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Maler Wolfgang Eberlein (1944 - 2005)
Neuburg, 13.07.2020 - 03:10 Uhr
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Maler Wolfgang Eberlein (1944 - 2005)

Wolfgang Eberlein wurde am 13.4.1944 in Schrobenhausen geboren. Ab der Pubertät änderte sich sein Verhalten radikal. Seine Lebenseinstellung wurde zunehmend schwermütiger und kritischer. Ab dieser Zeit war einer seiner Lieblingsschriftsteller Franz Kafka, dessen literarische Arbeit viel mit Angst und der Doppelsinnigkeit des Daseins zu tun hat und dies oft mit skurrilen Bildern zum Ausdruck bringt.

Im Alter von ca. 16 Jahren beginnt Eberlein sein künstlerisches Werk mit großformatigen, ungeheuer dichten Federzeichnungen, in dem sein immer stärker werdendes Misstrauen und seine verzweifelte Kritik an den bestehenden Verhältnissen (oft mit Bezug auf Ereignisse in Schrobenhausen) vehement aus ihm herausbricht. 1965 beginnt er eine Lehre als Holzbildhauer, die er 1967 wieder abbricht. 1968 bekommt er einen Platz in der Malklasse von Rudi Tröger an der Akademie für Bildende Künste in München. Der einfühlsame Umgang seines Lehrers mit seinem Schüler Wolfgang und die Kontakte mit den Studenten/innen führte zu einer sehr produktiven Schaffensphase. Er schloss sein Studium 1974 mit dem Diplom ab und lebte und arbeitete von nun an als freischaffender Künstler im Elternhaus in Schrobenhausen.

Sein künstlerischer Arbeitsprozess war in dieser Zeit von hoher Intensität gekennzeichnet. Dichtgefüllte Skizzenbücher mit tausenden von Zeichnungen kennzeichnen die unaufhörliche Auseinandersetzung mit thematischen, fomralen, technischen und farbigen Gestaltungsideen. Aus diesem unerschöpflichen Fundus thematischer Vorüberlegungen entwickelte Wolfgang Eberlein etüdenhaft wirkende Variationen von Gouachen, Aquarellen und in Mischtechnik gestaltete Arbeiten, später immer häufiger Kleinplastiken aus Holz und Stein.

In einem dritten Arbeitsprozess nahm er Einzelergebnisse heraus und bearbeitete sie in größeren bis großformatigen Ölgemälden. Es entstanden Bilder von hohem künstlerischen Niveau in denen surrealistische, futuristisch-kubistische, auch orphistische Stilelemente anklingen. An seinen Arbeiten sind drei grundsätzlich verschiedene Themenstränge festzustellen: fiktive Landschaften/Außenwelten in hochsensiblen Farbstimmungen gemalt - ungeheuer differenzierte, bühnenartig konstruierte Innenräume - später krankheitsbedingt nur noch in Form von Skizzen, Guachen und Aquarellen. In dieser Phase entstehen in einer dritten Gestaltungsebene Kleinplastiken und Objekte, die aussehen als wären sie aus seinen geometrisch-konstruktiven Bildern entwichen, sowie seine lang geheim gehaltenen Erotikas: Penisse und Vaginen formal als auch ornamental zu kunstvollen Objekten umfunktioniert.

 

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