GESUNDE, KLEINE TROPFEN - Schwitzen macht fit
Ob beim Sport oder in der Sommerhitze
- wenn der Körper schwizt, empfinden das viele nur als lästig. Doch Schwitzen
ist gesund und sorgt dafür, dass der Körper Schadstoffe ausscheidet.
Wichtig ist dabei nur, ausreichend
zu trinken. Zwei bis zweieinhalb Liter Flüssigkeit pro Tag braucht ein Erwachsener,
der sich nicht sonderlich anstrengt. Freizeitsportler sollten hier noch mindestens
einen Liter Flüssigkeit hinzurechnen.
Zwei bis drei Millionen Schweißdrüsen verteilen sich über den ganzen Körper.
Dass manchen Menschen sofort der Schweiß ausbricht, während andere nicht einmal
eine feuchte Stirn bekommen, liegt größtenteils an den Genen. Normalerweise
dringen pro Tag ein halber bis eineinhalb Liter Flüssigkeit nach außen. Bei
extremer körperlicher Anstrengung oder in tropischem Klima können es bis zu
zehn Liter sein. Und: Männer haben weniger Schweißdrüsen als Frauen, dafür größere
Poren. Sie schwitzen vermehrt an Brust, Rücken und Schläfen, Frauen vor allem
unter den Achseln. Auch das Körpergewicht spielt eine Rolle: Dicke Menschen
transpirieren stärker.
Wieviel Schwitzen ist normal? Oft liegt es am Empfinden des Betroffenen. Erst
wenn jemand sich stark beeinträchtigt fühlt, sollte ein Arzt abklären, ob eine
Krankheit vorliegt. Manchmal ist starkes Schwitzen auch Anzeichnen einer Erkrankung,
zum Beispiel für eine Überfunktion der Schilddrüse, eine Fehlfunktion der Nebenniere,
für Unterzucker und/oder Bluthochdruck. Ein Check beim Arzt bringt Klarheit
Wer ohne krank zu sein stark transpiriert und sich dabei unwohl fühlt, kann
einiges tun:
Bei Schweißausbrüchen helfen lauwarme Duschen. Kleidung aus Naturfasern lässt
die Haut besser atmen. Auch Salbeitee und Bäder mit Eichenrindenextrakt wirken
regulierend. Bei feuchten Füßen helfen Bäder in Essigwasser. Das Rasieren der
Achseln reduziert das unerwünschte Gemisch aus Schweiß und Bakterien. Meiden
sollte man scharfe Gewürze wie Chilli sowie Alkohol, Kaffee, schwarzen Tee und
Nikotin, da sie schnell für Hitzewallungen sorgen.
Schwitzen hält gesund
Schwitzen ist in manchen Situationen vielleicht unangenehm, aber es macht
auch fit: Wenn`s heiß hergeht, reagiert der Körper prompt und schickt winzige
Tröpfchen aus allen Poren. Das kühlt, schwemmt Schadstoffe aus und hält so gesund.
Je ofter man Sport treibt oder in der Sauna geht, desto schneller und stärker
schaltet der Körper auf dieses “Cool-Programm” um.
Dabei sollte man den Körper allerdings nicht über seine natürlichen Grenzen
hinaus belasten. Zum Beispiel beim Joggen zunächst mit einer kurzen Strecke
beginnen und diese dann täglich bis zu einer Strecke von fünf Kilometern steigern.
Wer mit den Saunieren erst anfängt oder unter Kreislaufprobleme leidet, sollte
nur in Begleitung in die Sauna gehen. Nach dem Saunieren langsam abkühlen: tief
durchatmen, lauwarm oder kalt abduschen und vorsichtig ins Tauchbecken steigen.
Anschließend mindestens eine Viertelstunde ruhen, damit sich der Kreislauf wieder
erholen kann.