Unbedingt impfen lassen! ZECKENWARNUNG IN DER REGION 10
Ein Zeckenbiss ist normalerweise nicht schlimm, aber eine Reihe dieser Tiere
trägt ein Virus in sich, das die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME, eine
besondere Form von Hirnhautentzündung) auslösen kann.
Besonders betroffen sind die
Landkreise Neuburg/Schrobenhausen und Pfaffenhofen/Ilm.
Aber auch wer entlang von Main, Donau oder Altmühl eine Fahrradtour macht, im
südlichen Bayerischen Wald zeltet oder rund um den Chiemsee wandert, sollte
sich vorher gegen FSME impfen lassen. In ca. 60 % aller Fälle heilt die Krankheit
folgenlos aus, bei ca. 10 % aller Erkrankten können allerdings lebenslange Lähmungen
zurückbleiben und für ein bis zwei Prozent endet die Krankheit sogar tödlich.
FSME ist nicht behandelbar, nur eine Impfung kann wirkungsvoll schützen. Da
der Landkreis ND-SOB zu den besonders betroffenen Gebieten gehört, zahlen hier
die Krankenkassen die Impfung zum Schutz der FSME. Die Immunisierung hält drei
Jahre und wird durch drei aufeinander folgende Impfungen erreicht.
Seit März 2002 steht wieder ein Impfstoff für Kinder unter 12 Jahren zur Verfügung,
denn diese sind durch intensive Kontakte mit der Natur ein beliebtes Opfer für
Zecken. Aber auch wer geimpft ist, sollte vorsichtig sein. Rötet sich nach einem
Zeckenbiss die Haut um den Einstich herum großflächig, könnte auch die Krankheit
Borreliose übertragen worden sein. Gegen diese ist keine Impfung möglich, sie
kann aber durch den Arzt wirkungsvoll behandelt werden.