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Daniela Hofmann - INTEGRA Soziale Dienste gGmbH
Neuburg, 23.03.2019 - 09:49 Uhr
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Daniela Hofmann - INTEGRA Soziale Dienste gGmbH

Integra Soziale Dienste ist eine gemeinnützige Gesellschaft unter privater Trägerschaft. Wir wollen chronisch sucht- und psychischkranken Menschen unbürokratisch und kompetent unter Berücksichtigung ihrer persönlichen Situation und ihren individuellen Möglichkeiten ein menschenwürdiges Leben ermöglichen.

Winfried BuchhartUnd wie geschieht das?
Wir haben dafür verschiedene Bereiche wie „Intensiv betreutes Einzelwohnen“, d.h. wir betreuen sucht- und psychisch kranke Menschen in ihrer gewohnten Lebensumgebung, also in ihrer eigenen Wohnung. Darüber hinaus haben wir sechs „Therapeutische Wohngemeinschaften“, in denen unsere Klienten leben und von pädagogischen Fachkräften unterstützt werden. In unserer Zuverdienst- und Integrationsfirma bieten wir diesen Menschen eine sinnvolle Beschäftigung und Arbeit.

Wie ist die Idee dazu entstanden?
Die Geschäftsleiter der Integra waren viele Jahre als Heimleiter und Berufsbetreuer tätig und hatten auch sehr viel mit psychisch und chronisch Suchtkranken zu tun. Dabei stellten sie fest, dass es für diesen Personenkreis in der Region 10 wenig aufsuchende Hilfen und Unterstützung gab. Deshalb wurde in Zusammenarbeit mit dem psychiatrischen Netzwerk im Jahr 2000 die Idee zu Integra entwickelt und umgesetzt.

Wie viele Leute betreuen Sie?
Wir betreuen in unseren verschiedenen Bereichen über 200 Menschen und beschäftigen dafür rund 50 Fachkräfte wie Sozialpädagogen, Heilerziehungspfleger, Krankenpfleger und weitere „Spezialisten“.

Wie alt sind Ihre Klienten?
Zwischen 18 – 80 Jahre! Wir haben sehr junge Menschen, aber auch Senioren. Der Schnitt liegt bei Mitte 40.

Sind diese Menschen später wieder in das gesellschaftliche Leben integrierbar oder bleiben sie ihr ganzes Leben bei Ihnen?
Das ist sehr individuell, denn jeder Mensch ist ein Einzelfall und hat seine eigene Geschichte. Und wir haben immer wieder Klienten, die es schaffen, ein suchtmittelfreies, eigenständiges Leben zu führen.

Können Sie uns an einem Beispiel schildern, wie das Ganze abläuft?
Eine schwer alkoholabhängige Person macht eine Entgiftung und eine Therapie. Der nächste Schritt könnte eine betreute Wohngemeinschaft sein, um den Alltag wieder ohne Alkohol in einer Gemeinschaft zu erleben. Wenn diese Person wieder weitgehendst stabil ist, sich aber ein Leben alleine noch nicht zutraut, dann würde sie über das betreute Einzelwohnen stundenweise weiter therapeutisch begleitet werden, bis sie so gefestigt ist, um völlig eigenständig leben zu können. Diese Erfolgsgeschichten gibt es durchaus. Auch im Bereich Arbeit. Unsere Zuverdienst- und Integrationsfirma hat sich als einer der wichtigsten Bereiche etabliert, denn durch die Arbeit wird Menschen der Wert in der Gesellschaft offenbart. Sie fühlen sich wichtig (und sind es auch!), sind integriert, haben eine Tagesstruktur und können ihr Leben wieder neu ordnen, auch ohne Alkohol. Wir haben Personen, die sich über das stundenweise Arbeiten wieder in der Lage sehen - und es auch schaffen - in der freien Wirtschaft tätig zu sein.

Welche Arbeiten verrichten Ihre Patienten?
Wir haben sehr viele unterschiedliche Zuverdienst- und Integrations-Arbeitsplätze in den Bereichen Montage, Hauswirtschaft, Näherei, Umzugshilfe, Wohnungsauflösung, Malertrupps, Cafe, Secondhand-Läden, sogar eine Gärtnerei in Neustetten, wo Gemüse angebaut und z.B. an das Krankenhaus in Neuburg/D. geliefert wird oder man im Sommer regelmäßig bunte Gemüsekisten bestellen kann.

Der Hauptsitz von Integra ist in Gaimersheim. Sie sind jedoch auch in anderen Städten in unserer Region vertreten?
Lediglich unsere Zentrale ist in Gaimersheim. Therapeutische Wohngemeinschaften, Betreutes Wohnen und Zuverdienst-Arbeitsplätze bieten wir wohnortsnah im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, Eichstätt, Pfaffenhofen und in Ingolstadt an. In Neuburg gibt es eine betreute Wohngemeinschaft in der Theresienstraße und die „Chiceria“, unser multi-funktionales Cafe in der Luitpoldstr. B180. Dort arbeiten mit Unterstützung einer Heilerziehungspflegerin Klienten im Bereich Cafe und Küche. Außerdem gibt es dort eine Kunst & Krempel-Abteilung, einen Secondhand-Laden und Dekorationsartikel. Wir bügeln auch Wäsche für Kunden, machen Wohnungsräumungen, Umzüge, Malerarbeiten usw. Man kann eine Vielzahl von Dienstleistungen bei uns buchen. Weitere Infos unter www.integra-ggmbh.net (Unsere Homepage wird derzeit neu aufbereitet und aktualisiert, aber unsere Kontaktdaten sind dort zu finden)

Wie finanzieren sich diese Dienstleistungen?
Die Bereiche, in denen wir mit sucht- und psychisch Kranken arbeiten, werden vom Bezirk Oberbayern finanziert. Für die Bezahlung der Löhne der Klienten, die in der Zuverdienst- und Integrationsfirma beschäftigt werden, sind wir auf Aufträge aus der freien Wirtschaft angewiesen.

Dann können Sie wohl zusätzliche finanzielle Unterstützung brauchen?
Ja, wir freuen uns sehr über Spenden und sind auch spendenberechtigt. Was wir auch sehr gerne annehmen, sind höherwertige Kleiderspenden und Sachspenden für unsere Kunst & Krempel-Abteilung. Denn unsere „chicen“ Secondhand-Läden werden ausschließlich über private Spenden bestückt. Die "Chiceria" in der Neuburger Luitpoldstraße ist von Dienstag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 14 Uhr geöffnet. Dort können die Sachspenden direkt abgegeben werden.

Welche neuen Projekte sind in der Zukunft geplant?
Eigentlich dachten wir, das Jahr 2009 dient zum Durchatmen nach dem Motto „Qualität sichern und leben“, nachdem in den letzten Jahren viele neue Konzepte umgesetzt wurden.
Da unsere Montageräume in Gaimersheim jedoch zu klein geworden sind und wir auch in der Neuburger Region näher an den Klienten sein wollen, eröffnen wir in Bergheim eine neue Werkstatt mit den Schwerpunkten Industriemontage, Holz und Metall. Des Weiteren hängt natürlich auch sehr viel von der finanziellen Unterstützung durch den Bezirk Oberbayern ab. Wenn dort festgestellt wird, dass Bedarf für weitere therapeutische Maßnahmen besteht und dies finanziert wird, freuen wir uns natürlich über ein weiteres Wachstum zur optimalen Versorgung unseres anvertrauten Personenkreises.

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