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Barockkonzerte als kleine Festspiele
Neuburg, 13.07.2020 - 03:23 Uhr
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Barockkonzerte als kleine Festspiele

Unterschiedliche Programme - Gesangs-Ausnahmetalent - Sonntag neues Ensemble

Die 55. Neuburger Barockkonzerte rücken näher. Auf sie dürfen sich die Musikfreunde besonders freuen: Der künstlerische Leiter Günter Theis hat zum einen für Freitag, 27. September, und Samstag, 28. September, sowie zum anderen für Sonntag, 29. September (neues Ensemble), zwei sehr attraktive und differenzierte Werkfolgen entwickelt, die manchen gleich zu doppeltem Konzertbesuch verführen sollen und können. Damit wird das im letzten Jahr schon eingeleitete zukunftsweisende Konzept mit noch größerer Abwechslung und noch mehr Facettenreichturm fortgesetzt.

Der Charakter eines kleinen Festivals wird weiter verstärkt, zumal vorab am Donnerstag, 26. September, in der angegliederten Reihe "Art Baroque" im Jazzkeller das schon in den letzten Jahren bewährte Crossover-Konzert wieder einen Brückenschlag von alter zu zeitgenössischer Musik herstellen wird und das verkürzte Schülerkonzert am Freitag, 27. September, um 11 Uhr jetzt als Gesprächskonzert auch interessierten Erwachsenen, die vorab besondere Informationen zur Musik bekommen wollen, offen stehen soll. Brückenschlag im Jazzkeller

Am Donnerstag, 26. September, um 20.30 Uhr wird im Rahmen der Baroque-Brückenschläge diesmal das "Lajos Dudas Quartet" in den Jazzkeller kommen. Der gebürtige Budapester Lajos Dudas genießt gleichermaßen in der klassischen Musik wie im Jazz internationales Renommee. Sein Quartett wird im ersten Set Musik aus dem unerschöpflichen Repertoire Bachs zelebrieren und im zweiten Teil mit Jazzmusik swingen. Karten beim Jazzclub über Telefon 41 233, Fax 46 387 oder e-mail: mail@birdland.de "Weichet nur, betrübte Schatten". Unter diesem Motto stehen dann Programm-Auswahl und -Aufbau der ersten beiden eigentlichen Barockkonzert-Abende am Freitag, 27. September, und Samstag, 28. September, jeweils um 20 Uhr im Kongregationssaal und man könnte beim Programmaufbau sinnvoll ergänzen "Vom Dunkel zum Licht, von Moll zu Dur". Günter Theis verspricht mit seinen verstärkten Freiburger Barocksolisten ein Festival-Programm der extremen Farbigkeit und Formkontraste mit höchstem Unterhaltungswert, das Virtuoses mit Parodistischem, Klangvolles mit Akrobatischem, und Stimmliches mit Instrumentalem von Bach, Vivaldi, Teleman und Mozart mischt, ja kontrastiert, und das in jedem Fall von drei Mollansätzen zum erlösenden Sopran-Jubel in Dur findet: "Exsultate jubilate".

Klingende Fagott-Malerei
Im Zentrum dieses Donnerstag/Freitag-Programms dominieren Sopran und Fagott in Solopartien. Matthias Maria Scholz (Fagott), der in Neuburg schon mehrfach überzeugte, beginnt seine Solovorstellungen mit klingender Malerei in Vivaldis apartem Fagott-Konzert "La notte" in B-Dur. Bachs Hochzeitskantate gibt ihm in zwei Arien Gelegenheit, sein bewegliches Bassinstrument von der erwartet humorvollen Seite zu zeigen, während das selten in der Originalversion mit Solofagott zu hörende Telemann-Quartett D-Moll aus der Tafelmusik alles an Virtuosität und darstellerischer Vielseitigkeit abverlangt, im Gelingen aber auch ein besonderes Erlebnis verspricht, betont Günter Theis.

Gesangsentdeckung

Eine außergewöhnliche Entdeckung ist Theis ganz offensichtlich auch mit der blutjungen Sopranistin Silke Burth geglückt. Man darf sich jetzt schon freuen, von ihr die Solopartien in Johann Sebastian Bachs Hochzeitkantate und in Mozarts Motette "Exsultate, jubilate", KV 165 zu hören. Das 22-jährige Ausnahmetalent hat bereits während des Studiums an der Musikhochschule Freiburg mehrere bedeutende internationale Preise gewonnen und wurde allein in diesem Jahr mit dem 1. Preis beim Würzburger Mozartfest ausgezeichnet und vier Wochen später mit dem Solistenpreis der Commerzbank-Stiftung geehrt. "Allein der von ihr zu erwartende Sopranjubel sollte den Besuch der Neuburger Barockkonzerte wert sein" , meint Günter Theis. Eröffnet wird das Programm mit Johann Sebastian Bachs spätem Tripelkonzert A-Moll, BMV 1044, dem gewichtigen und hochinteressanten Pendant zu seinem 5. Brandenburgischen Konzert, mit Gesa Maatz (Querflöte), Konzertmeister Felix Borel (Violine) und Professor Gottfried Bach von der Schola Cantorum Basilensis (Cembalo).

Klassische Bläserharmonie

Am Sonntag, 29. September (Beginn schon um 19 Uhr), ist im zweiten Programm des Festivals "Klassische Bläserharmonie" zu erleben. "Harmonie" nannte man, wie Günter Theis informiert, im 18. Jahrhundert kleine Bläserensembles mit sechs oder acht meist paarweise besetzten Holzbläsern und Kontrabass, die es zeitweise zu größter Beliebtheit brachten, sodass auch die größten Meister, allen voran W. A. Mozart, Werke für sie schufen. Das Marsyas-Ensemble", eine zehnköpfige Solistenvereinigung aus dem Dreiländereck Deutschland, Schweiz und Frankreicht musiziert unter Leitung von Günter Theis Ludwig van Beethovens Bläseroktett Es-Dur, op. 103, von Wolfgang Amade Mozart die originale Erstfassung seines bekannten Bläseroktetts Es-Dur, KV 375 in Sextettbesetzung ohne Oboen und sein großartiges C-Moll-Oktett, KV 388. Beide Werke waren dem jungen Beethoven Vorbild und inspirierten ihn 1797 zu seinem Oktett. Spannend zu hören, was aus diesem kreativen Prozess Neues entstand. Eine nochmals ganz eigene Programmseite schlägt schließlich das virtuose und mitreißend jugendfrische Bläserquartett B-Dur von Gioacchino Rossini auf. Zu erwarten ist bei ihm vor allem brillante Farbigkeit und insgesamt von allen vier Werken "echte Bläserharmonie im klassischen Stil".

Wo es Karten gibt
Die Nachfrage nach den Karten (drei Kategorien zu 23, 18 und 13 Euro, Pausensekt im Eintritt enthalten!) ist bereits rege. Tickets für alle drei Barockkonzert -Abende können beim Kulturamt der Stadt Neuburg bestellt werden: Telefon 55231, Fax 55242, e-mail: angelika.rittberger@neuburg-donau.de Ab Dienstag, 3. September, sind sie auch im Neuburger Bücherturm erhältlich. Michael B i c k e l

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