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Ehrung für Ehrenamtliche |
Neuburg, 22.05.2012 - 04:49 Uhr
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Ehrung für EhrenamtlicheSie bilden oft das Rückgrat für ein gut funktionierendes Gemeindeleben. Ihre Arbeit ist nicht immer spektakulär, aber ohne ihren Einsatz wäre die Gesellschaft oder das Vereinsleben ein Stück ärmer. Um die Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit zu unterstreichen, zeichnet der Bayerische Ministerpräsident jedes Jahr verschiedene Ehrenamtliche aus. Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen wurden 2005 zwölf Personen für ihren persönlichen Einsatz und damit ihre herausragenden Leistungen mit dem Ehrenzeichen gewürdigt. Es sind:
Das Wirken der Ehrenamtlichen vollzieht sich oft eher im Stillen und nicht so sehr im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Deshalb möchten wir stellvertretend für alle Geehrten Gerhard Hausmann aus Königsmoos unseren Lesern einmal vorstellen:
1. Vorsitzender der Reservistenkameradschaft in NeuburgHerr Hausmann, weshalb haben Sie das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten erhalten?Meine Kameraden haben es beantragt, weil ich mich seit sehr, sehr langer Zeit ehrenamtlich als Vorstand betätige, diverse Veranstaltungen organisiere und dadurch den Zusammenhalt gewährleiste. Was ist und macht eine Reservistenkameradschaft?Wir kümmern uns um ehemalige Bundeswehrreservisten oder auch um Mitglieder die gedient haben. Unter unseren 240 Mitgliedern sind Leute, die nach ihrem 2-jährigen Bundeswehrdienst ausgeschieden sind, aber auch Zeitsoldaten, die 12 Jahre dabei waren oder Berufssoldaten, die zwischen 50 + 60 Jahren in Pension gingen. Der jüngste Reservist ist 20, der älteste knapp 80. Die meisten kommen aus dem Landkreis; es sind aber auch ehemalige aktive Soldaten vom Jagdgeschwader 74 dabei, die nach ihrer Dienstzeit nach München, Würzburg etc. umgezogen sind. Welchen Aktivitäten gehen Sie nach?Wir haben regelmäßige Zusammenkünfte, teilweise zum gemütlichen Beisammensein, aber auch Vorträge über die Hans-Seidel-Stiftung, sowie Weiterbildungsmaßnahmen, damit wir die Kameraden immer auf dem neuesten Stand halten können. Wir gehen auch in den Schießsimulator beim JG 74 und haben die Möglichkeit zum Schießen auf Bundeswehrplätzen wie z.B. in Wettstetten, um die Schießausbildungen weiterzuführen, denn sehr viele aus unserer Kameradschaft werden zu Reservistenübungen eingezogen. Dann pflegen wir noch ein Soldatengrab, das auf der Strecke nach Eichstätt liegt, nehmen regelmäßig an überregionalen Veranstaltungen teil, also auch an Militärpatrouillen, was aber alles mit dem Bereich der Reservisten zu tun hat. Wir haben auch Kontakt zu anderen Reservistenkameradschaften z.B. mit der RK in Bad Segeberg: Wir fahren hoch, wenn sie eine Militärpatrouille oder ein Schießen haben oder zum traditionellen Grünkohl-Essen und sie kommen zum Schlossfest nach Neuburg oder jetzt zum 22. Wintermarsch, den wir organisieren. Wie muss man sich diesen Wintermarsch vorstellen? 30 km Fußmarsch mit Sturmgepäck im Schnee?Nein, da gilt es eine 18 km lange Strecke mit 10 Stationen zu absolvieren, wie z.B. Gelände erkunden, Entfernung schätzen usw. Die Freiwillige Feuerwehr Neuburg, das Rote Kreuz, Wasserwacht und THW übernehmen jeweils eine Station, die anderen machen wir. Vier bis fünf Monate vorher müssen wir schon mit der Planung beginnen, denn es nehmen immerhin 100 – 120 Leute an diesem Wettbewerb teil. Für die ersten drei platzierten Mannschaften gibt es Pokale, sowie zwei Wanderpokale. In welchem Verband sind Sie integriert?Wir gehören zu Oberbayern-Nord. Dieser reicht von Rain am Lech bis Beilngries und von Ingolstadt bis München. In Ingolstadt ist die Organisationsleitung mit Büro, ein Feldwebel der Reserve, der die Verbindung zwischen Reservisten und Bundeswehr hält. Wenn wir also ein offizielles Schießen durchführen, obliegt diesem die ganze Organisation des Militärischen, die Abstimmung mit dem Landratsamt, der Naturschutzbehörde usw. Wir dürfen z.B. beim Wintermarsch auch mit Motor-Schlauchbooten auf der Donau fahren, was sonst ja nicht gestattet ist. Wir setzen auf der Donau über, haben also Pioniere und drei große Boote mit dabei. Das alles wird in den Vorstandssitzungen geplant. Für den gesellschaftlichen Teil haben wir jeden 2. Freitag im Monat einen Reservistenabend, sowie einmal im Monat einen Sonntagsfrühschoppen im Vereinsheim in der Lassignykaserne in Neuburg. Wer Interesse hat, unserer Kameradschaft beizutreten, kann sich natürlich jederzeit an mich wenden unter Tel. 08433/444.  |
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