-SOB ist in diesem Ranking im ersten Drittel. Es gibt immer was zu tun, aber wir sind jedenfalls schon mal im vorderen Bereich dabei.

Ist unser Landkreis attraktiv für ansiedlungswillige Firmen?
Die Infrastruktur ist nicht schlecht. Wir haben eine geringe Arbeitslosenquote und eine gute Kaufkraft. In einigen Bereichen müssen wir noch aufholen. Da gehört insbesondere die Verkehrsanbindung zur Autobahn A9 dazu - die B16 muss ausgebaut werden. Seit längerem schon fordere ich die Donautal-Autobahn, die für uns in Neuburg sehr wichtig wäre. Aber vorrangig ist erst mal ein 3-spuriger Ausbau der Bundesstraße zwischen Neuburg und der Anschlussstelle Manching zur A9. Außerdem müssen unsere ausgewiesenen Gewerbe- und Industrieflächen auch erschlossen und verkehrsmäßig angebunden werden, damit ansiedlungswillige Betriebe hier zeitnah befriedigt werden können.

Sehen Sie eine Möglichkeit, in unserer Region auch größere Industrien und Konzerne ansiedeln zu können?
Das ist nicht ganz leicht, aber man muss aktives Marketing dahingehend betreiben. Und wenn wir unterstützend tätig sein können, dann machen wir das auch.

Besteht derzeit überhaupt irgendein Interesse?
Es gibt immer Anfragen, die zu behandeln, verhandeln und zu bearbeiten sind. Über ganz konkrete Dinge kann ich nicht sprechen.

Was sind die nächsten Projekte für die Zukunft?
Im Bereich der Infrastrukturmaßnahmen sind wir der Meinung, dass die Ausbildung, gerade die akademische Ausbildung, im Landkreis ND-SOB ausgebaut werden muss. Eine unserer Initiativen sieht vor, dass wir mit der Fachhochschule Ingolstadt eine Kooperation schließen und hier in Neuburg eine Studieneinrichtung der FH bekommen. Dafür haben wir uns sehr stark eingesetzt und ich hoffe, dass uns das gelingt, denn auch das Vorhandensein einer akademischen Ausbildung ist für die Entwicklung eines Wirtschaftsraumes sehr wichtig.

Nun zu Ihnen privat. Was ist Ihr Traum?
Ich bin ein sehr optimistischer Mensch und denke, wenn viele Menschen an einem Strang und in die gleiche Richtung ziehen, man etwas vorwärts bringen kann. Ich glaube, dass es mit den Erfolg einer Region ausmacht, alle Kräfte in Bildung, Kultur, Wirtschaft etc. zu bündeln, um etwas positiv zu bewegen.

Machen Sie Sport?
Ich gehe schwimmen und versuche im Sommer ein bisschen Golf zu spielen.

Ihr Lieblingsessen?
Schweinebraten mit Kartoffelknödel.

Lieblingsmusik?
Ich höre sehr gerne klassische Musik, bin auch ein Jazz-Freund und gehe gerne in Konzerte.

Neuburg hat in Richtung Kultur viel zu bieten. Sponsert das IHK-Gremium auch die örtliche Kultur?
Wir sind eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und durch die Satzung gebunden. Wir müssen natürlich wirtschaftliche Dinge unterstützen. Aber viele angeschlossene Unternehmen und Mitgliedsbetriebe der IHK treten als Sponsoren gegenüber kulturellen Organisationen auf.

Was wünschen Sie unseren Lesern?
Persönliches Wohlergehen, Gesundheit und ein gutes wirtschaftliches Fortkommen.

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