Schrannenfest 2003 -Partnerschaften
Das Schrannenfest 2003 verwandelt die
Stadt Schrobenhausen vom 20. Juni bis 22. Juni in einen internationalen Treffpunkt
der Europäischen Partnerschaften. Das zehnjährige Partnerschaftsjubiläum mit
der Stadt Bridgnorth, in Mittelengland, steht im Mittelpunkt des diesjährigen
Altbayerischen Schrannenfestes, Dass dies kein Widerspruch sein muss, beweisen
die zahlreichen Partnerschaftsbegegnungen beim Schrannenfest, die in all den
Jahren ein besonderes Flair in die Lenbachstadt zauberten. Neben der Partnerschaft
mit der englischen Stadt pflegen die Paarstädter eine enge Freundschaft auch
mit der französischen Thiers.
Die
drei Städte bildeten das erste "Europäische Partnerschaftsdreieck". Bereits
1983 wurde diese Idee von Mike Mc. Carthy in Thiers angeregt. "Let`s have a
triangel" schlug er damals bei der ersten Begegnung in Thiers seinem Gespächspartner,
Stadtrat, Hans Scholz vor. Der war zusammen mit Helmut Mevissen, für den Verkehrsverein,
mit einer Blaskapelle und einer Tanzgruppe, auf "Partnerschafts-Brautwerbung"
war. Zu der Zeit waren Thiers und Bridgnorth schon 10 Jahre "verbandelt". Seither
hat sich zwischen den Dreieckspartnern ein reger Austausch entwickelt, der nicht
nur die zahlreichen ausgetauschten Schulklassen erfasst hat, sondern sich natürlich
auf Senioren, Sänger, Musiker, Sportler, Künstler, Austauschstudenten, Praktikanten
und Privatpersonen erstreckt. In allen drei Städten sind Partnerschaftskommissionen
dabei, die Hintergrundarbeit zu steuern und anzuregen. In Schrobenhausen waren
dies anfänglich Helmut Mevissen, Helmut Eikam, Hans Stichlmair und Hans Scholz
und schnell hatten sie den Spitznamen weg, "die Viererbande" . Längst sind neue
Mitstreiter dazugekommen, manche nur temporär, manche auf Dauer wie z.B. Anne
de Wachter.
Das letzte Mitglied der Viererbande ist Josef Dauer, der seine Erfahrungen in
der Arbeit der Brunnenhof GmbH. in die Partnerschaft einbringen wird. Viele
private Freundschaften in alle drei Richtungen sind längst zum Selbstläufer
geworden. Alljährliche Arbeitstreffen in einem zentral gelegenen Ort, sind die
Grundlage für die mittelfristige Programmplanung. Regelmäßig trifft man sich
im großen Rahmen nacheinander in Thiers, Bridgnorth und Schrobenhausen. Bereits
vor einigen Jahren ist die Stadt Schrobenhausen für ihre aktive Partnerschaftsarbeit
von Brüssel mit einem "Europa-Diplom" geehrt worden. Die Partnerschaft mit der
Oberösterreichischen Stadt, Perg, ist zwar kein Bestandteil des Europäischen
Städtedreiecks, ist aber ganz eng an Schrobenhausen gekoppelt. Neben den offiziellen
Vertretern aus Bridgnorth und Thiers kommen in diesem Jahr die "Sonneurs Thiernois",
der "Chorale Point d Órgue" aus Thiers, die "Operatic Society", die "Ironmen"
und "Severn Gilders" aus Bridgnorth zum Schrannenfest. Die genannten Gruppen
sind in das Festprogramm integriert, zahlreiche Privatpersonen bilden den internationalen
Rahmen. In einem eigenen Festakt am Samstag, 21.06. um 11.30 Uhr, in der Stadthalle
soll die bestehende Partnerschaft von den Bürgermeistern der Partnerstädte gewürdigt
werden, einige Personen, die sich um die Partnerschaft besonders verdient gemacht
haben, werden für ihre Arbeit geehrt.
Der
Schwed zu Schrobenhausen
Zu einem besonderen Höhepunkt kommt es diesmal beim Schrannenfest, neben den
zahlreichen Programmpunkten im Stadtzentrum, an der Stadtmauer in Höhe des Pflegschlosses.
Ein Historienspiel aus der Zeit des 30jährigen Krieges erinnert daran, dass
die Stadt Schrobenhausen damals, wie viele andere Städte auch, schwer gelitten
hat. In dem Historienspiel "Der Schwed zu Schrobenhausen" sollen Szenen aus
dieser Zeit dargestellt werden. Das "Faendl Hochprand" unter der Führung von
Dietmar Kunkel bringt diese Attraktion in das Schrannenfest ein. Die Vorstandschaft
des Verkehrsvereins begrüßt diese Initiative sehr.
Neben dem gastgebenden "Faendl Hochprand" wirken mit: Das Regiment "Wolf von
Mannsfeld" aus Memmingen; das Regiment "Alexander von Haslang"; das Landwehrfaendl
Kehlheim-Schierling; die "Dillinger Musketiere" und die "Wittelsbacher Turmpfeiffer"
aus Landshut. Im 1. Akt -"Der Sturm auf die Stadtmauer" erleben die Zuschauer
die Verteidigung der Stadt Schrobenhausen gegen die anrückenden Schweden. Im
zweiten Akt -"Der Schweizer Brief" steht ein geschichtlich interessanter Brief
im Mittelpunkt, der in Schrobenhausen geschrieben wurde und der noch heute in
Schweizerischen Nationalarchiv lagert. Alle Szenen werden von einem Sprecher
begleitet und erklärt. Nach den Vorführungen laden die Akteure zum zünftigen
Lagerleben am Stadtwall ein. Für eine entsprechende Bewirtung ist gesorgt.
Die Zuschauer sollten sich am Stadtwall zwischen dem Lenbachhaus und dem Spargelmuseum
einfinden. Von dort haben sie wohl den besten Überblick auf das Geschehen. Auf
einen eigenen Eintritt verzichtet der Verkehrsverein, der Erwerb des Schrannenfestabzeichens
ist Ehrensache.