Sinclair Harding, eine faszinierende Kaminuhr
“My home ist my castle”, pflegen Engländer
gerne zu sagen. Hinter dieser Spruchweisheit verbirgt sich freilich weit mehr,
als nur die Definition der Wohnung als Zufluchtsstätte vor den Unbilden des
rauen Alltags.
Die eigenen vier Wände sind
wieder “in”. Freunde, Bekannte und auch Geschäftspartner empfinden es als Zeichen
spezieller Wertschätzung, dort empfangen zu werden. Bei solchen Gelegenheiten
dürfte die skelettierte Kaminur von Sinclair Harding mit Sicherheit ein abendfüllendes
Thema darstellen.
Sie wurde in West Yorkshire weitestgehend in Handarbeit eigens für Juwelier
Wempe gefertigt. Mehrere Monate benötigten die englischen Meister-Uhrmacher,
um die Platinen einzeln aus massivem Messing herauszuschneiden. Danach wurden
die Kanten angliert, die Oberflächen fein bearbeitet und das Ganze aufwändig
vergoldet. Auch die Räder, die Wellen und die Hemmung erfuhren ihre Finissage
liebevoll von Hand. Nur so konnte ein authentisches Kunstwerk entstehen, für
dessen Fertigungsqualität Sinclair Harding lebenslang bürgt.
Der Antrieb des komplexen Mechanismus erfolgt mit Hilfe von drei Federhäusern.
Bei jedem einzelnen sorgt das überlieferte Kette-Schnecke-Prinzip für einen
möglichst konstanten Kraftfluss. Die Unterteilung der Zeit in exakt gleiche
Abschnitte übernimmt ein 0,4-Sekunden-Pendel in Verbindung mit einer Ankerhemmung.
Das Viertelstunden-Schlagwerkt mit acht handgestimmten Gussglocken lässt wahlweise
eine Westminister-, Whittington- oder St.-Michel-Melodie erklingen.
In diesem Sinn verdient das klangvolle, selbstverständlich jederzeit abschaltbare
Spektakel zu jeder vollen Stunde die volle Aufmerksamkeit der Anwesenden. Sinclair
Harding hat das kostbare Skelett-Uhrwerk auf eine Platte aus sizilianischem
Marmor montiert, die wiederum auf einem handpoliertem Mahahgoni-Sockel ruht.
Weil Staub ein unerbitterlicher Feind jeder Mechanik ist, überdeckt ein Glasdom
das wertvolle Uhrwerk, lässt aber allzeit ungehinderte Einblicke zu.