Das kleine ABC... vom TEE
Diesen Monat: von A wie Aromatisierte bis D wie Darjeeling
Aromatisierte Tees sind nur mit Aromen und Essenzen zugelassen,
die der deutschen Essenzenverordnung entsprechen. Verwendet werden sowohl
natürliche als
auch naturidentische Aromen. Die Verwendung von künstlichen Aromen ist
nicht zulässig.
Naturidentische Stoffe (Öle, Konzentrate) werden immer dann eingesetzt,
wenn die Naturstoffe in Ihrer Intensität zu schwach sind und kaum ein
Eigenaroma besitzen (z.B. getrocknete Früchte oder verschiedenste Blüten).
Blattgrade bezeichnet man die Sortierungen von Schwarzteeblätter. Im
Allgemeinen teilen wir in 4 Grundtypen ein: Blatt, Broken, Fannings und Dust.
Blatt-Tees haben heute nur noch einen Anteil von ca. 2 % an der gesamten
Schwarzteeproduktion und kommen vorwiegend aus Darjeeling. Die Größe
des Teeblattes hat aber keinen Einfluss auf die Qualität des Tees.
Coffein wird der anregende Wirkstoff nicht nur im Kaffee, sondern auch im
Tee (auch als Tein bekannt) bezeichnet. Beim Tee jedoch wirkt das Coffein
nicht über das Herz auf den Kreislauf, sondern durch Vermehrung der
Gehirndurchblutung und Erhöhung des Gehirnstoffwechsels direkt auf Gehirn
und Zentralnervensystem. So erklärt sich die nach Genuss einer Tasse
Tee (Schwarz- oder Grüntee) nachweisbar gesteigerte Konzentrations-
und Reaktionsfähigkeit.
Darjeeling (Darschiling gesprochen), ein kleines Städtchen im Nordosten
von Indien, gab der wohl bekanntesten Teesorte ihren Namen. Die Darjeeling-Plantagen
liegen ca. 2000 Meter hoch an den Südhängen des Himalaya-Gebirges.
Hier also wachsen, begünstigt durch kühle Nächte und intensive
Gebirgssonne, die edelsten und kostbarsten Tees der Welt. Drei Qualitätsgruppen
sind grundsätzlich zu unterscheiden:
Die Frühlingspflückung (first flush), die Sommerpflückung (second
flush) und die Herbstpflückung (autumnal). Die besten Qualitäten
sind first und second flush.
Freuen Sie sich schon auf die Fortsetzung unseres Tee-Alphabetes in der Oktober-Ausgabe!