Staatsgalerie Flämische Barockmalerei
Ab 21. April ist im Neuburger Schloss eine Filialgalerie der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen mit ca. 140 Gemälden ausschließlich mit flämischer Barockmalerei zu sehen.
Der außerordentliche Reichtum in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen wird vor allem zwei leidenschaftlichen Sammlern aus dem
Hause Wittelsbach Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts verdankt: Kurfürst Max Emanuel von Bayern in München und Kurfürst
Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg in Düsseldorf. Bereits dessen Großvater Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg hatte Altarbilder
für die Hofkirche in Neuburg bei Rubens direkt bestellt, das „Große Jüngste Gericht“ für den Hauptaltar
sowie für die Seitenaltäre „Anbetung der Hirten“ und „Ausgießung des Hl. Geistes“.
So entstand schon vor langer Zeit der Plan, die beiden wichtigen Rubens-Bilder in dem Ort ihrer ursprünglichen Aufstellung wieder öffentlich
zugänglich zu machen. Diese 1620 nach Neuburg gelieferten Bilder werden im Zentrum der Neuburger Galerie stehen. Neben ihnen gehören
noch sechs weitere Gemälde von Rubens und seiner Werkstatt zu der Auswahl für Neuburg. Auch die zwei anderen neben Rubens herausragenden
Antwerpener Maler, Anthonis van Dyck und Jacob Jordaens, sind in repräsentativen Beispielen von Historienbildern und Porträts vertreten.
Herausragende großformatige Werke der Lütticher Schule, vor allem der führenden Maler Gérard Douffet und Bertholet
Flémalle, werden seit Jahrzehnten erstmals wieder öffentlich zugänglich gemacht.
Etwa ein Drittel der für Neuburg getroffenen Auswahl gehörte vor dem Krieg zur ständigen Präsentation der Alten Pinakothek,
andere befanden sich im Depot und in verschiedenen Filialgalerien. Mit dieser Zusammenführung entsteht in Neuburg an der Donau eine
neue und bedeutende Präsentation flämischen Barocks. Öffnungszeiten: April-Sept. 9-18 Uhr, Oktober-März 10-16 Uhr, montags
geschlossen, während der Landesausstellung (2. Juni bis 16. Oktober): täglich 9-18 Uhr