Osterhase, Ostereier, Osterfeuer, Osterzeit
Die Bräuche zu Ostern.
Ostern ist, trotz vieler Bemühungen, die Auferstehung Christi auf ein bestimmtes Datum festzulegen, noch immer ein bewegliches
Fest. Das Konzil von Nicäa im Jahre 325 setzte fest, dass Ostern stets auf den ersten Sonntag nach dem ersten Frühjahrsvollmond
fallen solle. Also am 27. März ist es soweit.
Der Osterhase ist heute als österlicher Eierbringer bekannt. Erste Belege für den Osterhasen aus dem Jahre 1678 sind von G. Frank
von Franckenau, einem Medizinprofessor aus Heidelberg überliefert. Vor über 300 Jahren ist der Brauch im Elsaß, in der Pfalz
und am Oberrhein enstanden. In der Gegenwart kommt der Osterhase in vielfältigen Erscheinungen vor. Es gibt ihn in der heutigen Zeit
als lebenden Hasen, als Schokoladenhasen in allen Formen, als Marzipanhasen, als Hasenkuchen und in Büchern, die gerne zu Ostern verschenkt
werden.
Die Ursprünge des Ostereies reichen sehr weit zurück. In den meisten alten Kulturen sahen die Menschen das Ei als Symbol des Lebens,
der Fruchtbarkeit und auch der Reinkarnation ihrer Götter an. Eier sollen schon bei den Frühlingsfesten im alten Ägypten,
Persien, Griechenland und Rom gefärbt und gegessen worden sein. Heute färben wir sie kunterbunt, hängen sie an Zweige, legen
sie weltweit als Geschenk in Osternester.
Wenn auf den Philippinen am Ostermorgen die Kirchenglocken läuten, fassen die Eltern ihre kleinen Kinder beim Kopf und heben Sie hoch.
Sie glauben,dadurch würden diese größer werden.
Schon in aller Frühe beginnt die Familie den Feiertag zu begehen, indem sie vor Tagesanbruch aufsteht, um die aufgehende Sonne mit Ehrfurcht
zu begrüßen. Die Kinder tragen die besten neuen Kleider einschließlich einer neuen Haube. Die Neueinkleidung zu Ostern entwickelte
sich, weil es als unhöflich und damit als unglückbringend angesehen wurde, wenn man die skandinavische Frühlingsgöttin
in irgend etwas anderem als einem neuen Gewand begrüßte, denn die Göttin schenkte der Erde ein solches.
In der Osternacht wird das Taufwasser fürs ganzes Jahr geweiht. Es soll vor Unheil und Krankheit schützen. Einen ähnlichen
Brauch gibt es im Hart. Noch heute schöpfen dort junge Mädchen am frühen Morgen Wasser aus den Bächen. Wer es trinkt,
bleibt das ganze Jahr gesund und schön. Leider muss man auf dem Weg zum Bach schweigen - sonst wirkt der Zauber nicht!
Mit einen Wort: Feiern Sie mit uns! Es macht einfach Spass, die Wohnung zu schmücken, alte Bräuche zu entdecken und mal wieder
Zeit für die Familie zu haben! Ein frohes Osterfest!