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Neuburger Schloßfest 2011
Neuburg, 04.07.2020 - 02:24 Uhr
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Neuburger Schloßfest 2011

Fürstenpracht von einst für Bürger von heute
von Donnerstag, 23. Juni bis Sonntag, 26. Juni.2011
und von Freitag, 01. Juli. bis Sonntag, 03. Juli. 2011

Wenn der Oberbürgermeister mit dem Rat der Stadt, dem Truchseß und dem Schloßfestkomitee am Donnerstag, den 23. Juni am späten Nachmittag Prinzessin, Prinzen und Gefolge - dargestellt von Buben und Mädchen aus Neuburg - am Donaukai empfängt, dann startet Neuburg an der Donau eine Reise zurück in die Renaissance. An zwei Wochenenden wird ein bischen am Rad der Zeit gedreht, die einstige Fürstenherrlichkeit der alten Residenzstadt erwacht zu neuem Leben, die Bürger der Stadt legen stilechte Renaissancekostüme an und genießen das Treiben beim historischen Jahrmarkt vor der herrlichen Kulisse des Neuburger Schlosses.

Das kleine Fürstentum Pfalz-Neuburg, das 1505 durch kaiserlichen Schiedsspruch aus dem Landshuter Erbfolgekrieg entstand, existiert zwar seit 1806 nicht mehr, doch seine Vergangenheit ist in der Stadt stets lebendig und vor allem in der Oberen Altstadt bis heute sichtbar geblieben. Schloß, Hofkirche, Karlsplatz und viele schön restaurierte Bürgerhäuser und Paläste bilden einen wundervollen und authentischen Rahmen für ein Fest, das alle zwei Jahre viele tausend Besucher anzieht. Heuer findet das Renaissancespektakel vom 23. Juni bis 26.Juni und vom 01. bis 03. Juli 2011 statt. 1976 wurde unser Schloßfest das erste mal abgehalten.

Fotos vom Schloßfest-Umzug 2009

Zu den größten Attraktionen des umfangreichen Programms zählen der Neuburger Steckenreitertanz, die Reiterspiele, die Tanzspiele, das Feuerwerk über der Donau und der große Festumzug am zweiten Sonntag. Der Steckenreitertanz beruht auf dem „Balleto a Cavallo di Naiburgo“, das anlässlich des Besuchs der Königin Christina von Schweden in Neuburg erstmals aufgeführt wurde. Auf dem Wappen der Stadt sind die beiden Prinzen, auf ihren Steckenpferden reitend, dargestellt. Aus Roßballett und Steckenpferden inszenierte die Regisseurin Senta Maria ein Kindertanzspiel, das aus dem Schloßfest nicht mehr wegzudenken ist. Der großartige Aufzug der Reiter, Herolde, Pagen und Edelfräulein in ihren farbenfrohen und prächtigen Gewändern erinnert an die Prachtentfaltung zur Blütezeit des Pfalz-Neuburger Hofes. Rund 50 Akteure, meist Mädchen im Alter von sechs bis 13 Jahren, üben fast ein Jahr für ihren großen Auftritt. Die Musik von Paul Winter wurde unter der Leitung von Wolfgang Gieron von 15 Bläsern des Symphonieorchester des Bayer. Rundfunks neu aufgenommen.

Eine lange Tradition haben auch die Reiterspiele im Marstall, waren doch Turnierspiele eines der liebsten Vergnügungen von Ottheinrich und seinen Nachfolgern. Das Ringelstechen geht auf die Hochzeit von Pfalzgraf Philipp Ludwig mit Prinzessin Anna von Kleve 1574 zurück. Heute sind es Reiter und Reiterinnen aus Neuburg, die mit ihren langen Lanzen nach den kleinen Ringen zielen und um den Preis - einen Kuss der Turnierprinzessin - kämpfen. Begleitet und kommentiert werden die Reiterspiele vom stimmgewaltigen Herold, den Späßen der Hofnarren und Darbietungen der Landsknecht und Jagdgehilfen.

„Ich meid und haß all leere Faß und liebe dieses volle Glas, schöne Mägdelein noch viel baß“ war einer der Lieblingssprüche von Ottheinrich, der bau- und sinnesfreudige erste Herzog von Neuburg. Er gab den Bau des Residenzschlosses und des Jagdschlosses in Grünau in Auftrag. An seine Feste erinnert ein höfisches Tanzspektakel im Innenhof des Schlosses. Zur Musik von Grotta, Gamben, Posaunen, Krummhörnern und anderen historischen Instrumenten werden Tänze des 16. Jahrhunderts lebendig. Eine muntere Hofgesellschaft feiert ausgelassen und fröhlich, genießt die temperamentvollen Tänze der Bauerntänzer, die Darbietungen der Moriskentänzer und Fahnenschwinger und Ottheinrichs fröhliches Gesinde sowie die Lustbarkeiten der Gaukler. Gäste aus Italien, die sich „Amici della Danza“ nennen, feiern und tanzen mit dem Hof und zeigen ihre eigenen feinen Tänze.

Das Feuertheater am 02.Juli, ein herrliches Feuerwerk über der Donau, ist neben dem Festzug der absolute Höhepunkt des Festes. 30 Minuten wird zu der Musik des Steckenreitertanzes ein fantastisches Feuerwerk über der Donau abgebrannt.

Beim Festzug am Sonntag, den 03.Juli ziehen wieder weit über 2300 Männer, Frauen und Kinder in historischen Kostümen durch Neuburgs Straßen und lassen sich von den zahllosen Besuchern begeistert feiern. Nicht fehlen dürfen dabei natürlich die Ratsherren mit ihren Damen, die Ritter und Edeldamen hoch zu Roß und der Herold, der alle Festivitäten lautstark ankündigt und begleitet. Und auch die Hofnarren sind stets in der Nähe und treiben ihren Schabernack mit den Frauen und Mädchen am Straßenrand.Die Sbandiatori aus Pescia (Italien) bringen die italienische Renaissance in die einstige Residenzstadt. Der Festzug beginnt um 11 Uhr.

Endstation des Umzugs ist die Obere Altstadt, in deren malerischen Straßen und Gassen sich für einige Tage Handwerker, Bauern und Händler einfinden und ihr nach alter Tradition betriebenes Kunsthandwerk vorführen. An Zehrstätten und in Schänken wird Speis und Trank verkauft, Gaukler und Straßenmusikanten unterhalten die Passanten. Straßentheater und Tanzdarbietungen laden zum Verweilen ein. Der historische Jahrmarkt dauert an allen sechs Schloßfesttagen bis 23 Uhr, doch begeisterte Schloßfest-Aktive verbringen auch ihre Nächte in historischem Ambiente: die Stadtwachen in ihren Zelten vor den Toren, die Landsknechte am Lagerfeuer vor dem Schloß.

Hofkonzerte im Kongregationssaal und im Rittersaal, Fanfarenkonzerte im Marstall, Jagdhornblasen auf der Rathaustreppe, Marionettentheater, Carmina Bestiarum im Museumsgarten, sind Bestandteile eines abwechslungsreichen und vielfältigen kulturellen Programms, das nur einen der vielen Reize des Neuburger Schloßfestes ausmacht.

Auskünfte erteilt die Touristinformation der Stadt Neuburg, Tel. 08431/55-240 oder 55-241

www.schlossfest.de

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Neuburger Schloßfest 2011.

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