Gut Ding will Weile haben: Startschuß für Neubau der Neuburger Stadtwerke
Die Verwirklichung eines lang gehegten Wunsches begann mit einem Spatenstich am 7. Juli 2005: der Neubau der Stadtwerke Neuburg an der Heinrichsheimstraße (neben der Stadtgärtnerei). Nach langen Diskussionen und Irritationen, so Oberbürgermeister Dr. Bernhard Gmehling, habe man sich endlich zum Neubau durchgerungen. Das jetzige Gebäude am Brandl sie nicht mehr zeitgemäß und auch nicht mehr vertretbar gewesen, was auch die Hochwasserkatastrophe im Jahre 1999 und 2002 gezeigt habe.
Viel Diskussionsbedarf habe die Grundstücksfrage ergeben, resümierte Gmehling. Außerdem habe ein umfassender Wettbewerb stattgefunden.
Mit dem Ergebnis, einem solide und gut anzusehenden Entwurf, sei man sehr zufrieden. Zur Debatte stand auch, ob das Projekt im Ganzen an
einen Investor übergeben und dann angemietet oder in Eigenregie erstellt werden sollte. Da die Stadtwerke eine entsprechende Rücklage
ansparen konnten, entschied man sich für das Letztere. Jetzt müsse man darauf achten, so OB Gmehling, dass der Kostenrahmen auch
eingehalten werde. Deshalb habe man auf jeglichen „Schnickschnack“ verzichtet. „Wenn alles klappt, dann wird das Gebäude
im Herbst 2006 fertig!“ Dies sei ein Vertrauensvorschuss an den Architekten.
„Wir lassen uns gerne fordern“, konterte Architekt Professor Josef Reindl. Für den Bedarfs- und Strukturplan habe man 15
Standorte untersucht und abgewägt. Es freue ihn, dass die Stadt seiner Empfehlung gefolgt sei. Bei einer guten Zusammenarbeit könne
die Baumaßnahme in einem Jahr über die Bühne gehen, worauf er sogar wetten wollte. Werksleiter Hans-Jürgen Hill betonte
das umsichtige Wirtschaften der Stadtwerke in der Vergangenheit, weshalb die Baumaßnahme mit eigenen Mitteln finanziert werden könne
und versprach seinen Kunden, auch weiterhin damit sparsam umzugehen.
Die lange Vorlauf-Phase des insgesamt 6 Mio teuren Projektes skizzierte Stadtrat und Werkreferent Rudolf Mayer als letzter Redner kurz und
bündig: „Nach einer außergewöhnlich schwierigen Zeugung und einer überlangen Schwangerschaft erfolgt heute die
Geburt ‚unseres Kindes’, das sich hoffentlich gut entwickeln wird!“ Sozusagen als „Geburtshelfer“ mittels Spatenstich
fungierten u.a. Werkleiter Hans-Jürgen Hill, Oberbürgermeister Dr. Bernhard Gmehling, Werkreferent Rudolf
Mayr, Architekt Prof.
Josef Reindl, Baureferent Raimund Kerner und Bauunternehmer Franz Georg Ettenreich.