Erster Schultag - Schuljahresbeginn
Mit
der Einschulung beginnt für die ABC-Schützen ein neuer Lebensabschnitt. Stand
bisher das Spielen und das Vergnügen im Vordergrund, so kommen auf die Kleinen
erstmals Pflichten zu.
Die Formen des guten Benehmens,
sowie Anstand und Höflichkeit sollten die Eltern ihren Sprösslingen inzwischen
schon beigebracht haben. Damit sind die sog.“Kardinals-Tugenden”, also die allgemeinen
Anstandsformen wie Grüßen, Danken, Bitten und freundlich-Sein gemeint, die einen
gesitteten Menschen auszeichen.
Grenzen setzen
Die Lehrkräfte in der Schule werden versuchen, gute Rahmenbedingungen für das
Lernen zu schaffen. Ein vorgezogener Rahmen, d.h. Grenzen sind notwendig, damit
das Miteinander in der Schule, Familie, Beruf und Alltag möglichst problemlos
funktioniert und sich doch jeder so weit wie möglich frei verwirklichen kann.
Grenzen und Rahmenbedingungen muss in erster Linie das Elternhaus setzen.
Geistige und menschliche Entwicklung fördern
Die Schule kann nicht das nachholen, was Eltern vorher versäumt haben. Sie kann
nur auf deren Grundlage aufbauen. Jegliche Formen der antiautoritären Erziehung
sind längst hinterfragt. Inzwischen wird wieder mehr Wert auf mit Verantwortung
getragener Führung der Kinder und Jugendlichen gelegt, um so ihre Entwicklung
zu verantwortungsvollen und mündigen Menschen zu fördern.
Ranzen & Co.
Natürlich haben die Eltern bereits vorgearbeitet, um die unbewussten Ängste
vor der Schule zu mildern und in dem Kind ein Gefühl der freudigen Erwartung
auf das Kommende zu wecken. Sie haben außerdem etliche wichtige Aufgaben erfüllt:
den richtigen Ranzen für ihr Kind ausgewählt, den sichersten Schulweg ausgetüftelt
und mit ihm eingeübt und - last not least - die Schultüte besorgt oder selbst
mit ihnen gebastelt.
Sinnvoller Tüteninhalt
Deren Inhalt hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Zwar findet man darin
immer noch ein paar Süßigkeiten, aber meist “sinnvollere Dinge” wie bunte Stifte,
ein witziger Radiergummi, ein lustiges Kinderbuch oder kleine Spielsachen. Beliebt
sind auch Hörspielcassetten mit Geschichten um ihre Lieblingshelden. Manche
freuen sich auch über eine Eintrittskarte fürs Kino, witzige Socken oder ein
“cooles” T-Shirt. Überhaupt spielt die Kleidung für die Sprösslinge an diesem
besonderen Tag eine wichtige Rolle. Die Eltern wollen jedoch sicher auch, das
ihr Kleiner/ihre Kleine eine gute Figur in der Schule abgibt. So schaut bei
den meisten bestimmt ein neues Outfit heraus - und dann sieht man besonders
hübsch auf dem Erinnerungsfoto zum Schulanfang aus.
Schlechte Noten wg. Sehschwäche
Sehschwächen sind bei den Sechsjährigen die am häufigsten (25 % d. ABC-Schützen)
festgestellten Gesundheitsmängel wurde bei Reihenuntersuchungen festgestellt.
Wenn ein Kind lustlos in die Schule geht oder seine Leistung im Lesen und Schreiben
plötzlich absackt, über Kopfschmerzen klagt, dann liegt das vielleicht an den
Augen.Während Kurzsichtigkeit oft schon in den erstehen Schuljahren festgestellt
wird, ist die Übersichtigkeit sehr viel schwerer zu erkennen. Die Augenlinse
ist bei Kindern noch so elastisch, dass sie diese Sehschwäche ausgleicht. Unkorrigierte
Übersichtigkeit kann allerdings eine Schielstellung der Augen verursachen.
Auf Anzeichen achten
Aufmerksame Eltern können erste Anzeichen beobachten, wenn ihr Kind Probleme
mit den Augen hat: Liest der Sprössling “mit der Nase”, hält er beim Lesen den
Kopf schief oder kneift er öfters die Augen zusammen, dann sind das deutliche
Signale. Auch Kopfschmerzen, brennende Augen und Konzentrationsschwächen können
Hinweise sein. In diesem Fall müssen die Augen des Kindes überprüft werden,
denn je früher eine Fehlsichtigkeit erkannt wird, desto besser und effektiver
lässt sie sich korrigieren. Sollte eine Brille benötigt werden, so ist beim
Aussuchen der Fassung auch die Meinung der Kinder wichtig. Denn je besser ihnen
ein Modell gefällt, desto lieber werden sie es später aufsetzen. Funktionale
Aspekte dürfen jedoch nicht vernachlässigt werden.