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Neuburger Köpfe: Markus Jocher
Neuburg, 19.09.2018 - 10:36 Uhr
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Neuburger Köpfe: Markus Jocher

Geschäftsführer des Stadtmarketing Neuburg an der Donau e.V.

Vita: geboren in Garmisch-Partenkirchen – Schule –Gymnasium – Studium an der Uni der Bundeswehr in München – Ausbildung im Fliegerischen Dienst – 1987 bis 2001 beim Jagdgeschwader 74 in Neuburg – seit 2001 im Stadtmarketing tätig

Sie waren Major beim Jagdgeschwader 74. Welche Aufgabe hatten Sie dort?

Ich bin 5 Jahre in der Staffel geflogen und war anschließend 7 Jahre lang Nachrichtenstabsoffizier des Geschwaders. Die Fliegerei ist ein Traumberuf gewesen, aber auch das andere danach war eine interessante und abwechslungsreiche Tätigkeit. Ich flog in Sardinien, Kanada, USA, Belgien und war für die Nato als Überprüfer unterwegs. In meine Zeit fiel auch die Auftragsänderung zu den Krisenreaktionskräften. Es war interessant beim Aufbau mitzuwirken, da man ganz aufschlussreiche Dinge über andere Länder, andere Waffensysteme etc. erfuhr.

Wie kamen Sie zum Stadtmarketing?

Nach dem Ausscheiden aus der Bundeswehr habe ich im Oktober 2001 eine Ausbildung bei der Stadt Neuburg angefangen und zugleich ein Aufbaustudium am Institut für City- und Regionalmanagement in Ingolstadt begonnen, das ich nach 2 Jahren erfolgreich beenden konnte. Meine Aufgabe während dieser Zeit war es, mit bestehenden Arbeitskreisen in Neuburg ein funktionsfähiges Stadtmarketing aufzubauen und das Ganze in einen Verein überzuführen. Im April 2003 wurde der „Stadtmarketing Neuburg an der Donau e.V.“ gegründet und ich erhielt einen Vertrag als geschäftsführender Vorstand.

Welche Ziele hat der Verein?

Wir wollen die Attraktivität Neuburgs als Einkaufs-, Erlebnis- und Kulturstadt in der Region steigern, den Wirtschaftsstandort Neuburg durch verschiedene Maßnahmen und Veranstaltungen stärken, sowie alle Interessengruppen motivieren und koordinieren, um  durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit die Anziehungskraft der Ottheinrichstadt allen bewusst zu machen.

Wie viele Mitglieder hat der Stadtmarketingverein?

Im Moment sind es 227. Das ist für eine Stadt mit der Größe Neuburgs eine sehr gute Zahl. Natürlich wäre es wünschenswert, noch mehr Leute dafür zu begeistern.

Gibt es dafür überhaupt noch ein Potential dafür?

In Neuburg sind ca. 1.400 gewerbliche Betriebe angemeldet und ich freue mich über jeden, der Mitglied wird, denn das Stadtmarketing zusammen mit den wirtschaftlichen Verbänden, der Stadt, Stadtverwaltung und der Politik versuchen für die GANZE Stadt eine erfolgreiche Arbeit zu leisten! Und deswegen können wir nie zu viele Mitglieder haben.....

Das Stadtmarketing hat ja schon viele Aktionen gestartet. Welche war die schönste oder die wichtigste?

Entscheidend war zuerst, die Leute dafür zu begeistern, dass sie mit ihrem Betrieb mitmachen und in den Verein als Mitglied eintreten. Anhand der „Himmelblauen Wochenenden“ konnte man sehr gut zeigen, welchen Vorteil es hat, wenn man gemeinsam etwas macht und es auf eine breite Basis stellt. Persönlich sehr viel Spaß gemacht hat mir die Partypiste mit Antenne Bayern. Ich komme ja aus den Bergen und wenn man in Neuburg mal sagen kann „Ski und Rodel gut“, dann „is des a g’wandte G’schicht’“.

Ist eine Aktion mal nicht nach Ihren Wünschen gelaufen?

Ja, die Modewochen, die wir als eigenes Event speziell für den Handel angedacht haben. Wir wollten mit einem kleinen Kreis von Textilgeschäften eine Idee gemeinsam entwickeln.... Stadtmarketing heißt ja nicht: Der Jocher tourt vor, der Dr. Gmehling als Vorsitzender des Vereins hält die Hand drüber und dann machen alle mit, sondern wir machen es gemeinsam. Wir vom Stadtmarketing unterstützen halt die Leute und wenn die sagen: „Im Moment ist die Zeit nicht reif dafür“, dann lassen wir eben die Finger davon. Da bin ich niemanden gram deswegen.

Welche Ideen haben Sie noch „in petto“?

In den 5 Jahren seit Vereinsgründung haben wir sehr viel erreicht: über 220 Mitglieder, feste, sich wiederholende Veranstaltungen und steigende Besucherzahlen. Für die Zukunft ist Standortmarketing ein ganz wichtiges Element. Mit dem Flächen- und Leerstandsmanagement wollen wir uns einer Problematik widmen, die in Zukunft in den Innenstädten eine immer größere Rolle spielen wird aufgrund des Druck von Konkurrenzstädten, von Geschäften auf der „grünen Wiese“ oder von Sachzwängen aus dem Handel oder dem Handwerk selbst. Es geht nicht nur darum, Leerstände zu beseitigen, sondern auch den Branchenmix zu erhalten und neue Betriebe in die Stadt zu bringen, um die Attraktivität hoch zu halten, denn dann kommen die Menschen auch nach Neuburg. Und das ist das Entscheidende!

Einige Geschäftsleute scheinen das noch nicht zu akzeptieren?

Die Voraussetzung dafür ist, dass wir das Gemeinschaftsgefühl steigern und versuchen in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und den Randgebieten der Wirtschaftsförderung und des Tourismus Konzepte zu entwickeln und umzusetzen, denn dann haben wir auch die entsprechende Wirtschaftlichkeit.

Erzählen Sie uns etwas aus Ihrem Privatleben?

Ich bin 45 Jahre alt, verheiratet; wir haben drei Kinder: Florian (23 J.) studiert in Ingolstadt im 6. Semester Betriebswirtschaft, Matthias (20 J.) möchte gerne Zivilpilot werden und ist in Paderborn auf einer Flugschule und Maximilian (11 J.) besucht noch das Gymnasium. Meine Frau hat selber ein Geschäft, d.h. dass ich tagtäglich die Problematik eines selbständigen Händlers/ Gewerbetreibenden auch von der praktischen Seite her mitkriege. Mein Lieblingsgericht ist „Amatricciano, ein umbrisch-italienisches Gericht: Nudeln mit Schweinebauch und Basilikumsoße. Um keine Pölsterchen anzusetzen und als Ausgleich zur vielen Arbeit treibe ich Sport, laufe sehr gerne, gehe zum Bergsteigen, spiele Tennis.

Haben Sie ein Idol?

Der Uli Hoeneß macht den Bereich des Marketings und Managements sehr gut. Das, was er aus dem FC Bayern gemacht hat, das werde ich wahrscheinlich nie erreichen, aber er und sein Erfolg ist mein Vorbild.

Haben Sie auch Fehler?

Ich bin einer, der sehr viel will und manchmal ein bisschen ungeduldig ist. Es ist auch nicht richtig, es immer allen Recht machen zu wollen. Vielleicht sollte ich auch etwas konsequenter sein. Es gibt also schon ein paar Punkte, wo ich selbstkritisch bin. Perfekt ist niemand!

Wo stehen Sie politisch?

Mir geht es darum, dass wir alle an einem Strang ziehen. Es gibt überall positive Punkte und die gilt es zu vereinen. Egal welcher Couleur jemand angehört, ich bin neutral und halte Kontakt zu allen.

Was wünschen Sie sich persönlich und beruflich?

Gesundheit und Fortschritt! Stillstand bedeutet für mich Rückschritt. Es gibt nichts Perfektes, sondern immer etwas zum Verbessern oder zum Lernen. Ich wünsche mir, dass unsere Vereinsmitglieder stets ehrlich ansprechen, was nicht gut war und anders gemacht werden muss, damit wir gemeinsam versuchen, besser als die anderen zu sein.

Was wünschen Sie unseren Lesern?

„brennessel“ ist eine Institution und eine Lektüre, die zur Stadt und zum Landkreis gehört, mit vielen Informationen auch darüber, warum es Spaß macht, in Neuburg und in der Region zu leben. Das soll so bleiben!

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