Kosmopolitisch: Die "Metropolis" von Audemars Piguet
Im
Grunde genommen sind Uhren mit immerwährendem Kalender ohne die traditionelle
Mondphasenanzeige nur schwer vorstellbar. Diese astronomische Zusatzfunktion
verleiht dem Zifferblatt Ausgewogenheit und zugleich eine faszinierende Attitüde.
Wirklich benötigt wird der
schrittweise durch ein kleines Fenster wandernde Erdtrabant hingegen nur von
den wenigsten Zeitgenossen. Diesen Sachverhalt hat Audemars Piguet bei der neuen
“Metropolis” Rechnung getragen. Die außergewöhnliche Armbanduhr mit dem ultraflachen
Automatikkaliber 2120, dessen Rotor sich auf vier Rubinrollen dreht, verfügt
über das bekannte, seit vielen Jahren bewährte Kalendarium mit analoger Indikation
von Datum, Wochentag, Monat und Schaltjahreszyklus.
Kompetenz in Sachen ewiger Kalender fürs Handgelenk besitzt die Manufaktur aus
dem Vallee de Joux übrigens schon seit 1950. Damals brachte sie ihre ersten
Handaufzugsmodelle dieses Genres auf den Markt. In ausgesprochen exklusiver
Mini-Auflage, dafür jedoch gleich in zwei unterschiedlichen Ausführungen. Bei
der “Metropolis” hat Audemars Piguet ganz bewusst auf den Mond bei der “6” verzichtet.
Allerdings nicht ersatzlos. An seine Position ist eine innovative Weltzeitindikation
getreten. Sie stellt die Lokalzeit in 24 Zeitzonen-Hauptstädten unseres Globus
dar.Die gleichermaßen hilfreiche wie praktische Anzeige besteht aus zwei Elementen:
einem festen Außenkreis mit gravierten Städtenamen sowie einer 24-Stunden-Scheibe,
welche sich - vom Uhrwerk angetrieben - einmal täglich um ihre Achse dreht.
Zur leichteren optischen Unterscheidung sind die Nachtstunden blau gestaltet.
Mit Hilfe eines Drückers bei der “4” kann diese Indikation zum Beispiel bei
Reisen oder Ferngesprächen über die Zeitzonengrenzen hinweg individuell eingestellt
werden. Trotz seiner beträchtlichen Komplexität misst das feine Uhrwerk in der
Höhe nicht mehr als 4 mm. Seine Unruh vollzieht pro Stunde eher gemächliche
19.800 Halbschwingungen. Die Uhrmacher fügen es aus 423 sorgfältig finissierten
Komponenten zusammen. Und dazu gehören nicht weniger als 42 Steine. Preis: ca.
60.332,-- Euro