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30. Ehekirchener Hochzeitsfest
Neuburg, 10.07.2020 - 15:07 Uhr
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30. Ehekirchener Hochzeitsfest

mit Brauchtumsumzug & Bauern-Handwerker-Kleinkunstmarkt am Sonntag, 5. September 2004

„Feste soll man feiern, wie sie fallen!“ Im Bereich der Einheitsgemeinde Ehekirchen gab es heuer reichlich Grund dazu, standen doch einige Gründungsjubiläen an. Das 30-jährige Jubiläum des Hochzeitsfestes bildet den Abschluss im Reigen der Feierlichkeiten. Hier wird sich nun zeigen, ob die Bürger der Einheitsgemeinde noch genug Ausdauer und Durchhaltevermögen besitzen, sind sie doch nicht nur als Besucher gefragt, sondern oft auch als Helfer auf dem Bauern-/ Handwerker- und Kleinkunstmarkt oder als einer der 700 Mitwirkenden beim großen und farbenprächtigen Brauchtumsumzug am Sonntag, 5.9., (Beginn 13.30 Uhr), der vom Heimatverein Ehekirchen organisiert wird.

Zünftiger „Gmoa-Abend“

Den Auftakt des Festes läutet traditionsgemäß der „Gmoatag“, gleichzeitig auch „Tag der Betriebe und Vereine,“ am Samstag, 4. September um 19 Uhr im Hochzeitsstadel ein. Im Mittelpunkt steht dabei die Kommunikation zwischen den Bürgern aus den ehemals selbständigen Ortsteilen, deren Wappen den „Gmoabaum“ im Zett-Stadel zieren. Bei zünftiger Stimmungsmusik von der Blaskapelle Ehekirchen mundet ein deftiger Braten oder Brotzeit natürlich doppelt so gut. Für Abwechslung sorgt stets ein spannender Wettbewerb. So mussten im letzten Jahr die angetretenen Teams Bierkästen zu einem Turm aufstellen, wobei die Seiboldsdorfer Feuerwehrler mit 28 Kästen sich als Meister im „Hochstapeln“ herausstellten. Ob heuer der gleiche oder ein anderer Wettkampf stattfindet, stand bis Redaktionsschluss noch nicht fest. Nur eines ist sicher: Für die Sieger gibt es wieder Preise zu gewinnen.

„Bier-Hochzeit“

Den Höhepunkt des Umzugs am Sonntag bildet die Vermählung der Gerstenbraut mit dem Hopfenbräutigam, welche die Vereinigung von Hopfen und Gerste zu Bier darstellt. Zusammen mit dem Hochzeitslader, den hübschen Brautjungfern und den in festlicher, alter Tracht gekleideten Hochzeitsgästen geben sie einen Einblick in die damaligen Gepflogenheiten, zu denen z.B. auch der Umzug der Braut vom Elternhaus zum Anwesen des Bräutigams, mit der dazugehörigen Aussteuer und Mitgift auf dem Kammerwagen, gehörte.

Wie man einst arbeitete & lebte

Der Ehekirchener Brauchtums-Umzug (mit 25 Pferdegespannen!!) demonstriert in beeindruckender Weise die „gute, alte Zeit“, als auf den bäuerlichen Anwesen noch zahlreiche Dienstleute Hof und Feld bestellten, wobei aber bei aller Mühsamkeit auch noch ein Stück Zufriedenheit und Frohsinn bei der Arbeit zu spüren war und sich nicht alles so sehr am Profit orientierte. In verschiedenen Szenen wie z.B. Getreideernte, Erntebrotzeit, Bauern im Wirtshaus, Gemeinderatssitzung, Volksschulklasse, Handwerker usw. wird das Leben von einst nachgestellt.

Das Herz so manchen älteren Besuchers wird angesichts der antiken Gerätschaften und Maschinen höher schlagen, wurden diese meist noch in der eigenen Jugendzeit verwendet. Für die jüngere High-Tech-Generation ist es sicherlich genauso interessant, stehen doch Häufelpflug, Brettlwagen, Heuwagen, Rechen und Gabeln, Dreschflegel, Gsodschneider und viele andere antiquarische Geräte aus Großvaters Zeiten im markanten Gegensatz zu den heute eingesetzten modernen Maschinen wie 6-Scharer-Wendepflug, selbstfahrender Kartoffelvollernter, Rundballenpresse, Mähdrescher oder 8-reihiger Maishäcksler.

Bodenständiger Markt & Gstanzlsingen

Nach dem Umzug, zu dem bei schönem Wetter Tausende von Zuschauern erwartet werden, bietet sich ein Besuch des Ehekirchener Bauern-/ Handwerker- und Kleinkunstmarktes an, der inzwischen weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt ist. Wer sich jedoch in Ruhe an den Ständen umsehen will, sollte dazu die eher ruhigeren Vormittagsstunden wählen. Der Markt ist von 10 - 19 Uhr geöffnet. Auch gegen Hunger und Durst lässt sich im und außerhalb des Hochzeitsstadels sicherlich das Passende finden. Deftig-heftig-lustig wird es am Sonntagabend im Hochzeitsstadel werden, denn laut Matthias Strobl, 2. Vorsitzender des Heimatvereins, findet heuer wieder das äußerst beliebte Gstanzlsingen statt, wobei jedoch noch nicht genau feststeht, wie viele Hochzeitslader sich daran beteiligen und dem Publikum ein herzliches Lachen oder Schmunzeln entlocken werden. Stimmung garantiert auch die engagierte Band - und wer sich vom langen Sitzen die Beine etwas „vertreten“ will: Auf der Empore, dem „Taubenschlag“ wurden bisher stets einige mutige Tänzer gesichtet....

Geschichtlicher Hintergrund

Der Ursprung des Ehekirchener Hochzeitsfestes geht auf die anno 1907 stattgefundene Vermählung des Großvaters von Georg Zett, 1. Vorsitzender des Heimatvereins Ehekirchen, zurück. Dieser hatte als Brauereibesitzer anlässlich seiner Heirat sein eigenes Hochzeitsbier kreiert. Nach vielen Jahren wurde das Rezept zufällig wieder entdeckt, erneut gebraut und im Rahmen des 1. Ehekirchener Hochzeitsfestes vor 30 Jahren vorgestellt. Einige Jahre später wurde erstmals ein Brauchtumsumzug organisiert, der im Laufe der Zeit stets umfassender wurde und immer mehr Schaulustige anlockte. Monika Frank (jetzt Meitinger) und Martin Rosskopf bildeten als Gerstenbraut und Hopfenbräutigam das erste Ehekirchener Hochzeitsfest-Paar. Seit 1994 übernimmt die umfangreiche Organisation des Umzugs der Heimatverein Ehekirchen, der auf Initiative des verstorbenen Altbürgermeisters Franz Braun 1993 gegründet wurde und nun von Georg Zett, Enkel des Hochzeitsbier-Erfinders, geleitet wird.

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30. Ehekirchener Hochzeitsfest.

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