Mit dem Rauchen aufhören?!
Dieser Entschluss erfordert den festen
Willen zu Veränderungen, die auch die Gestaltung des Alltags und eingefahrene
Verhaltensweisen mit einbeziehen. Aber es lohnt sich: Nach 15 Jahren Rauchverzicht
ist das Risiko, an einem Bronchialkrebs zu erkranken, auf die Stufe der Nichtraucher
gesunken.
Neben dem ständigen Husten
verbessert sich auch die Haut, das verstärkte Schwitzen nimmt ab und Geschmacks-
und Sehstörungen verschwinden.Während die einen von heute auf morgen das Rauchen
aufgeben, ziehen andere Nikotin-Junkies die allmähliche Entwöhnung vor. In beiden
Fällen stehen zahlreiche Hilfen zur Verfügung, vom Nikotinpflaster oder der
Akupunkturbehandlung über die psychologische Begleitung bis hin zu Selbsthilfegruppen.
Nichtrauchen muss Normalfall werden
Im Kampf gegen die Volksdroge Nikotin hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO)
und ihre 192 Mitgliedsstaaten nun mit der Verabschiedung einer weltweiten Anti-Tabak-Konvention
ein wichtiges Etappenziel erreicht. Es ist das erste weltweit gültige Abkommen
im Gesundheitsbereich und verpflichtet alle Staaten dazu, die Förderung des
Tabak-Konsums zu verbieten. Zigaretten-Packungen müssen künftig die Warnung
vor den gesundheitlichen Folgen des Rauchens enthalten. Benutzer öffentlicher
Verkehrsmittel und öffentlicher Plätze sollen vor dem blauen Dunst geschützt
werden. Der Verkauf an Minderjährige soll verboten werden.
Raucherquote bei Jugend senken
Sobald sie von 40 Staaten ratifiziert worden ist, tritt die Konvention in Kraft.
Das totale Verbot von Tabak-Werbung hatten Deutschland und USA - im Gegensatz
zur Mehrzahl der anderen Staaten - abgelehnt. Im jetzigen Kompromiss reicht
bei verfassungsrechtlichen Bedenken auch nur die Beschränkung der Werbung. Mit
einem Anti-Tabak-Programm in diesem Jahr will die Bundesregierung zusätzlich
bei Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren die Raucherquote von derzeit 28 auf
20 % senken.
Tips zum Aufhören
Folgende Maßnahmen können Ihnen die ersten Tage und Wochen der Entwöhnung vom
Nikotin erleichtern: Meiden Sie Orte, an denen viel geraucht wird. Stillen Sie
ihr Rauchbedürfnis mit sauren Bonbons, zuckerfreiem Kaugummi usw. Gestalten
Sie ehemalige Rauchsituationen bewusst neu. Bewegen Sie sich viel in frischer
Luft. Sorgen Sie für ausreichend und erholsamen Schlaf und vergessen Sie nicht
die Belohnung für Ihr Durchhalten!