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Kunstausstellung im Pflegschloß
Neuburg, 22.09.2020 - 06:37 Uhr
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Kunstausstellung im Pflegschloß

Welch’ ein Gefühl, von Millionen-Werte umgeben, ein Warhol hier, ein Lenbach da, ein Beuys in der Ecke...

Wann hat man schon einmal die Möglichkeit, bei uns auf der Provinz der großen Malerei der Welt zu begegnen? Die Antwort ist ganz einfach – JEDER! Denn ab dem 4.4.04 um 14 Uhr ist es soweit. Es beginnt eine Ausstellung, die in der Region bis zum heutigen Tage ihresgleichen sucht... Lassen Sie sich diesen Leckerbissen nicht entgehen – eine Reise durch die Kunstmalerei. Claudia Freitag-Mayr, ihres Zeichens Museumsleiterin zu Schrobenhausen, und oftmals Einzelkämpferin, hat die große Ehre, alle dieser Werke mit eigenen Händen auszupacken und den richtigen Platz im Pflegschloss zur Ausstellung zu finden... – und wie gesagt, hier dabei zu sein, ist ein Blick in die große weite Welt der Kunst!!!

Sonderausstellung im Museum im Pflegschloss in Schrobenhausen

„... die ganze moderne Kunst über den Haufen zu werfen“ Franz von Lenbach und die Kunst heute

Franz von Lenbach berühmtester Portraitist der Gründerzeit, begann seine Malerei zunächst mit der Wiedergabe seiner heimatlichen Umgebung (Landschaften, Tierstücke, Charakterstudien). Bald aber brach er mit seinen Anfängen, schulte sich durch Kopieren am Stil der alten Meister und entwickelte schließlich das Portrait im Stilkostüm. Der Anschein von Altmeisterlichkeit, den Lenbach seinen Bildnissen verlieh, suggerierte den Dargestellten den Eindruck zeitloser individueller Würde und Bedeutung. Damit und mit seiner repräsentativen Lebenshaltung übte Franz von Lenbach in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung des Münchner Kunstlebens aus.

Am 6. Mai 2004 jährt sich der Todestag Franz von Lenbachs zum 100. Mal. Aus diesem Anlass zeigt die Stadt Schrobenhausen im Museum im Pflegschloss die Sonderausstellung „Franz von Lenbach und die Kunst heute“, die vom Museum Morsbroich, Leverkusen übernommen wird (Konzept von Dr. Gerhard Finckh, Direktor Museum Morsbroich). Die Ausstellung konfrontiert Bilder Lenbachs mit Werken der Kunst aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Unter dem Aspekt „wie gehen die Künstler 100 Jahre nach Lenbach mit den verschiedenen Bildgattungen um“, zeigt die Ausstellung in 16 Kapiteln den Wandel, aber auch die Kontinuität in der Kunstauffassung. Lenbachs Bildern sind Arbeiten der Künstler Joseph Beuys, Georg Baselitz, Tracy Moffat, Gerhard Richter, Thomas Struth, Andy Warhol, Rineke Dijekstra, Matthew Barney, Richard Prince, Kevin Clarke u.a. gegenübergestellt.

Gegliedert ist die Schau in 16 Kapitel mit folgenden Themen:

  • Landschaft
  • Idylle
  • Reiselust und Fernweh
  • Stilleben
  • Portrait berühmter Personen
  • Otto Fürst von Bismarck
  • Selbstportrait
  • Portraits von Kindern und Jugendlichen
  • Mutter und Kind
  • Familienportrait
  • Historisierende Kostümierung und Rollen-Portrait
  • Akt
  • Portraitskizzen
  • Capriccio
  • Malerei und Fotografie
  • Sammler – Bauherr – Raumgestalter

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts repräsentierte Franz von Lenbach noch einmal den Typus des hoch angesehenen Malers. Wie ein ungekrönter König beherrschte Lenbach das künstlerische und kulturpolitische Leben in München. Klug, ehrgeizig, eigenwillig und voller Willkür, duldete er keine Widersprüche und residierte einem Fürsten gleich in seiner Villa an der Luisenstraße. Seine Stellung in der Malerei seiner Zeit war zwar abhängig von seinen Auftraggebern, doch konnte er den Vertretern aus Hochadel, Kultur und Wirtschaft durch seine Bildnisse ein gewisses Kunstverständnis vermitteln.

Biographie Franz von Lenbachs

  • 1836 am 13. Dezember in Schrobenhausen geboren
  • 1842 Einschulung in die Werktagsschule in Schrobenhausen
  • 1848 30. Oktober Eintritt in die Kgl. Landwirtschafts- und Gewerbeschule Landshut
  • 1851 Beginn einer Maurerlehre im väterlichen Betrieb
  • 1852 Abschluss der Lehre und Aufnahme in die Polytechnische Schule in Augsburg
  • 1854 Beginn seiner Studien an der Kgl. Akademie der Bildenden Künste in München
  • 1855/56 Lenbach verbringt die meiste Zeit in Aresing und Schrobenhausen bei seinem
  • Freund und Lehrer Johann Baptist Hofner
  • 1857 Aufnahme in die „Mal- und Componierklasse“ bei Carl von Piloty
  • 1858 Verkauf seines Bildes „Landleute vor einer Kapelle“ und erste Romreise
  • 1859 Reise nach Paris
  • 1860 „Der Titusbogen in Rom“ und „Hirtenknabe“
  • 1860/62 Lehrtätigkeit an der neu gegründeten Kunstschule in Weimar
  • 1863 Aufenthalt in München
  • 1863/66 zweite Romreise, im Auftrag von Graf Schack Kopien alter Meister
  • 1867 Goldmedaille auf der Pariser Weltausstellung für seine dort präsentierten Bilder
  • 1869 Goldmedaille bei der Internationalen Kunstausstellung im Münchner Glaspalast
  • 1870/76 wechselnde Aufenthalte in München und Wien
  • 1879 erstes offizielles Bildnis von Fürst von Bismarck und Wahl zum Präsidenten derKünstlervereinigung „Allotria“
  • 1883/87 Wohnung und Atelier im Palazzo Borghese in Rom; in den Sommermonaten in München
  • 1887 1. Ehe mit Magdalena von Moltke, die 1896 geschieden wird
  • 1888 Einzug in die Villa an der Luisenstraße (nach Plänen von Gabriel von Seidl)
  • 1892 Geburt seiner ersten Tochter Marion
  • 1895 Geburt der zweiten Tochter Erika
  • 1896 2. Ehe mit Charlotte von Hornstein und Wahl zum 1. Vorsitzenden der Münchner Künstlergenossenschaft
  • 1897 Besuch seiner Geburtsstadt und seines Jugendfreundes Johann B. Hofner
  • 1899 Geburt seiner 3. Tochter Gabriele, die er sehr häufig malte
  • 1902 erste ernsthafte gesundheitliche Probleme
  • 1903 Grundsteinlegung zu seinem Haus am Starnberger See (nach Plänen von Gabriel von Seidl )
  • 1904 am 4. Mai stirbt Lenbach in seiner Villa in München

In unmittelbarer Nähe zum Museum im Pflegschloss, in dem die Sonderausstellung gezeigt wird, befindet sich das Geburtshaus des Künstlers, das Lenbachmuseum. Zu sehen sind neben frühen Arbeiten, Skizzen und Gemälden von Franz von Lenbach eine Reihe von Gemälde seines Jugendfreundes Johann Baptist Hofner (1832-1913).

 

 

Dauer der Ausstellung : 4. April 2004 – 13. Juni 2004

Öffnungszeiten :
März/April: Mi, Sa, So 14 – 16 Uhr
Mai / Juni: Mo – So 10 – 17 Uhr

Vor Lenbach hatte der 100 Jahre ältere Anton Graff eine vergleichbare Geltung als Bildnismaler.

 

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Kunstausstellung im Pflegschloß.

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