Familienzuwachs geplant?
Waren zu Großelterns Zeiten Familien
mit acht bis 13 Sprösslingen keine Seltenheit, so ist heutzutage ein Leben mit
Kind oder Kindern längst nicht mehr etwas Selbstverständliches. Die eigene Karriere
hat oft Vorrang. Für diese Frauen kommt deshalb kein Kind in Frage oder nur
zu einem späteren Zeitpunkt. Doch wann passt ein Kind in die eigene Lebensplanung?
Reif genug?
Ist der innere Wunsch nach einem Kind da, sollte man ihm nachgeben. Das gilt
auch dann, wenn die äußeren Umstände wie Karriereabsichten nicht unbedingt dafür
sprechen. Der beste Zeitpunkt ist gekommen, wenn man im Beruf schon zwei, drei
Jahre Fuß gefasst hat. Dann fällt der Wiedereinstieg in den Job auch leichter
und man kann dann beides haben: Kind und Karriere.
Zu alt für ein Kind?
Theoretisch können Frauen auch mit 50 noch Mutter werden. Aber mit zunehmendem
Alter lässt die Fruchtbarkeit nach. Während 20-Jährige 2 Monate brauchen, bis
sie schwanger werden, sind es bei einer 40-Jährigen schon 2 Jahre. Die künstliche
Befruchtung ist kein Garantieschein: Denn nur jede 4. Frau wird dadurch schwanger.
Hält die Partnerschaft stand?
Steht die Beziehung bereits im Vorfeld auf eher wackligen Füßen und entscheidet
sich die Frau im Alleingang für ein Kind – gegen den Willen des Mannes -, wird
die Beziehung einem Härtetest ausgesetzt. Im Notfall muss die Frau ihr Kind
allein erziehen. In der Regel wachsen Mann und Frau in einer harmonischen Beziehung
schnell in ihre Elternrolle hinein. Theoretisches Wissen und konkrete Anleitungen
bieten ihnen eine gute Orientierung, so dass sie dem Druck durch Schlafentzug,
Babygeschrei oder das anfängliche Fehlen eines Rhythmusses gewachsen sind.
Saure Gurken mit Honig...
oder Kuchen mit Senf – die kulinarischen Vorlieben von Schwangeren können sehr
außergewöhnlich sein, sind jedoch auf die ersten Schwangerschaftswochen beschränkt.
Gegen die morgenliche Übelkeit hilft meist eine Scheibe Knäckebrot oder Zwieback
vor dem Aufstehen, bei Sodbrennen ein paar Mandeln oder Nüsse zwischendurch.
Wichtig ist eine vitamin- und mineralstoffreiche Kost, sowie reichlich Flüssigkeit
– ca. 1,5 – 2,5 l pro Tag und eine gesunde Lebensweise.
Alkohol...
z.B. führt in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft zu schweren Missbildungen
und niedrigen Intelligenzquotienten der Kinder. Die Gefahr einer Früh- oder
Fehlgeburt ist bei rauchenden Müttern erhöht. Ihre Kinder sind meist kleiner
und anfälliger für Krankheiten (Asthma, Neurodomitis, Krebs) und es besteht
ein Zusammenhang zum plötzlichen Kindstod. Auch Passivrauchen schädigt das Kind.
Wohlfühl-Programm
Viele Frauen fühlen sich während der Schwangerschaft müde und abgespannt, sie
fürchten sich vor Schwangerschaftsstreifen und erleben starke Stimmungsschwankungen.
Dabei vergessen sie, dass sie viel tun können, um gut für sich und ihr Baby
zu sorgen. Bereits in der Frühschwangerschaft sollte sich die werdende Mutti
an eine Hebamme ihres Vertrauens wenden. Sie ist Ansprechpartnerin für Fragen
rund um die Schwangerschaft und Geburt. Die Anmeldung zur Schwangerschaftsgymnastik
und Geburtsvorbereitung erfolgt idealerweise in der 16. – 20. Schwangerschaftswoche.
Auf dem persönlichem Wohlfühl-Programm einer werdenden Mutti, darf alles stehen,
was ihr Spaß macht und gut tut: z.B. eine Kosmetikbehandlung mit entspannender
Gesichtsmassage, ein neuer, pflegeleichter Haarschnitt, lange Spaziergänge,
eine Runde Schwimmen im Parkbad, Gymnastik, entspannende Bäder oder Saunabesuche,
entlastende Dessous, hübsche Umstandsmode usw.
Sexualität
Bei manchen Frauen verändert sich das leidenschaftliche Verlangen nicht, andere
wollen mehr Zärtlichkeit und manchmal rückt der Wunsch nach Sexualität ganz
in den Hintergrund. In einer normalen Schwangerschaft hat Sex keinen Einfluss
auf Verlauf und die Entwicklung des Babys. Lediglich in den letzten Wochen der
Schwangerschaft kann Sex Wehen auslösen.
Es geht los!
Die Schwangere sollte sich während der Wehen frei bewegen und ihre Geburtsposition
selbst wählen können. Ein großer Vorteil ist, wenn die werdende Mutter während
der Schwangerschaftsvorsorge und der Entbindung vom gleichen Personal/Hebamme
betreut werden kann. Viele zukünftige Papis begleiten ihre Partnerin in den
Kreißsaal. Da Komplikationen nie auszuschließen sind, ist es ideal, wenn es
in der Nähe – wie bei uns in Neuburg – eine Kinderstation gibt, die für Babynotfälle
ausgerüstet ist. Auf der Wochenstation sollte die junge Mutti ihren Tagesablauf
– Wecken, Essen, Besuche, Nachtruhe – möglichst selbst bestimmen können und
ihre Zeit im Krankenhaus genießen. Viele Kliniken arbeiten mit freien Hebammen
zusammen, die Mutter und Kind auf der Station und nach dem Verlassen der Klinik
weiter betreuen.
Endlich zu Hause
In den Monaten vor der Geburt haben die Eltern meist schon ein Plätzchen oder
ein Zimmer für ihren Nachwuchs liebevoll hergerichtet und mit Wiege, Wickeltisch,
Tragetasche, Badewanne, Babybekleidung und Spielsachen ausgestattet, sowie einen
Kinderwagen und das notwendige Zubehör wie Fläschchen und Pflegeutensilien besorgt.
Alltag neu organisieren
Besonders am Anfang erfordert die neue Familiensituation eine Neu-Organisation
des gesamten Lebens. Haushalt, Einkäufe, das Aufstehen in der Nacht oder ein
babyfreier Abend – alles will durchorganisiert und bis ins kleinste Detail geplant
sein. Hinzu kommt es, dass ein Baby durchaus für Stress und Probleme sorgen
kann, obwohl man sich vorher alles so schön ausgemalt hatte. Nicht ohne Grund
gehen die meisten Partnerschaften in den ersten drei Lebensjahren des Kindes
zu Bruch. Nehmen Sie sich deshalb auch bewusst Zeit für ihre Paar-Beziehung!
Und wenn es anfangs öfters ganz dicke kommt, dann denken Sie daran: Hier mussten
und müssen ALLE ELTERN durch!! Wir wünschen Ihnen und Ihrem Kind alles Gute!