brennessel Magazin Online - seit 1995
Kino: Das Leben des David Gale
Neuburg, 14.07.2020 - 23:02 Uhr
spacespacespace
men_links_top
men_left_bottom
men_links_top
Die Koepfe der Region exclusiv auf brennessel.com In kontinuierlich aktualisierten Nachrichtenquellen suchen
men_left_bottom
men_links_top
men_left_bottom
men_links_top

  werbung:

men_left_bottom

Kino: Das Leben des David Gale

Wie weit dürfen Menschen gehen um Ihre Überzeugungen durchzusetzten? Wie weit darf ein Staat gehen um seine "Gerechtigkeit" durchzusetzten? Ein Votum gegen pseudo gottgegebene Traditionen im mächtigsten Land der Welt.

David Gale ist Professor für Philosophie in Austin, Texas, er setzt sich aktiv gegen die Todesstrafe und deren Vollstreckung ein. Wie Gale am eigenen Leib erfährt, ist das eine nicht ungefährliche Position in besagtem Bundesstaat. Politiker benutzen seine Organisation "DeathWatch", eine fiktive Organisation gegen die Todesstrafe, als Beweis, dass die viele Jahrzehnte lang praktizierte "letzte Strafe" nicht nur gerecht, sondern auch sicher sei. Es gebe keine unschuldig Hingerichteten, weil genug Leute die betreffenden Fälle genauestens prüfen.

Durch eine Verkettung unglücklicher Zustände, Rachgelüsten und falschen Vorwürfen scheitert die Karriere des Dekans für Philosophie, David Gale überzeugend gespielt von Kevin Spacey. Schwere Vorwürfe werden gegen ihn erhoben. Er soll seine Bekannte und gute Freundin vergewaltigt und schließlich umgebracht haben.

Bereits mit "DR" für Death Row gemarkt und im Todestrakt eines texanischen Gefängnisses auf die Vollstreckung wartend, bringt er Kate Winslet (Titanic) als News-Magazin Journalistin Bitsey Bloom dazu, sich seines Falles noch einmal anzunehmen und neu aufzurollen. Bloom ahnt zwei Tage vor Dales Hinrichtung, dass der Professor unschuldig sein könnte. Für sie beginnt nun ein Wettlauf gegen die Zeit. Ob die engagierte Journalistin dieser Aufgabe gewachsen ist, und ob die Rettung in letzter Sekunde klappt, sollte jeder Kinofreund selbst herausfinden.

Schwache Nerven seien aber gewarnt, es geht zwar jugendfrei (FSK: 12 Jahre), aber dennoch nicht gemütsschonend zu. Sozusagen "den Tod vor Augen" sucht der Zuschauer mit der Hauptperson nach einer Lücke, einem nicht entdeckten Hinweis auf Gales Unschuld. Und nur sehr Gewiefte kommen schon während des Filmes auf die Auflösung... Wer "Dead Men Walking" nicht verkraftet hat, bekommt mit diesem nur geringfügig harmloseren Film noch einmal die Chance sich dem schwierigen Thema Todesstrafe cineastisch zu nähern. Wer keine Zeit hat über den Film nachzudenken, oder seichte Unterhaltung erwartet sollte seinen Kinoabend woanders verbringen.

Das Drehbuch zum Film nahm einige Umwege bevor er in der Kamera von Alan Parker und Nicolas Cage landete. Immerwieder hin und her gereicht und redigiert landete er endlich auf dem Tisch des Briten Parker, der bekannt ist für seinen Sinn für die tiefergehenden Themen und mit "Das Leben des David Gale" wahrlich einen mitnehmenden Streifen gedreht hat.

Spacey spielt beinahe wie gewohnt brillant den eher verschlossenen Intellektuellen, der mit seinem Wissen gerne Hinterm Berg hält und geheimnisvoll wirken möchte.Man fragt sich fast, ob er privat auch so ist oder einfach nur gut darstellt...
Kate Winslet beweist uns, dass sie nicht nur am Bug von großen Schiffen Ihre Nase in den Wind halten kann, sondern auch texanischen Regenstürmen standhält und -ein wenig wie Scully aus
Akte-X- Personen mit kritischem Aufklärungsdrang mimen kann.
Der Film hätte auf jeden das Potential zum echten Geheimtipp werden zu können.

Regie: Alan Parker,
Buch: Charles Randolph
Kevin Spacey, Kate Winslet, Laura Linney

Kinostart: 13.03.2003
Website zum Film: UIP.de

Rezension: Gerhard Schoder

men_right_top
men_right_bottom
men_right_top
 

Umfrage:

 
Coronavirus?

 Natürlicher Ursprung
 Biowaffe
 Panikmacher


men_right_bottom
men_right_top
men_right_bottom
men_right_top

Linkempfehlungen:

men_right_bottom
men_right_top

Spruch des Moments:


men_right_bottom
men_right_top

men_right_bottom
 

Kino: Das Leben des David Gale.

zurück nach oben

 
copyright (c) 1998-2020 texte&bilder&informationen ausser eigens vermerkt: brennessel magazin, neuburg | Datenschutzerklärung