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Kleider machen Leute
Neuburg, 24.05.2012 - 04:40 Uhr
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Kleider machen Leute

Die Geschichte der Mode (Teil 1)

Dass es überhaupt Badeanzüge gibt, daran ist eigentlich der Pionier der Eisenbahn, George Stephenson schuld, denn Sommerferien an der See wurden erst durch den Bau von Eisenbahnen richtig möglich. Kaum durchzogen die Schienenstränge das Land, begannen Küstenstädte wie Brighton und Magate in England oder Ostende in Belgien für das Strandleben zu werben.

Im “Adamskostüm”
Damals gab es noch keine Badeanzüge, Männer und Frauen tummelten sich so wie Gott sie geschaffen hatte - also nackt - in der Brandung, allerdings getrennt nach Geschlechtern. Als in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts jedoch immer mehr Badegäste anreisten, wollten die Moralapostel in einem zähen und langandauernden Kampf Sitte und Anstand wieder herstellen. So füllten die Londoner “Times” 1855 bis 1865 Hunderte von Spalten mit der sommerlichen Kontroverse um das skandalöse Nacktbaden.

Der Badeanzug kommt!
Um Sitte und Anstand zu wahren und trotzdem im Meer baden zu können, wurde eine Neuerung aus Frankreich begeistert aufgenommen: der Badeanzug! Die Damen trugen ein wollenes Beinkleid und eine schwarze, bis zu den Knien reichende Bluse, die von einem Ledergürtel gehalten wurde, die Herren einen gestreiften Matrosenanzug. Im Laufe der Zeit schrumpften die Stoffmaße der Badeanzüge und schließlich kurz vor dem 2. Weltkrieg gab es bereits zweiteilige Badeanzüge.

Hochexplosiv: Bikini
Für eine kleine Sensation sorgte nach dem Krieg ein auf wenige Stoffrestchen reduzierter Zweiteiler, der Bikini - genannt nach dem amerikanischen Atomversuchsgelände in der Südsee, dem Bikiniatoll, da seine Wirkung genauso expolsiv sein soll wie die der dort gezündeten Atombomben. Inzwischen verzichten immer mehr Menschen wieder auf den Badeanzug und baden nackt, nicht nur in FKK-Gebieten, sondern überall, was die Gemüter auch heutzutage wiedererregt.

Was Bikini & Badehose verraten
Faul am Strand oder am Weiher liegen, Sonnenbrille aufsetzen, Leute gucken und nebenbei die unterschiedlichen Typen analysieren. Das geht super, denn die Träger/Innen der Bademode geben ganz viel preis. Was für ein Typ Frau im Bikini steckt, das verraten die Farben:

  • Gelb = Typ unkompliziert: Diese Frauen wirken leicht und fein, können aber trotzdem sehr lebhaft sein. Sie nehmen die Männer, so wie sie sind.
  • Khakigrün = zurückhaltend, konventionell: Obwohl diese Strandnixe sexy wirkt, ist sie ziemlich verschlossen. Wer seine Persönlichkeit nicht preisgeben will, versteckt sich (wenn auch nur symbolisch) hinter dieser Tarnfarbe.
  • Grün = harmoniesüchtig: Gün drückt ein großes Schutzbedürfnis und viel Sehnsucht nach Harmonie aus. Eine Traumfrau für jeden Mann mit ernsten Absichten!
  • Schwarz = cool: Hier sollte man/n erst mal Abstand halten. Frauen im schwarzen Badedress geben sich cool, wollen aber nicht selten insgeheim doch erobert werden, aber nur von Männern mit Format.
  • Lila = aufregend: Sie ist eine starke Individualistin, die in der Liebe den Ton angibt und mehr als einen Versuch wert.
  • Orange = lebenslustig: Wer sich für diese Farbe entscheidet, hat extrem viel Power und Lust auf Abenteuer - mit Leichtsinn hat dies aber nichts zu tun. Diese Frauen wissen genau, was sie wollen und was nicht.
  • Rot = Powerfrau: Sie strotzt vor Selbstbewusstsein und Energie (auch sexuell). Sie will Spaß und Herausforderungen. Manche Männer stufen so viel weibliche Dominanz als bedrohlich ein, eigentlich schade.

Was die Badehose über IHN verrät:
Männer kaufen ihre Badehose meistens nicht nach dem aktuellen Modetrend, sondern sie wählen unbewusst die Strandbekleidung, die exakt ihrem Typ entspricht und die tragen sie dann jahrelang:

  • Die klassische Kurz-Badehose wird meist von konservativen, zurückhaltenden und etwas schüchternen Männern getragen. Sie sehnen sich nach Liebe und Geborgenheit und machen nur sehr selten den ersten Schritt.
  • Oberschenkellange Shorts sind das typische Outfit für Surfer und Strändläufer, also für junge, sportliche und dynamische Männer oder für solche, die sich dafür halten.Spaß und Flirt stehen bei ihnen an erster Stelle, mit der Treue nehmen sie es aber nicht so genau.
  • XXL-Schlabberhosen-Träger sind auch im Erwachsenenalter noch richtige Kindsköpfe. Die Liebe ist für sie nichts als ein Spiel. Läuft es nicht so wie sie wollen, werden sie schnell bockig.
  • Der knappe Strand-Tango ist das Outfit eines großen Machos, das er meist noch durch Goldkettchen und einer verwegenen Sonnenbrille komplettiert. Er hält sich für unwiderstehlich und wer ein Abenteuer sucht, ist bei ihm richtig!
  • Männer, die enganliegende Pants bevorzugen, sind für jede Frau ein Glücksfall: Sie haben ein gesundes Selbstbewusstsein, wissen, was sie wollen und sind perfekte Liebhaber.

Also passen Sie auf, was sie beim nächsten Brandlbad-Besuch oder am Badeweiher tragen. Man/frau analysiert Sie ganz genau!


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