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Dr. Rodica Leporda - Neuburger Ärztin ohne Grenzen...
Neuburg, 23.09.2017 - 16:45 Uhr
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Dr. Rodica Leporda - Neuburger Ärztin ohne Grenzen...

Ärztin zu werden war schon seit frühester Kindheit ein Lebenstraum von Rodica Leporda, Ärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe in den Neuburger Kliniken St. Elisabeth. Seit 1981 arbeitet die 1943 geborene Rumänin und zweifache Mutter in und für Neuburg. Doch damit nicht genug. Seit Anfang der 90er Jahre engagiert sich Leporda für das Krankenwesen in Rumänien und organisiert mit einem Team von Ehrenamtlichen des BRK Neuburg-Schrobenhausen Hilfslieferungen nach Rumänien.

Flucht - Asyl - Armut

Rodica Leporda ist Rumänin und nicht deutsche Aussiedlerin. Deshalb kam sie zuerst nach München und stellte einen Antrag auf Asyl. Dieser ging damals durch und auch das Studium wurde 1982 vom Gesundheitsministerium anerkannt. In München gab es keine freie Stelle für eine Ärztin und die Kliniken St. Elisabeth suchten dringend jemanden für die Geburtshilfe... Rodica Leporda verschlug es also nach Neuburg - ‘ihre neue...’ nach eigenen Aussagen ‘liebgewordene Heimat’. Die Zeiten der Armut im Asylantenheim hatte sie aber nicht vergessen. “Geprägt hat uns damals vor allem die Aufnahme bei einer Münchner Familie, die uns ohne Berührungsängste alle vier bei sich aufnahmen. Wir hatten damals von Sozialhilfe gelebt und diese Münchner Familie, mit der wir heute noch eng befreundet sind, gab uns ein Dach über den Kopf. Das werden wir diesen Leuten nie vergessen. Dieses schöne Erlebnis gab mit den Anstoß dazu, mich in Rumänien sozial zu engagieren.”

Hilfe! ..für Rumänien

“Anfang der 90er Jahre war es endlich möglich wieder die rumänische Heimat zu besuchen. Was ich dort sah war erschütternd. In den Krankenhäusern, vor allem in Iasi, wo ich studierte, waren die Verhältnisse untragbar. Die Gerätschaften waren total veraltet, Betten und Liegen verrostet, der Schimmel hing an den Wänden und der Putz kam einen entgegen. Unsere erste Aktion startete demzufolge im April 1990. Wir fuhren damals mit einem kleinen Bus nach Iasi. Ein Jahr darauf lieferten wir der Kinderklinik Nahrung, Bekleidung und Medikamente. 1992 war dann ein großes Jahr. Die Neuburger Kliniken zogen in die neuen Gebäudlichkeiten um und viele Geräte, Betten und Geschirr wurden aussortiert - zum Glück für die Rumänienhilfe. So kam eine große Lieferung zustande, die wir im Konvoi nach Iasi transportierten und damit das Kinderkrankenhaus ausstatteten. Man kann den Kliniken in Neuburg dafür gar nicht genug danken...”

In den folgenden Jahren...

“Von nun an führten wir Jahr für Jahr Hilfsaktionen durch, die sich aber nicht zwingend nur auf Iasi bezogen. Wir halfen auch in Lugos, Temesvar, Oraviza und anderen Ortschaften. Oft wurden wir von Bürgermeistern auf Hilfslieferungen angesprochen. Wir versuchten alles, um zu helfen. Mittlerweile beschränken sich unsere Hilfsaktionen in erster Linie auf Iasi. Es herrscht bei uns der Grundsatz für alle Aktivitäten, nur Aktionen mit Hand und Fuß durchzuführen. Ein punktuelle Hilfe nützt im Krankenwesen nicht. Dies wird am Beispiel einer Dialysestation sichtbar. Ich kannte noch von früher her eine Kinder-Dialyse-Klinik. Sie ist die einzige in ganz Moldawien. Deshalb besuchten wir diese Einrichtung. Hier starben Kinder, da die Dialyse-Geräte veraltet waren oder nicht mehr funktionierten. Ein sechsjähriges Mädchen lag im Sterben. Von der Dialysestation des Schrobenhausener Kreiskrankenhauses bekamen wir Geräte und Geschirr für die Dialyse. Wir fuhren diese nach Rumänien und arbeiteten vier Tage und Nächte an der Installation und Betriebsbereitschaft der Geräte und konnten den Kind in letzter Sekunde das Leben retten. Heute ist sie 19 Jahre alt und die erste, die uns begrüßt, wenn wir mit dem Konvoi eintreffen - sie ist unser Maskottchen geworden und ein Beweis für den Sinn unserer Arbeit.”

Tolle Mannschaft - viele Spenden!

Unsere Rumänienhilfe läuft unter der Schirmherrschaft des BRK Neuburg-Schrobenhausen. “Besonders die Schrobenhausener sind sehr engagiert in der Rumänienhilfe. Aus Neuburg unterstützt uns lediglich Emil Frey, Leiter der Intensivabteilung Kliniken St. Elisabeth, und meine Wenigkeit. Die Helfer aus Schrobenhausen sind Anton Drexler, Gabriela Karl, Ute Natzer, Georg Karl, Siegfried Natzler, Josef Drexler, Josef Schlittenbauer, Hans und Irmgard Neugschwendtner, Rudolf Hörmann aus Gachenbach, um nur einige zu nennen. All’ diese Leute geben ihre Freizeit und sogar ihren Urlaub für die jährliche Hilfsaktion. Dabei ist es mit den 10 Tagen in Rumänien ja nicht getan. Das ganze Jahr sammelt z.B. Josef Drexler mit seinem wöchtentlichen Flohmarkt in Schrobenhausen Spendengelder. Denn nicht alle Hilfsgüter werden gesponsort. Es muss viel zugekauft werden. Die Gelder sind aber knapp und die Einnahmen aus Märkten und Ausstellungen, wie etwa im Pfarrsaal Heilig Geist in Neuburg, werden besteuert (???). Vom Kreisverband Neuburg-Schrobenhausen gibt es zudem keine finanziellen Mittel. Es muss also alles in Eigenleistung und Eigenengagement passieren. Um so erstaunlicher, dass wir in 14 Jahren soviel bewegen konnten. Das haben wir der Bevölkerung im Landkreis und den Freunden unserer Organisation zu verdanken. Ich möchte mich an dieser Stelle herzlichst bei allen bedanken, die unsere Sache unterstützen und unterstützt haben.

‘Ein Schritt nach Westeuropa!’“Wenn man heutzutage durch die Räumlichkeiten der betreuten Krankenhäuser in Rumänien streift, spürt man die zwei Welten, die sich dort präsentieren. Die rumänischen Krankenschwestern und Ärzte bringen es auf den Punkt: “Geht man in die Kinderklinik des Krankenhauses, so ist das jedesmal wie ein Schritt nach Westeuropa. Ob das ein Lob oder eher ungläubiges Staunen ist, soll dahingestellt bleiben. Alles in allem muss ich aber sagen, dass es in Rumänien aufwärts geht und die schlimmste Talsohle durchschritten ist. Man merkt, dass sich etwas tut - wir können stolz sein, beim Anschieben des Gesamtkomplexes mitgewirkt haben zu dürfen.”

Wünsche für die Zukunft...

“Mir persönlich wünsche ich Gesundheit. Für Rumänien kann ich hoffen, und ich sehe erste Anzeichen, dass es mit derselben Geschwindigkeit weitergeht und die Menschen eine ähnliche ärztliche Versorgung erhalten, wie es bei uns schon selbstverständlich ist. Doch braucht das alles noch viel Zeit.. Für unseren Hilfstrupp wünsche ich mir Neuburger Zuwachs, um die Schrobenhausen-Lastigkeit zumindest etwas auszugleichen.”

Bitte spenden Sie!

Spendenkonto: Kinderhilfe Rumänien 360 800 bei der Stadtsparkasse Schrobenhausen 721 518 80


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