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Lars Bender: Leiter der Touristinformation Eichstätt
Neuburg, 19.09.2018 - 11:07 Uhr
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Lars Bender: Leiter der Touristinformation Eichstätt

Im Jahre 908 wurde das Markt-, Münz-, Zoll- und Befestigungsrecht an Eichstätt verliehen. Ihre 1100-jährige Geschichte feiert die Residenzstadt das ganze Jahr über mit zahlreichen Festen, Festspielen, Ausstellungen, Konzerten und speziellen Führungen. Auch abseits der Jubiläumsfeierlichkeiten finden viele Touristen nach Eichstätt, gibt es doch zahlreiche Kostbarkeiten in der Altmühlstadt zu entdecken: fossile Zeugen der Urzeit wie der Urvogel Archaeopteryx, heilige Gebeine, mächtige Fürstbischöfe mit einer Leidenschaft für blühende Gärten, Kunstwerke barocker Baumeister und vieles mehr.

Herr Bender, sind Sie - als Leiter der Touristinformation Eichstätt – mit der Entwicklung im Tourismusbereich zufrieden?
Wir haben rund 120.000 Übernachtungen pro Jahr. Dazu kommen noch cirka 400.000 bis 500.000 Tagesgäste. Es läuft also sehr gut. Wir können uns überhaupt nicht beschweren. In den letzten vier Jahren hatten wir zweistellige Zuwachsraten! Das war anders, als ich hier angefangen hatte. Da war Eichstätt ein wenig auf dem absteigenden Ast. Wir haben dann alles umgekrempelt, den gesamten Außenauftritt der Stadt Eichstätt verändert und die Produktpalette sehr stark erweitert. Jetzt ernten wir die Früchte unserer Arbeit.

Wie sind Sie an Ihre Stelle gekommen? Was haben Sie vorher gemacht?
Ich bin eidgenössisch diplomierter Touristikfachmann, habe also schon vorher im touristischen Bereich gearbeitet, zuerst bei der Fluggesellschaft LTU in Düsseldorf, dann bei verschiedenen Reiseveranstaltern. Ich hatte allerdings schon vor Jahren den Wunsch, in den regionalen Deutschland-Tourismus zu wechseln. Als diese Stelle ausgeschrieben wurde, habe ich mich beworben und wurde genommen.

Waren Sie für die LTU auch in anderen Ländern unterwegs?
Jein. Meine Haupttätigkeit war in der Hauptzentrale in Düsseldorf, aber man hatte ab und zu die Gelegenheit, in ein fremdes Land fliegen zu können, weil man sich zumindest ein bisschen dort auskennen musste.

Der Unterschied zwischen einem großen, weltweit agierenden Unternehmen wie die LTU in Düsseldorf und der Touristikinformation in Eichstätt ist doch gravierend? Kommt Ihnen hier nicht alles ziemlich provinziell vor?
Da muss ich widersprechen! Die Vielfalt der Aufgabenbereiche ist hier viel, viel größer!
Hier kann ich viel kreativer sein. Man ist nicht so sehr auf einen ganz bestimmten Bereich fixiert, den man bearbeitet, sondern hat ganz unterschiedliche Aufgaben: Man ist hier praktisch alles vom Gästebetreuer bis zum Marketingfachmann, Veranstalter für bestimmte Feste; man ist in die Politik involviert usw. Das ist viel interessanter und abwechslungsreicher. Mir gefällt es hier sehr gut. Deswegen habe ich diesen Schritt auch nie bereut.

Welche Möglichkeiten bieten sich in Eichstätt den Besuchern?
Wir haben mehrere Standbeine: zum einen für Gäste, die in der Natur aktiv sein wollen, z.B. beim Rad fahren, Wandern, Bootsfahrten oder Fossilien sammeln in den Steinbrüchen, zum anderen für die Gruppe der Kulturinteressierten, die gerne Städte und Museen besichtigen. Wir haben so viel Sehenswertes, dass man nicht nur einen Tag hier bleiben kann, sondern auch mehrere. Da wir im Zentrum des Altmühltals liegen, sind wir auch als Ausgangsstandort für Ausflüge sehr gut geeignet, nicht nur innerhalb des Naturparks, sondern auch darüber hinaus nach Ingolstadt oder Neuburg. Deshalb machen wir mit Neuburg auch den „Kultur-Zweikampf“ und andere Kooperations-Projekte.

Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?
Wir möchten den Tourismus in Eichstätt auf dem jetzigen Niveau stabilisieren und zugleich durch die Ansiedlung eines neuen Hotels Entwicklungsmöglichkeiten schaffen, denn weiteres Wachstum in einem größeren Maße gibt es nur mit neuer Bettenkapazität.

Die Stadt Eichstätt will also ein neues Hotel bauen?
Nicht selber bauen. Dazu werden Investoren und Betreiber benötigt. Ein geeignetes Grundstück ist bereits am Eisenbahngelände, ganz zentral in der Innenstadt, vorhanden und ich denke, dass wir es schaffen, innerhalb der nächsten 3 – 4 Jahre ein neues Hotel zu eröffnen.

Ist das überhaupt notwendig?
Definitiv ja, auch wenn wir ein sehr stark saisonales Geschäft haben. Im Winter würden wir – was die Bettenkapazität betrifft – kein Hotel brauchen. Das Problem ist aber, dass in den Monaten April bis Oktober die Kapazität nicht ausreicht. Außerdem glaube ich, dass auch außerhalb der Saison die Chance besteht, Übernachtungsgäste nach Eichstätt zu holen, wenn wir mehr im Bereich Tagungstourismus aktiv sein könnten. Aber dazu braucht man das entsprechende Hotel.

Nun zu Ihnen privat: Haben Sie Familie?
Ja, Frau und zwei Töchter mit 10 und 7 Jahren, die mich in den letzten Monaten aufgrund der ganzen Jubiläumsfeierlichkeiten wieder sehr wenig gesehen haben.

Sie haben also nicht viel Freizeit?
Leider zu wenig, weil ich eben sehr oft über die tägliche, normale Arbeit hinaus hier sein muss, z.B. für Repräsentationszwecke oder bei vielen Events oder Besprechungen, denn wenn ich Veranstaltungen vermarkten soll, dann muss ich wissen, was geplant ist und wie sie ablaufen. Daneben gibt es natürlich auch gesellschaftliche Verpflichtungen. Demnach verbringe ich mehr Zeit in Eichstätt als zuhause.

Sie wohnen nicht in Eichstätt?
Nein, in Ingolstadt, bin also Pendler. Oft haben Tourismus-Chefs „Residenzpflicht“, in Eichstätt Gott sei Dank nicht. Ich glaube auch nicht, dass es notwendig wäre. Ein wenig Abstand schadet nicht, denn so sehe ich Eichstätt eher mit den Augen eines Touristen. Man braucht einfach ein bisschen den Blick von außen.

Wenn Sie Zeit haben, was machen Sie gerne?
Ich bin ein Liebhaber jeglicher Musik, höre alles gerne von Rock bis Pop über klassische Musik, gehe auch gerne in klassische Konzerte. Außerdem bin ich gerne mit meiner Familie unterwegs bei Ausflügen. Leider habe ich – wie gesagt – zu wenig Zeit dazu.

Welche Wünsche haben Sie?
Privat möchte ich mehr Zeit für meine Familie haben. Das wäre mein größter Wunsch, insbesondere weil meine beiden Töchter so schnell größer werden. Und natürlich, dass wir alle gesund bleiben.

Was liegt Ihnen beruflich am Herzen?
Ganz wichtig ist, dass der Tourismus nicht nur von der Touristinformation gestaltet wird, sondern dass sich alle engagieren, die in irgendeiner Weise davon profitieren. Dazu gehören die touristischen Leistungsträger vom Hotel bis zum Bootsverleiher, auch der Einzelhandel und die Politik. Mein Wunsch ist es, dass wir die Unterstützung bekommen, die wir bis dato haben und von denen, wo wir sie noch nicht bekommen, in Zukunft verstärkt erhalten. Nur dann haben wir auch künftig die Chance auf einen florierenden Tourismus.

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