Der erste Schultag
Für die meisten Kinder ist er das aufregendste, was das 6. Lebensjahr zu bieten hat: der erste
Schultag. Der Schulranzen ist neben der Schultüte ein wichtiges Statussymbol für den neuen Lebensabschnitt. Bei der Auswahl
sollte man deshalb die Schulanfänger unbedingt beteiligen. Er sollte dem Kind aber nicht nur gefallen, sondern auch genau passen.
Der richtige Ranzen
Wichtig sind: Auffällige, reflektierende Materialien, damit das Kind im Straßenverkehr – vor allem in den Wintermonaten,
wenn es auf dem Schulweg noch dunkel ist – nicht übersehen wird. Der Schulranzen sollte ein eng anliegendes Rückenteil,
breite, verstellbare Schulterriemen haben, nicht breiter sein als der Rücken des Kindes und die obere Kante nicht über die
Schultern hinausragen. Er darf auch nicht zu schwer sein. Kinder sollten nicht mehr als 10-12 % ihres Körpergewichts tragen müssen.
Bei einem 6-Jährigen, der 24 kg wiegt, sind das also nicht mal 3 kg. Wenn der leere Ranzen schon über 1 kg wiegt, bleibt für
Schulbücher, Pausenbrot und Trinkflasche nicht mehr viel übrig!
Am Vorabend herrichten
Schulbücher, die nur selten benötigt werden wie z.B. der Atlas, sollten möglichst in der Schule deponiert werden, damit
die Kinder nur das Notwendigste für die Hausaufgaben mit nach Hause nehmen. Schulkinder sollten von Anfang an lernen, ihren Ranzen
regelmäßig zu entrümpeln: Spielzeug, Zeitschriften, Sammelalben, Handys etc. gehören nicht hinein, denn mit Schulbüchern,
Pausenbrot und Trinkflasche ist er schon schwer genug! Am besten wird er bereits am Vorabend für den nächsten Schultag gepackt.
Neue Herausforderungen
Auch wenn meist eine prall gefüllte Schultüte den ersten Schultag versüßt, ist für viele Kinder der neue Lebensabschnitt
eine große Herausforderung: das lange Stillsitzen im Klassenzimmer, die neue Umgebung, die vielen neuen Mitschüler und die
Leistungen, die in der Schule gefordert werden. Beim Übergang vom Kindergarten zur Schule können die Eltern ihren Sprösslingen
helfen:
Zeit fürs Frühstück
Zu einem guten Start in den Schulalltag gehört ein gesundes und in Ruhe genossenes Frühstück. Das Schulkind sollte lieber
ein paar Minuten früher aufstehen (und dementsprechend früher ins Bett gehen) als morgens unter Zeitdruck zu essen oder das
Frühstück ganz ausfallen zu lassen. Für einen ausgewogenen Morgensnack eignen sich Vollkornbrot, magere Wurst, Käse,
Marmelade, Obst, Joghurt, Milch oder Kakao. In der Schulpause liefert ein Butterbrot mit Gurke oder Salat und ein Getränk neue Energien.
Geld fürs Pausenbrot sollte nur gelegentlich mitgegeben werden, weil dies von den Kids meist in Süßigkeiten umgesetzt
wird.
Selbstständigkeit fördern
Um den morgendlichen Stresspegel zu reduzieren, empfiehlt es sich, den Ranzen am Vortag zu packen. Das Schulkind sollte seine Sachen
ruhig selbst zusammenstellen. Das stärkt seine Motivation und Selbständigkeit. Am Anfang der Grundschulzeit müssen die
Eltern jedoch die gepackten Sachen noch einmal überprüfen. Hausaufgaben sind ein wichtiger Bestandteil der Schule. In der Anfangszeit
sollten Eltern ihre Kinder ruhig bei den Hausaufgaben unterstützen, denn wie man Hausaufgaben macht, müssen die ABC-Schützen
erst einmal lernen. Eines sollte man jedoch dabei nicht vergessen: Die Hausaufgaben sollen nicht von den oft ehrgeizigen Eltern sondern
von den Kindern erledigt werden, denn sie sind eine Übung zur Intensivierung des Lehrstoffs und dienen gleichzeitig dem Lehrer als
Rückmeldung, ob Ihr Kind alles begriffen hat! Ziel sollte es sein, dass Ihr Kind seine Hausaufgaben spätestens ab der 2. Klasse
in der Regel allein bewältigen kann.
Sehr wichtig: Bewegung
Bewegung ist ein Ausgleich für die viele Zeit, in der die Kinder sich konzentrieren und stillsitzen müssen. Körperliche
Aktivität baut Spannung ab. Es entsteht gleichzeitig ein gesundes Körpergefühl. Das Kind wir dadurch belastbarer für
Stressfaktoren. Kinder dürfen, ja sollen sogar, nach der Schule ruhig erst einmal sich austoben und spielen. Am besten im Freien.
Das erhöht die Sauerstoffaufnahme, fördert die Konzentrationsfähigkeit und macht fit für die nächste Lernphase
bei den Hausaufgaben!