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Sparen - zerstört das Land von INNEN - und schuld sind wir alle SELBER...
Neuburg, 23.05.2012 - 08:19 Uhr
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Sparen - zerstört das Land von INNEN - und schuld sind wir alle SELBER...

126,4 Milliarden Haushaltsdefizit bis 2006 - Kommunenpleite wegen Fehler bei Gewerbesteuer - ..der teure EURO - ..der 11. September und der Irakkrieg - Arbeitslosenzahlen explodieren - Mit der Rezession geht die Deflation einher - Politischer Stillstand seit der Deutschen Wiedervereinigung wegen Mehrheitsdiskrepanzen - ..die veränderte gesellschaftliche Struktur - ..die katastrophale demoskopische Entwicklung - ..die Sprengung der Sozialsysteme - Von der sozialen Marktwirtschaft zum amerikanischen Kapitalismus - Die Schere zwischen Armut und Reichtum wächst - Die bürgerliche Mittelschicht schrumpft - Firmenpleiten zerstören Vertrauen und vor allem die Zahlungsmoral - Der teure EURO mindert die Exportfähigkeit - Die Aktien stehen im Keller - Verbreitung von Pessimismus durch die Medien - Parteipolitische Interessen gefährden den Standort Das Wort “Sozial” steht auf dem Prüfstand

Das sind Aussagesätze, die die Bevölkerung in den letzten Jahren nahezu jeden Morgen auf’s Brot geschmiert bekommt. Ob über die Tageszeitung, Fernsehen, Radio oder sonstwoher (evtl. sogar vom Stammtisch), die Medien schicken nur Horror-Meldungen über den Äther, da ja aus Berlin kein Signal zu erwarten sei...! Europa und Amerika wundern sich bereits über die Krisenunfähigkeit und dem mangelnden Pioniergeist in unserer Republik.

Das ständige Gerede vom Sparen veranlasst die Bürgerinnen und Bürger, ihr Geld zurückzuhalten - sofern noch eines vorhanden ist. Dasselbe passiert in den gewerblichen Betrieben. Die Schwarzarbeit blüht. Der Einzelhandel erzielt nicht mehr die erforderlichen Umsätze. Das ganze System kränkelt und wird unabsehbare wirtschaftliche Folgen hinterlassen.

Was kann denn ein Patentrezept sein...? Schauen wir mal in andere Länder... Hier werden Job-Offensiven gestartet. Keine aufgeblasenen Beamtenapparate behindern die Verfügbarkeit von Arbeit. Ein gesunder Optimismus, der zum Teil auch durch die Presse mit angefacht wird, provoziert eine Initialzündung in der Gesellschaft und es entsteht ein WIR-Gefühl. Scheinbar fehlt es in Deutschland immer noch an der nationalen Identität, um mit Stolz ein neues Ziel oder ein neues Projekt anzugehen. Man sollte sich immer vor Augen halten, dass Geld lediglich ein durchlaufender Posten ist. Geld muss arbeiten, damit ALLE etwas davon haben. Die Abschaffung der Vermögenssteuer war demnach eine Belohnung für all’ diejenigen, die sich faul und träge auf ihrem Kapital ausruhen. Um so schöner dann natürlich der Erdrutsch bei den Aktien, der die ewig ‘Sparenden’ für ihre Raffgier den gerechten Lohn zuteil werden ließ.

WIR vom brennessel-magazin ..können das Gejammere vom Sparen nicht mehr hören und opponieren dagegen. Schließlich wird bei uns jeder verfügbare EURO sofort in die Technik, in neue Ideen oder in unsere Kunden investiert, um ein besseres Arbeitshandling zu erreichen. Unsere Aufgabe ist es, Optimismus zu verbreiten. Aus diesem Grund präsentieren wir in erster Linie den Mittelstand, der zumeist mit viel Enthusiasmus und Risikobereitschaft neuen Ideen hinterhergeht. Pioniergeist wird häufig belohnt - nicht aber in Deutschland. Einmal baden gegangen heisst oftmals nie wieder auf die Füße zu kommen. Angesichts dieser Tatsache wundert es wohl kaum, dass die Menschen Angst vor der Selbständigkeit haben.

In Zeiten, wo Kahns, Beckenbauers, Beckers oder Effes wie wild über ihre Vögeleien auf den Vorderseiten der Gazetten berichten oder für teures Geld ‘berichtet’ werden, werden die wirklich wichtigen Dinge in den Hintergrund verdrängt. Viele Menschen orientieren sich am Schicksal ihrer Idole. Nur fragen wir uns, ob diese Leute noch als Idole taugen - eher wohl nicht. In Zeiten, wo die Menschen Kinder als ‘Armutsrisiko’ betrachten und das Idealgewicht einer Frau zum alles überragenden Thema avanciert, Psychologen Hochkonjunktur haben, Selbsthilfegruppen wie Pilze aus dem Boden schießen, die halbe Nation ihre Sinnfindung in Sekten oder der Esoterik suchen; fragen wir uns, ..wer interessiert sich überhaupt noch für den ‘Rotz’ von Schröder, Stoiber & Konsorten, wenn die Bank soeben den Dispo aufgrund irgendeiner Willkür gestrichen hat.

In diesen Zeiten ist der Mensch in Deutschland den Institutionen, den Banken und vor allem seinen eigenen Zwängen hoffnungslos ausgeliefert. Es wird über unser Leben bestimmt und die Autonomie jedes Einzelnen gerät immer mehr ins abseits. Kein Wunder also, dass in Deutschland Mutlosigkeit, Existenz- und Zukunftsangst grassiert. Und zu guter letzt arbeiten jetzt noch Polen, Tschechen, Russen etc. für weniger als die Hälfte des Lohns... - Tarifgerechtigkeit adé...

Um der vorgenannten Argumentation Rechnung zu tragen, haben wir beschlossen, ohne abzuwarten bis irgendeine Kommission das Unwort des Jahres wählt, das Wort “SPAREN” als Unwort des Jahres 2003 zu küren. Soweit wir uns erinnern, war auch das Wort “SPAREN” für Helmut Kohl zu seinen Amtszeiten 1994 und 1998 sein komplettes Regierungsprogramm. Und siehe da - er wurde Bundeskanzler!!


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