Phantastische Tatsachen: Wüsten
Die Sahara ist die größte Wüste der
Welt. Sie ist ausgedehnter als alle vier nächstgrößten Wüsten zusammengerechnet.
Sie ist so riesig wie die Vereinigten Staaten von Amerika einschließlich des
größten Teils von Alaska. Sahara: 9 Mio qkm, Australien: 3,4 Mio qkm, Arabien:
2,6 Mio qkm, Große Amerikanische Wüste: 1,3 Mio qkm. Die Sahara war vor 175
Jahren noch von Bäumen und Pflanzen bewachsen und Giraffen und Elefanten durchstreiften
das Land, wo heute nur noch Wüste ist. Die Sahara wächst jede Minute um die
Größe von vier Fußballfeldern oder jährlich um 1,5 Mio Hektar. Das ist ein Gebiet
so groß wie Schleswig-Holstein.
Die
trockenste Wüste ist die Atacama-Wüste im nördlichen Chile in Südamerika. Bis
1971 gab es dort 400 Jahre lang überhaupt keinen Regen. Die nebligste Wüste
ist die Namib-Wüste in Namibia in Südwest-Afrika. Der Nebel kommt vom Atlantischen
Ozean herüber. Tagsüber wird der Wüstensand bis zu 90° C heiß. Das ist benahe
heiß genug, um Wasser zu kochen und zu heiß für Alkohol, da er bereits bei 80°
C verdampft. Wüstenreisende sehen manchmal einen See, der gar keiner ist. Das
nennt man Fata Morgana. Sie wird durch eine Lichttäuschung hervorgerufen, bei
der es scheint, als wenn ein Teil des blauen Himmels vom Land eingeschlossen
würde. Die größten Sanddünen gibt es in der algerischen Sahara. Sie sind bis
zu 430 m hoch, beinahe dreimal so hoch wie die große Cheopspyramide in Ägypthen
oder 2,5 mal so hoch wie der Kölner Dom.
Wüstenpflanzen haben oft sehr lange Wurzeln, um soviel Flüssigkeit
wie möglich aufzunehmen. Einige Wüstenakazien haben Wurzeln, die 15 m tief in
den Boden dringen, also etwa 5 Stockwerke hoch. Kamele können einige Tage ohne
Nahrung und Wasser auskommen. Sie tragen einen Fettvorrat in ihren Höckern.
Ein Kamel mit einem niederhängenden Höcker ist also hungrig. Ihr Körper verliert
fast kein Wasser, denn sie schwitzen so gut wie nie.