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Ausländische Altenpflegerinnen vor Legalisierung?
Neuburg, 27.03.2017 - 04:48 Uhr
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Ausländische Altenpflegerinnen vor Legalisierung?

Dass die alternde Gesellschaft kein Hirngespinst ist, sondern langsam Realität wird, dürfte langsam jedem klar geworden sein. Denn der aktuelle Mangel an kompetenten Krankenpflegern und Krankenpflegerinnen zwingt beinahe 100.000 Familien in Deutschland, offiziell illegale Krankenpflegerinnen aus Osteuropa zu beschäftigen, um sich um betreuungsbedürftige Angehörige zu kümmern.

Zwar ist durch moderne technische Hilfsmittel wie etwa Treppenlifte von www.lifta.de die Betreuung älterer und hilfsbedürftiger Menschen deutlich erleichtert worden, trotzdem gibt es natürlich viele Familien, die einfach nicht die Möglichkeit haben, sich rund um die Uhr um ihre pflegebedürftigen Angehörigen zu kümmern und schlichtweg auch nicht die Ausbildung dazu besitzen.

Lifta Treppenlift

Österreichische Lösung als Vorbild?

Bislang machen sich die Familien strafbar, die solch eine illegale Pflegekraft beschäftigen, denn ohne gültige Arbeitsgenehmigung gilt die Beschäftigung als Schwarzarbeit. In Österreich hatte man vor Jahren das gleiche Problem: Tausende osteuropäische Pflegerinnen arbeiteten illegal im Land, bis die Regierung eine Generalamnestie erließ und das Pflegegesetz reformierte. Seitdem dürfen auch Pflegerinnen aus Nicht-EU Staaten in der Alpenrepublik arbeiten, die Grundbedingungen sind ein Gehalt von mindestens 800 Euro netto, sowie freie Kost und Logis. Diesem Vorbild ist nun auch Deutschland gefolgt und so stehen jetzt auch hierzulande ähnliche Reformen an. Würde man sämtliche betroffene Familien kriminalisieren, wäre niemandem geholfen und das Problem würde nur noch weiter verschärft werden.

Details wurden noch nicht bekannt gegeben, jedoch wird das System wohl ähnlich wie in Österreich aufgebaut werden.

Auch gemeinnützige Organisationen wie etwa die Caritas begrüßen das Projekt, denn sie betreut bis jetzt als eine der wenigen Organisationen die osteuropäischen Pflegerinnen.

Bislang arbeiten die Frauen in Deutschland ohne wirklichen rechtlichen Schutz und ohne organisatorische Unterstützung. Die Caritas fordert eine Entkriminalisierung von Nicht-EU Bürgern, die als Pflegekraft in Deutschland arbeiten wollen, ein Mindestgehalt von 1350 Euro zuzüglich einer Sozialversicherung sowie freie Kost und Logis.

Betroffene Familien im Grunde für Reform

Neben der Caritas melden sich auch immer mehr Bürger anonym bei verschiedenen Sozial- und Hilfsorganisationen – viele Familien fühlen sich alleine gelassen und befürworten die Reformvorschläge. Allerdings müsse ihnen im Zuge der Reform ebenfalls unter die Arme gegriffen werden, denn kaum ein Privathaushalt in Deutschland kann monatlich 1350 Euro für eine Pflegekraft aufbringen. So wird von vielen Betroffenen der Wunsch nach speziellen Fördermitteln sowie einer steuerlichen Absetzbarkeit der Aufwendungen geäußert.

Kritiker äußern jedoch Bedenken, nicht die Legalisierung ausländischer Pflegerinnen sei die Lösung des Problems, sondern die Bürger müssten vielmehr umdenken.

Noch immer sei ein Großteil der Deutschen zu sorglos was die Altersabsicherung anbelangt, kaum einer sorgt für den Fall vor, dass er eines Tages pflegebedürftig sein könnte. Außerdem müssen in Deutschland neue Modelle in der Pflege geschaffen werden, denn die 24-Stunden Betreuung eines pflegebedürftigen Menschen sei ein Job für 3 oder 4 Personen, nicht für eine einzelne Pflegekraft. Bis die Reformpläne unter Dach und Fach sind, wird es also noch genug Diskussionsstoff geben.


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