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Die Idee dem Spargel ein Denkmal zu setzen
Neuburg, 13.07.2020 - 20:34 Uhr
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Die Idee dem Spargel ein Denkmal zu setzen

Das Europäische Spargelmuseum Schrobenhausen Im Grunde genügen eine gute Idee und einige Objekte, um die Realisierung eines Museums anzustoßen. Diese Erfahrung machte eine kleine Gruppe Schrobenhausener Spargelfreunde um den Initiator und unermüdlichen Motor des Projekts, Prof. Dr. Klaus Englert, als sie 1983 den Grundstock für die heute umfangreichen Sammlungen des Europäischen Spargelmuseums legten. Binnen weniger Jahre gelang es den Initiatoren ein Spezialmuseum einzurichten, das seit seinen Anfängen weltweite Beachtung findet und das sich am 24. April 2006 als ausgewählter „Ort im Land der Ideen“ präsentieren darf.

Im Rahmen des deutschlandweiten Wettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“ hat sich das Europäische Spargelmuseum erfolgreich beworben. Ziel der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ ist es, im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft, ein positives Bild von Deutschland im In- und Ausland zu vermitteln. Dazu wurde für jeden Tag des Jahres 2006 ein Ort ausgewählt, der in besonderer Weise für ein weltoffenes, sympathisches und zukunftsfähiges Deutschland steht. 365 Orte – das sind nicht Orte im geographischen Sinn. Ein Ort im Land der Ideen findet sich überall dort, wo Ideen entwickelt, gefördert oder bewahrt werden. Die Jury unter Vorsitz von Prof. Dr. Martin Roth, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, wählte die 365 Orte aus über 1.200 Bewerbungen aus.

Die Idee dem Spargel ein Denkmal in Form eines Museums zu setzen überraschte und faszinierte die Fachwelt. Am 13. Mai 1985 wurde das erste Deutsche Spargelmuseum in Schrobenhausen eröffnet und verblüffte sämtliche Skeptiker, deren anfängliche Bedenken und Widerstände sich in Lob und Anerkennung auflösten. Etwa 500 Exponate zur Geschichte, zu Anbau, Botanik und Heilkunde,  zahlreiche Spargelgeschirre und Kunstwerke überzeugten in ihrer Präsentation. Besucher aus ganz Europa strömten in die Stadt, um sich über das edle Gemüse umfassend zu informieren. Die rasch anwachsende Sammlung und das Interesse der Besucher erforderten eine Erweiterung des Museums, das nach einer kurzen Umbauphase  am 29. April 1991 als „Europäisches Spargelmuseum“ wieder eröffnet werden konnte.

Außergewöhnlich schöne und wertvolle, aber auch kuriose Exponate überraschen die Besucher aus allen Teilen der Welt. So gibt es alte Anbau und Erntegeräte, Abdeckhauben, mit denen noch im 19. Jahrhundert die Spargelsprosse vor Lichteinwirkung geschützt wurden sowie Gerätschaften zur Weiterverarbeitung des Spargels. Alte Kräuterbücher und Kupferstiche zeigen die Bedeutung der Pflanze für die Wissenschaft und in der Medizin. Spargelrezepte und Geschirre nehmen Bezug auf die besondere Esskultur, die sich um den Spargel entwickelte. Zu einem stilvollen Spargelessen gehören seit dem 18. Jh. Spargelzangen und Spargelheber, mit denen der gekochte Spargel serviert wird und die in der Form den Torten- und Fischhebern nachgebildet sind.

Im Besitz des Museum ist eine besonders wertvolle Spargelzange, die um 1890 vom Hofjuwelier des russischen Zaren, Peter Carl Fabergé (1846 – 1920) in St. Petersburg hergestellt wurde. Sie besteht aus Silber, ist an den Innenseiten vergoldet und stammt aus dem Besitz der russischen Tänzerin Anna Pawlowa.

Immer wieder inspirierte das „königliche Gemüse“ auch Künstler zu Stilleben und anderen bildlichen Darstellungen. In der Abteilung „Spargel in der Kunst“ ist neben zahlreichen Bildern, Grafiken und Gemälden eine Bronzeplastik von Nello Finotti (geb. 1939 in Verona) zu sehen. Ein männlicher Torso, dessen Oberkörper ein Bündel Spargel bildet – ein gleichnishaftes Bild: Spargel als Symbol männlicher Kraft und Stärke. Finotti verbindet den menschlichen Körper mit Elementen der Natur zu einer unlösbaren Einheit und schafft ein Sinnbild für das „Leben“.

Das Spargelmuseum beschäftigt sich mit der Kultivierung und dem Verbrauch von Spargel in ganz Europa. Texte begleiten die Ausstellung zusammen mit einem einführenden Film in Deutsch, Englisch und Französisch. Faltblätter gibt es außer in diesen drei Sprachen, auch in Niederländisch, Italienisch und Spanisch. Die Verwaltung organisiert Führungen auf Spargelfeldern, betreut Schulklassen und arbeitet eng mit regionalen und überregionalen Tourismusbüros zusammen.

 Es gibt einen 6 km langen Spargelwanderweg, auf  dem sich die Besucher über den Anbau und das Wachstum des Spargels informieren können. Schau- und Informationstafeln sind entlang des Weges angebracht. Der Kontakt zu Spezialrestaurants der Stadt wird aufrecht erhalten.

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