Sonderausstellung im Museum im Pflegschloss: Johannes Selbertinger - Retrospektive/Das Gesamtwerk
Die Ausstellung zeigt erstmals Arbeiten aus allen Schaffensperioden des Malers Johannes Selbertinger und dokumentiert die originäre Entwicklung seiner Kunst. Johannes Selbertinger, 1930 in Tegernsee geboren, schien als Zeichner mit 17 Jahren schon gänzlich ausgereift zu sein. Es entstanden dem Expressionismus verpflichtete plastisch gesehene Gesichter, Charakterköpfe von starker Eindringlichkeit – vorwiegend klassische Portraitdarstellungen, die auf die Herkunft des Künstlers verweisen. In dieser Phase schuf er außer einzigartigen Leinwandarbeiten auch zahlreiche Grafiken und Holzschnitte. Gegen Ende der 50er Jahre zeichnet sich in seinen Arbeiten der Sprung in die Abstraktion ab. Es entstehen Bilder – expressionistisch stark im Ausdruck, auf das Wesentliche reduziert.
Johannes Selbertinger war Schüler von Prof. Xaver Fuhr an der Münchner Akademie der Bildenden Künste, doch der Lehrer steht
in seinem Schaffen nirgends im Vordergrund. Der Maler hat seinen eigenen Stil gefunden und konnte immer seine Unabhängigkeit bewahren.
Selbertingers Bilder zeugen von schier unerschöpflicher Kreativität, Vitalität, Urbanität und Eros. Die pralle Palette
seiner Farbgebung und seine spontane Rhythmik vermitteln eine gewisse Energie, die den Betrachter herausfordert und an seine Sinne appelliert.
Auf zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland, auf Kunstmessen und in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen schafft Selbertingers
Malerei kulturkreis- und generationsübergreifend den Boden für Begegnung und Austausch.
Die Vernissage findet am Sonntag, den 14. August um 14.30 Uh statt. Zur Begrüßung spricht Schrobenhausens 2. Bürgermeisterin
Inge Eberle. Die Einführung erfolgt durch Museums-Leiterin Claudia Freitag-Mair. Die Ausstellung läuft bis zum 31. Oktober 2005
im Museum im Pflegschloss und kann Mi/Sa/So von 14-16 Uhr besucht werden. Weitere Infos unter Tel. 08252/909850 oder per E-Mail: pflegschloss@schrobenhausen.de