Neuburger Volkstheater: “Gaismair”
Historisches Theaterstück
“Gaismair” ist ein Beitrag des Neuburger Volkstheaters zum Jubiläumsjahr 2005. Das Stück spielt zur
Zeit Ottheinrichs und wird in 21 Bildern dargestellt. Die Premiere fand um 27. März 2005 im Stadttheater statt. Weitere Aufführungen
sind am 1., 2., 9., 15. und 16. April jeweils um 20 Uhr im Neuburger Stadttheater.
Zum Inhalt: Michael Gaismair wurde 1490 in Tschöfs bei Sterzing geboren. Am 10. Mai 1525 stellte er sich an die Spitze des Bauernaufstandes
und wurde am 13. Mai zum Geldobristen gewählt. Er wollte nichts anderes, als mehr Gerechtigkeit für die Bürger und Bauern,
weniger Macht für den Adel und die Geistlichkeit, das Wort Gottes sollte Grundlage aller Gesetze sein. Leider musste Gaismair erleben,
dass die Fürsten ihr Wort nicht hielten, an Verhandlungen waren sie nicht interessiert.
In dieser Zeit wurde er vom Reformer zum Revolutionär. Er sah nur noch eine Möglichkeit: den bewaffneten Kampf. Er floh schließlich
in die Schweiz, stand mit seinem Heerhaufen 1527 in der Toskana und bald darauf in Umbrien. Später verdingte er sich als Söldnerführer
in Venedig. Im Morgengrauen des 15. April 1532 wurde Gaismair in Padua von einem befreundeten Pferdehändler und dessen Gehilfen, gedungenen
Mördern, feige überfallen und mit 42 Hieben und Stichen ermordet. Felix Mitterer, der bekannte und mit mehreren Preisen (z.B. Ernst-Toller-Preis)
ausgezeichnete Tiroler Schauspieler und Autor, schildert Aufstieg und Fall des Michael Gaismair.