René Eichler - “Neuburg als Einkaufs- und Erlebnisstadt etablieren!”
Seit knapp 2 1/2 Jahren leitet René Eichler, Inhaber des Wein- und Käsefachgeschäftes Vino-Peccorino in Neuburg, die Geschicke der Werbegemeinschaft Treffpunkt Neuburg. “Mit Erfolg...” lässt sich Eichler ein Statement entlocken. “Dies habe ich einem guten Team zu verdanken, das mir bei allen Planungen und Entscheidungen mit Rat und Tat zur Seite steht.”
Neuburger und gelernter Kellner
René Eichler wurde 1961 in Neuburg geboren und wuchs in Augsburg auf.
Er lernte in der Fuggerstadt Kellner in der Schwarzwälder Stub’n. “Heute
nennt man den Beruf des Kellners ja Gastronomie-Servicefachkraft oder so ähnlich
- damals sagte man noch schlicht Kellner. Naturgemäß beschäftigte
ich mich in den ersten Jahren meiner beruflichen Tätigkeit mit der Gastronomie
und suchte nach erfolgreichem Abschluss ein geeignetes Lokal um die eigenen
Ideen in die Tat umzusetzen. Durch Zufall bekam ich ein Angebot zur Bewirtschaftung
des King George in Neuburg. Alsdann eröffnete ich vor 18 Jahren zusammen
mit Peter Eckmann ein eigenes Lokal.”
Musikcafe - Bistro - Restaurant ... - Weinhändler!
Vom Tellerwäscher zum Millionär! Das sind Geschichten, die man
sich gerne für das eigene Leben wünscht. Die Geschichte von René Eichler
klingt ähnlich, was den dynamischen Fortgang der geschäftlichen
und ideellen Aktivitäten betrifft. Der Richtigkeit halber muss es aber
heißen: Vom Kellner zum Einzelhändler und Werbegemeinschaftsvorsitzenden. “Die
vielen Jahre im King George waren für mich und meinen Partner Lehrjahre
auf dem Weg zu neuen Aufgaben. Mit der Zeit wird man reifer und die Ansprüche ändern
sich. Unser Lokal mauserte sich in den vielen Jahren von einem Musikcafe
bis hin zu einem gehobenen Restaurant. Die logische Konsequenz war, dass
durch die kontinuierliche Pflege unserer Küche und Kochkunst ein Image
wuchs, dass das Thema Weingenuss immer stärker in den Vordergrund brachte.
Um unseren Kunden gute Tropfen näher zu bringen lagerten wir immer mehr
Weinsorten in unser Gewölbe und bauten somit langsam aber stetig unseren
Weinkeller aus. Mit dem Weinkeller wuchs gleichsam unser Wissen um denselben
und so besuchte ich Seminare, die mir u.a. den Titel ‘Anerkannter Berater
für Deutschen Wein’ einbrachten. Dies wiederum war das Sprungbrett
zum Weinfachhandel. Am Anfang liefen beide Geschäfte nebeneinander.
Peter Eckmann kümmerte sich um die Belange unserer Gastronomie und ich
baute sukzessive den Weinfachhandel auf.”
Seit 18.12.98 ‘Weinjuwel’ - Mitgliedschaft bei der Werbegemeinschaft
“In den ersten Jahren hatten wir für unsere Gastronomie nur einen
Wein-Lieferanten. Diesen Umstand änderte ich fortan und baute einen Lieferantenpool
auf. Ende 1998 war es dann soweit mit der Eröffnung unseres Weinjuwels in
der Luitpoldstraße in Neuburg. Durch das Fachgeschäft wuchs auch mein
Interesse an dem Einkaufsstandort Neuburg und der Werbegemeinschaft Treffpunkt
Neuburg. Nach dem Umzug in die Rosenstraße wurde ich von Karl-Heinz Lanig
angesprochen, mich doch stärker in der Werbegemeinschaft zu engagieren und
meine Ideen mit einzubringen. Für mich waren damals einige Punkte für
meinen Beitrag wichtig: Die Werbegemeinschaft soll eine geschlossene Einheit
darstellen und als Ziel die Steigerung der Attraktivität des Standortes
Neuburg mit beinhalten. U.a. wurde in dieser Zeit auch das Himmelblaue Wochenende
ins Leben gerufen; eine Idee, bei der die Stadt, die Gewerbetreibenden und die
Vereine um Sport und Kultur bis heute in vorbildlicher Manier zusammen arbeiten.
Einer der wichtigsten Punkte für mich war, dass die Werbegemeinschaft Kundenservice
und -freundlichkeit für den Verbraucher transparent macht. Erfolge und Bemühungen
müssen sichtbar gemacht werden.”
Über 1000 Stunden für Neuburg
Besondere Leistungen bedürfen einen besonderen Aufwand. René Eichler
investierte das Kostbarste, was jeder von uns besitzt - ZEIT. Mit über
1000 freiwilligen Arbeitsstunden in 2004 für Werbegemeinschaft und Stadtmarketing
meisterte er nicht nur die Aufgaben der Werbegemeinschaft, nein, er engagierte
sich zudem als stellvertretender Stadtmarketingvorsitzender für den
Aufbau des neu gegründeten Vereins. In unzähligen Abenden entstanden
zusammen mit Markus Jocha Konzepte und Ideenpools, die in erster Linie die
Einigung und Präsentation der Neuburger Geschäftswelt als oberste
Prämisse sieht. “Der Aufwand des letzten Jahres hat sich gelohnt.
Die Werbegemeinschaft ist nahezu geschlossen in das Stadtmarketing eingetreten.
Außerdem verzeichnet das Büro des Stadtmarketings in den nächsten
Tagen die Aufnahme des 200. Mitglieds - das macht uns alle sehr froh und
lässt erwartungsvoll in die Zukunft schauen. An dieser Stelle muss man
klar das Engagement und die Unterstützung der Stadt Neuburg für
die Gewerbetreibenden sehen. Der Verzicht auf die Parkgebühren bei den
Himmelblauen Wochenenden ist ein Meilenstein von vielen für die Einkaufsstadt
Neuburg. Somit konnte das Parkplatzproblem Neuburgs auf eine sehr unbürokratische
und effektive Art und Weise gelöst werden. Die Besucher Neuburgs sind
obgrund dieses Umstandes sehr dankbar und das wiederum merken natürlich
die angebundenen Geschäftsleute in hohem Maße. Überhaupt
möchte ich unterstreichen, dass die Kooperation zwischen den Belangen
der Stadt, dem kulturellem Leben, Infrastruktur und gewerblichen Aktivitäten
wohl in kaum einer anderen Stadt unserer Größe so reibungslos
und zum Teil sogar harmonisch abläuft wie in der unsrigen.”
..für die Zukunft
“Für Peter Eckmann und mich ist es jetzt erst einmal wichtig, in unserem
neuen Geschäft Fuß zu fassen. Mittlerweile umspannt unser Sortiment
neben Wein und Käse auch andere Feinkost-Spezialitäten, Süßwaren
und etliches mehr... Der Schritt mit dem Geschäft in die Franziskanerstraße
zu ziehen war nach ersten Auswertungen der Richtige... Die Franziskanerstraße
ist in meinen Augen Neuburg’s Frischestraße. Hier findet man Bäcker,
Metzger, Restaurant und eben ein Feinkostgeschäft mit Wein und Käse
- ich finde, das passt ganz gut!
Um die Werbegemeinschaft und das Stadtmarketing ist mir nicht bange. Zwar
musste ich jetzt im Zuge des Umzugs mein Engagement etwas zurückfahren.
Aber mit einem solchen Powerteam in der Vorstandschaft im Rücken, die
mich über die Amortisierungsphase bestens entlasten, kann ich mich getrost
den jetzt anstehenden Aufgaben widmen, die sich natürlich um unser neues
Geschäft drehen.
Für mich persönlich wünsche ich mir Gesundheit. Deshalb schwinge
ich mich für meine Fitness gerne auf’s Radl.