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Fritz Goschenhofer - Stadtrat Neuburg und Kreisrat
Neuburg, 23.03.2019 - 10:05 Uhr
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Fritz Goschenhofer - Stadtrat Neuburg und Kreisrat

Persönliches: 1944 geboren, wohnhaft in Neuburg, verheiratet, Pensionär im Unruhestand, langjähriger Kreisrat, seit 1984 im Neuburger Stadtrat in unterschiedlichsten Positionen wie Fraktionsvorsitzender, Sportreferent, derzeit Werk- und Bäderreferent, in verschiedenen Ausschüssen auf Stadt- und Kreisebene tätig und seit 1983 Kreisvorsitzender des Bayerischen Landes Sportverband e.V.

Sie sind zwar kein gebürtiger Neuburger, aber einer, der aus vollem Herzen seine Heimatstadt liebt und sich dafür engagiert. Was hat Sie hierher geführt?
Als Wehrpflichtiger der Bundeswehr kam ich zum JG 74, das damals noch den Beinamen „Mölders" trug. Am 2. Weihnachtsfeiertag lernte ich meine Frau im Rödenhof kennen. Drei Jahre danach haben wir geheiratet.

Haben Sie Kinder?
Ja, zwei. Unsere Tochter ist als selbständige Ingenieurin im Energiebereich und als Gutachterin bzw. Beraterin dort tätig. Der Sohn ist ebenfalls als selbständiger Bauingenieur im Bauunterhalt/ Bauleitung unterwegs und derzeit mit der Entstehung von Aldi-Märkten im südbayerischen Raum betraut.

Wie sah Ihr beruflicher Lebensweg aus?
Der führte von Nördlingen nach Augsburg. Dort war ich bei der Bundesbahndirektion beschäftigt. Als dann 1970 bei der ehemaligen Bahnmeisterei eine technische Beamtenstelle frei wurde ließ ich mich versetzen und baute mein Haus in Feldkirchen. Seitdem bin ich hier.

Als Werk- und Bäderreferent der Stadt Neuburg sind Sie das Bindeglied zwischen Werkleitung und Stadtrat. In den letzten Jahren wurde ja sehr viel investiert, z.B. in das neue Gebäude der Stadtwerke; auch die beiden Bäder wurden renoviert und sind eine Attraktion für Neuburg.
Mit dem neuen Stadtwerkegebäude haben wir zeitgemäße Arbeitsplätze geschaffen. Alle Mitarbeiter fühlen sich dort wohl und kommen gerne zur Arbeit. Brandlbad und Parkbad haben überregionale Anziehungskraft. Tagtäglich sorgt sich dort ein vorbildlich geschultes Fachpersonal um jeden einzelnen Badegast. Trotz der hohen Kosten die uns der Betrieb jährlich verursacht sieht der Stadtrat aber seine Bäder als einen gesellschaftspolitischen Standortvorteil, den es auf alle Fälle zu erhalten gilt.

Die Neuburger Bäderpreise sind im Vergleich zu anderen sehr familienfreundlich.
Das sagen auch unsere Badegäste! Auf gezielte Fragen höre ich fast immer von den auswärtigen Besuchern, dass sie nicht nur wegen der Attraktivität unserer Bäder anreisen, sie kommen auch wegen der günstigen Gebühren. Wenn Eltern mit ihren Kindern zum Schwimmen gehen, sollte das Haushaltsbudget nicht übermäßig strapaziert sein, ansonsten bleibt man eher zuhause oder kommt nicht mehr so oft.

Welche Investitionen werden Sie hinsichtlich der Bäder in Zukunft machen (können)?
Zunächst einmal müssen wir alles am Laufen halten. Erneuerungen stehen nicht an. Instandhaltungsmaßnahmen haben höchste Priorität.

Wie sehen Sie als Stadtrat die Zukunft Neuburgs?
Wir haben eine lebendige, erfolgreiche und bezaubernde Stadt. Bei uns gibt es fast alles, was der Mensch zum Leben braucht. Wenn sich die finanzielle Seite wieder etwas normalisiert, werden wir auch wieder Projekte angehen, die bisher zurückgestellt waren. Ich denke da insbesondere an die dringende und längst überfällige Verkehrsberuhigung im Stadtbereich, an eine zweite Donaubrücke, an die Osttangente, eine Bezirksportanlage, an den Ostpark vielleicht auch eine Landesgartenschau. Es gibt noch viel zu tun.

Viele sind stolz darauf, dass Neuburg eventuell Austragungsort des Ryder Cups werden könnte. Aber es gibt auch Gegenwind.
Die meisten Mitbürgerinnen und Mitbürger würden sich freuen, wenn das weltgrößte Golfturnier nach Neuburg käme. Die ganze Welt könnte so erfahren, dass unsere Stadt gerne mit Freunden feiert. Natürlich gibt es immer wieder Menschen, die aus unterschiedlichsten Gemütsbewegungen heraus eine andere Ansicht vertreten. Ich will mich dazu aber nicht weiter äußern. Zum demokratischen Verständnis gehört nämlich auch andere Auffassungen zu respektieren.

Normalerweise muss man schon stolz auf die Ausrichtung eines so bekannten Sportevents sein, das den Namen Neuburg weltweit bekannt machen könnte.
Neuburg hat sich als nationaler Bewerber für den Ryder Cup 2018 durchsetzen können, weil viele an einem Strang zogen. Ich bin deshalb besoders stolz über das bisherige großartige Engagement. Besonders bin ich Oberbürgermeister Dr Bernhard Gmehling und Landrat Roland Weigert, der Regierung von Oberbayern, den politischen Vertretern aus dem Stadtrat und Kreistag sowie dem Wittelsbacher Ausgleichsfond und Wittelsbacher Golfclubs dankbar. Sie alle haben Hand in Hand gearbeitet und wesentlich dazu beigetragen, dass wir heute dort stehen, wo wir sind. Wenn nun zu diesem Sportereignis auch noch ein Leistungszentrum für Nachwuchsgolfer hinzukäme, hätte Neuburg für alle Zeiten ein Golfzentrum höchster Güte. Der Schiedsspruch dazu fällt im April.

Wie sehen Sie unsere Chancen?
Das kann derzeit niemand beantworten. Ich hoffe, dass wir gewinnen! Derzeit läuft landkreisweit eine Unterschriftenaktion „Pro Ryder Cup". Mehrere hundert Leute haben bei mir schon unterschrieben. Ziel ist, Mitte März 5000 Unterschriften zu haben. Wir wollen den solidarischen Nachweis erbringen, dass es mehr Befürworter gibt als Gegner. Sollte den Zuschlag doch noch ein anderes Land bekommen, geht die Welt für mich auch nicht unter. Schade wär`s aber trotzdem.

In der Nähe, auf einem neuen Industriegebiet, will sich auch Audi ansiedeln.
Audi ist die Krönung unserer gemeinsamen Ansiedlungsbemühungen. Jeder Neuburger kann sich heute schon darauf freuen wenn im kommenden Jahr das Fahr- und Präsentationsgelände gebaut wird. Hochwertigste Arbeitsplätze sind die Folge. Oberbürgermeister Dr. Gemehling, der Stadtrat und die gesamte Verwaltung haben Außerordentliches geleistet!

Was haben Sie noch auf dem Herzen? Wo sehen Sie noch V e r b e s s e r u n g s - möglichkeiten?
Ich bin eigentlich sehr zufrieden mit meiner Stadt. Natürlich gibt es Wünsche. Ich bin aber kein Freund besonders euphorischer Prognosen, weil es nämlich schwierig ist, fünf oder zehn Jahre in die Zukunft zu schauen. Der Stadtrat hat in den vergangenen Jahren die Weichen für eine gute Entwicklung gestellt. Wenn es nun noch gelingt, den Ryder Cup 2018 an Land zu ziehen, dann wird es auch zu einem Zuwachs im Tourismus kommen. Nicht nur die Stadt auch der Landkreis könnte profitieren.
Unser Projekt Abwärme-/Wärmeverbund Neuburg steht kurz vor dem offiziellen Startschuss. Geplant ist, bis zum Jahr 2017 insgesamt knapp 70 Kilometer Leitungen in Neuburg zu verlegen um damit rund 3500 Haushalte anzuschließen. Der Großteil der Energie kommt dann aus der industriellen Abwärme, die bisher ungenützt durch den Schornstein verpufft. Ich hoffe, dass uns der Bund nun endlich seine Förderzusage gibt. Für weitere Vorhaben sind uns angesichts der Finanzlage leider die Hände gebunden. Der Wunsch nach einer zweiten Donaubrücke ist ungebrochen.Planungsmittel sind im Haushalt eingestellt. Auch das Problem mit der Verkehrsanbindung ist nicht gelöst. Die dazu vorgesehene Trassenführung liegt größtenteils auf landwirtschaftlichem Grundbesitz. Aber die Bereitschaft zum Verkauf hält sich noch in Grenzen.

Zum Schluss, was möchten Sie unseren Lesern sagen?
Ich freue mich, dass es die brennessel gibt und Sie mich heute zu diesem Interview eingeladen haben.

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