Familiendrama im Storchennest
Die Schrobenhausener freuten sich riesig:
Die Storcheneltern Martha und Freddy hatten auf dem Schrobenhausener Rathaus
in ihrem Horst fünf Eier bebrütet. Vier Junge schlüpften Ende Mai aus, drei
der Jungtiere verendeten jedoch inzwischen unter den Augen der Öffentlichkeit.
Das Drama konnte nämlich via Web-Cam im Internet beobachtet werden.
Woran die Tiere gestorben sind,
weiß niemand. Eine Vermutung hat Brigitte Streber vom Schrobenhausener Naturschutz
parat: Sie hält ein Nierenversagen in Folge von Unterernährung für denkbar.
Um die genaue Todesursache zu erforschen, wurde das letzte verstorbene Küken
geborgen und in die Tierklinik Unterschleißheim geschickt. Die Überlebenschancen
für das letzte Küken sind durchaus gut, denn das stärkste hat immer die besten
Chancen. Obwohl die Alttiere ihre Jungen auf dem Horst mit Wasser versorgen
und sogar duschen, wären ein paar Regengüsse angebracht, denn das würde die
Arbeit von Freddy und Martha erheblich erleichtern. Auf ein Zufüttern bei der
Aufzucht des Jungstorches wollen die Naturschützer jedoch verzichten, um nicht
in die natürlichen Abläufe einzugreifen.
Wer einen Blick ins Storchennest werfen möchte, klickt im Internet die Seite
http://storch.telecentrum.de/ramgen/broadcast/cam1.rm
an. Mehr Infos gibt es auf der Storchen-HP unter: http://www.neusob.de/storch-sob