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Die Idee dem Spargel ein Denkmal zu setzen
Neuburg, 23.02.2020 - 18:33 Uhr
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Die Idee dem Spargel ein Denkmal zu setzen

Das Europäische Spargelmuseum Schrobenhausen

Im Grunde genügen eine gute Idee und einige Objekte, um die Realisierung eines Museums anzustoßen. Diese Erfahrung machte eine kleine Gruppe Schrobenhausener Spargelfreunde, als sie 1983 den Grundstock für die heute umfangreichen Sammlungen des Europäischen Spargelmuseums legten. Binnen weniger Jahre gelang es den Initiatoren ein Spezialmuseum einzurichten, das seit seinen Anfängen weltweite Beachtung findet und das sich am 24. April 2006 als ausgewählter „Ort im Land der Ideen“ präsentieren durfte.

Die Idee dem Spargel ein Denkmal in Form eines Museums zu setzen überraschte und faszinierte die Fachwelt. Am 13. Mai 1985 wurde das erste Deutsche Spargelmuseum in Schrobenhausen eröffnet und verblüffte sämtliche Skeptiker, deren anfängliche Bedenken und Widerstände sich in Lob und Anerkennung auflösten. Der Zuspruch war so groß, dass das Museum 1991 mit einem Anbau erweitert und nach einer kurzen Umbauphase als „Europäisches Spargelmuseum“ wieder eröffnet wurde.

Außergewöhnlich schöne und wertvolle, aber auch kuriose Exponate überraschen die Besucher aus allen Teilen der Welt. Es gibt alte Anbau und Erntegeräte, Abdeckhauben, mit denen noch im 19. Jahrhundert die Spargelsprossen vor Lichteinwirkung geschützt wurden sowie Gerätschaften zur Weiterverarbeitung des Spargels. Alte Kräuterbücher und Kupferstiche zeigen die Bedeutung der Pflanze für die Wissenschaft. Spargelrezepte und Geschirre nehmen Bezug auf die besondere Esskultur, die sich um den Spargel entwickelte. Zu einem stilvollen Spargelessen gehören seit dem 18. Jh. Spargelzangen und Spargelheber, mit denen der gekochte Spargel serviert wird und die in der Form den Torten- und Fischhebern nachgebildet sind. Im Besitz des Museum ist eine besonders wertvolle Spargelzange, die um 1890 vom Hofjuwelier des russischen Zaren, Peter Carl Fabergé (1846 – 1920) in St. Petersburg hergestellt wurde. Sie besteht aus Silber, ist an den Innenseiten vergoldet und stammt aus dem Besitz der russischen Tänzerin Anna Pawlowa.

Immer wieder inspiriert das „königliche Gemüse“ auch Künstler zu Stilleben und anderen bildlichen Darstellungen. In der Abteilung „Spargel in der Kunst“ befindet sich neben zahlreichen Bildern, Grafiken und Gemälden eine Bronzeplastik von Nello Finotti: ein männlicher Torso, dessen Oberkörper ein Bündel Spargel bildet.

Das Spargelmuseum beschäftigt sich mit der Kultivierung und dem Verbrauch von Spargel in ganz Europa. Texte begleiten die Ausstellung zusammen mit einem einführenden Film in Deutsch, Englisch und Französisch. Faltblätter gibt es zudem in Niederländisch, Italienisch und Spanisch. Die Verwaltung organisiert Führungen auf Spargelfeldern, betreut Schulklassen und arbeitet eng mit regionalen und überregionalen Tourismusbüros zusammen.

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