Grillen will gelernt sein
Schon der April frohlockte mit Maien-Temperaturen
und der eine oder andere Grillpionier ließ schon seine erste Duftnote über den
Gartenzaun oder von der Terrasse. Ja, die Grillsaison ist eröffnet und die ersten
lauen Sommertage laden uns dazu ein. Würstchen, Koteletts und Gemüse stehen
bereit, das Bier ist kaltgestellt.
Holzkohle und Sicherheit
Eingefleischte Grillfans schwören auf Holzkohlegrills. Wer kein offenes Feuer
machen will, kann auf elektrisch betriebene Geräte zurückgreifen, die ein TÜV-Zeichen
tragen sollten. Doch tut das dem Holzkohle-Aroma einen kleinen Abbruch. Das
Anzünden ist da schon ein heikleres Thema. Einfach und schnell geht dies mit
speziellen Anzündern, obwohl das nostalgische Hölzchen und Papier noch etwas
mehr Romantik verspricht. Auf keinen Fall aber sollte mit Brennspiritus oder
Benzin herum experimentiert werden, das ist lebensgefährlich. Jährlich passieren
in Deutschland rund 4000 Grillunfälle.
Grillen ist Müßiggang!
Grillen braucht Zeit und Geduld. Bis die Kohle die richtige Hitze erreicht hat,
dauert es ca. eine Stunde. Erst wenn die Kohle richtig durchgeglüht und mit
einer weißen Ascheschicht überzogen ist, kann das Fleisch, Gemüse oder Brot
auf den Rost. Darauf zu achten ist, dass von den eingelegten Grillstücken kein
Fett in die Glut tropft. Der entstehende Rauch ist krebserregend und es könnte
einen erheblichen Grillband in Form einer Stichflamme geben.
Was grille ich bloß?
Der Klassiker auf dem Rost ist und bleibt das Würstchen. Doch der Phantasie
und dem Geschmack sind kaum Grenzen gesetzt. Steaks und Koteletts vom Schwein
sollten leicht durchwachsen und nicht zu dick geschnitten sein. Lamm und Geflügel
eignen sich ebenfalls gut zum Grillen. Aber es wird auch immer mehr Gemüse gegrillt.
Egal, ob Tomaten, Paprika, Zucchini oder Maiskolben - buntes Gemüse bereichert
jeden Grilltisch. Man kann das Gemüse einzeln auf den Rost legen oder gemischte
Gemüsespieße vorbereiten.