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Winfried Buchhart - Präsident der Faschingsgesellschaft Schromlachia
Neuburg, 24.06.2019 - 23:17 Uhr
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Winfried Buchhart - Präsident der Faschingsgesellschaft Schromlachia

Vita: gebürtiger Schrobenhausener, seit 1979 Inhaber, der aus der Kanzlei seines Vaters hervorgegangenen neu gegründeten Schrobenhausener Treuhand Steuerberatungsgesellschaft, Finanzrechtswirt und Unternehmensberater, Präsident der FG Schromlachia, ehemaliger Bundesliga-Schiedsrichter, DFB-Funktionär, Vorstandsmitglied d. Bayerischen Fußballverbandes.

Winfried BuchhartSie sind Präsident der FG Schromlachia, die heuer ihr 30-jähriges Bestehen feiert. Wie kamen Sie zu diesem Amt?
Als die FG Schromlachia vor 30 Jahren gegründet wurde, war ich der erste Faschingsprinz. Seitdem bin ich dem Verein erhalten geblieben. Ich habe ein paar Jahre im Elferrat mitgewirkt und wurde im fünften Jahr Hofmarschall. Nach 10 Jahren habe ich das Amt des Präsidenten von meinem Vorgänger übernommen und 16 Jahre lang beide Ämter in Doppelfunktion geführt. Jetzt bin ich nur noch Präsident. Als ich in die FG eintrat, war ich 20 Jahre alt, jetzt bin ich 50. Dieser Verein hat also 30 Jahre meines Lebens sehr positiv geprägt.

Was waren die Höhepunkte Ihrer Faschingslaufbahn?
Das waren sehr viele. Der erste Höhepunkt war natürlich meine Regentschaft als Faschingsprinz. Highlights waren auch die im 2-jährigen Turnus stattfindenden Faschingsumzüge. Der letzte hatte 17.000 Leute nach Schrobenhausen gelockt. Heuer gibt es wieder einen und zwar am Sonntag, 22. Febr. um 13.30 Uhr. Ein gesellschaftliches „Muss“ sind inzwischen unser Inthronisationsball, der Krönungsball und der Galaball in der Stadthalle, die alle ausverkauft sind, was für Schrobenhausen schon sehr bemerkenswert ist. Ein weiterer Höhepunkt waren die interessanten Preisträger, die ich für unseren Faschingsorden den „Lustigen Asparagus“ gewinnen konnte wie z.B. Norbert Rier von den Kastelruther Spatzen, die Schlagersängerinnen Claudia Jung und Andrea Jürgens, den DFB-Vizepräsidenten Dr. Rainer Koch oder den Schrobenhausener Unternehmer Prof. Thomas Bauer.

Der Fasching in Bayern befindet sich seit vielen Jahren im Abwärtstrend. Woran liegt das?
Meiner Meinung nach daran, dass es das ganze Jahr über „Halligalli“ gibt. Früher war das sehr stark auf die Faschingszeit konzentriert.

In der Region gibt es immer weniger Faschingsbälle. Wie schaut es in Schrobenhausen aus?
Früher fanden hier 10 bis 15 Bälle statt. Heute sind es außer unseren eigenen Veranstaltungen nur noch zwei Bälle. Wir organisieren deshalb selbst Veranstaltungen und Bälle, die überraschenderweise stets gut besucht sind. Auch am Faschingsdienstag werden sicherlich wieder über 1.000 Leute am Rathausplatz sein, über 15.000 beim Faschingsumzug. Man muss sich schon was einfallen lassen und mehrgleisig fahren, einmal etwas für die Jungen organisieren wie z.B. die Beachparty mit ca. 2.500 Leuten oder etwas für das Mittelalter oder „späte“ Mittelalter wie die Schwarz-Weiß-Bälle.

Sie waren beruflich und freizeitmäßig sehr viel unterwegs. Wie haben Sie es trotzdem geschafft 20 Jahre lang die Schromlachia erfolgreich zu leiten?
Das ist eine Frage des Einsatzes. Früher war es oft so, dass meine Freunde abends ausgegangen sind und ich mir stattdessen Gedanken gemacht habe, was man machen könnte. Außerdem habe ich bis heute eine sehr strenge Vereinsführung durchgezogen. Das war einigen Mitgliedern schon zu professionell. Und ich hatte das Glück, dass ich lange Zeit sehr, sehr gute Leute hatte, ohne die alles nicht so funktioniert hätte.

Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?
Ich bin hoch zufrieden mit der jetzigen Situation unseres Faschingsvereins und hoffe, dass es so weiter geht und auch die Schrobenhausener weiterhin so gut mitmachen. Meine größte Aufgabe wird es sein, einen Nachfolger zu generieren.

Sie haben auch als Schiedsrichter Karriere gemacht. Erzählen Sie uns etwas darüber?
Ich bin seit 1972 Schiedsrichter, habe in der 1. Fußball-Bundesliga 60 Spiele und in der 2. Bundesliga 49 Spiele gepfiffen. International hatte ich nur ein paar Einsätze als Linienrichter. Und ein U21-Länderspiel durfte ich mal pfeifen. Das war der Klassiker Deutschland-Österreich.

Was war Ihr interessantestes Spiel, das Sie gepfiffen haben?
Kaiserslautern gegen Hamburg. Kaiserslautern war Tabellenführer und Hamburg Zweiter. Das war schon ein tolles, stimmungsvolles Spiel auf dem Betzenberg. Auch das Spiel Schalke gegen Gladbach vor 70.000 Zuschauern im alten Parkstadion war sehr interessant. 2000 habe ich meine Schiedsrichterschuhe an den Nagel gehängt und übe nur noch das Amt eines DFB-Funktionärs aus.

Welche Aufgabe haben Sie da?
Wenn heute ein Schiedsrichter ein Spiel pfeift, dann sitzt ein Coach auf der Tribüne, betreut und analysiert ihn. Auch die Beurteilung ist meine Aufgabe.

Ist das interessanter als Schiedsrichter zu sein?
Es ist zumindest angenehmer, weil man nicht mehr so viel laufen muss (lacht)! Aber man muss sich sehr konzentrieren, weil man im Anschluss an das Spiel in der Kabine die Analyse für den Schiedsrichter machen muss, die für ihn sehr wichtig ist.

Welche Wünsche und Pläne haben Sie persönlich für die Zukunft?
Als erstes wünsche mir Gesundheit und dass ich den Faschingsverein, den ich sehr, sehr liebe und der fast ein Kind von mir ist, in vernünftige Hände übergeben kann. Dass ich beim DFB noch einige Zeit als Funktionär arbeiten kann und dass es dann vielleicht ein bisschen ruhiger wird in meinem Leben. Es war bisher sehr ausgefüllt.

Wird es Ihnen dann nicht langweilig werden?
Das werden wir sehen. Die Tätigkeit als Funktionär nimmt mittlerweile auch sehr viel Zeit in Anspruch. Ich bin jede Woche irgendwo im süddeutschen Raum im Einsatz. Ich möchte auch weiterhin als Ratgeber der Schromlachia zur Seite stehen, aber ohne der Vorstandschaft zu viel dreinzureden, oder ein bisschen mithelfen, wo es gewünscht wird. Außerdem bin ich noch Vorstandsmitglied beim Bayerischen Fußballverband (1,5 Mio Mitglieder und 4.500 Vereine, 25 Vorstandsmitglieder) und kontrolliere die Finanzen des BFV.

Haben Sie Familie?
Zusammen mit meiner Lebensgefährtin Gertrud Heggenstaller habe ich eine 9-jährige Tochter, die Tabea. Sie ist heuer Kinderprinzessin. Das finde ich wunderbar, denn genau vor 30 Jahren war ich ja der erste Faschingsprinz.

Was wünschen Sie unseren Lesern?
Dass sie sich daran erinnern, dass man im Fasching sehr schöne Stunden erleben kann und sie diese auch auf den verschiedenen Faschingsveranstaltungen genießen und dass sie Zeit und Lust haben am Wochenende wieder einmal auf den Fußballplatz ihres Heimatvereins zu gehen.

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