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Sonderausstellung im Museum im Pflegschloss über Johannes Selbertinger
Neuburg, 02.07.2020 - 16:43 Uhr
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Sonderausstellung im Museum im Pflegschloss über Johannes Selbertinger

Johannes Selbertinger, Arbeiten von 1946 bis heute. Vom 22. August bis zum 5. November 2005

Die Ausstellung zeigt erstmals Arbeiten aus allen Schaffensperioden des Malers Johannes Selbertinger. Sie gibt Gelegenheit einen Einblick in das äußerste umfassendes Werk des Künstlers zu gewinnen und dokumentiert die originäre Entwicklung seiner Kunst.

Johannes Selbertinger, am 18. Dezember 1930 in Tegernsee geboren, schien als Zeichner mit 17 Jahren schon gänzlich ausgereift zu sein –in den 1940-er Jahren entstanden dem Expressionismus verpflichtete plastisch gesehene Gesichter, Charakterköpfe von starker Eindringlichkeit –vorwiegend klassische Portraitdarstellungen, die auf die Herkunft des Künstlers verweisen. In dieser Phase schuf er außer einzigartigen Leinwandarbeiten auch zahlreiche Grafiken und Holzschnitte.

1930 in Tegernsee geboren studierte Johannes Selbertinger bei Prof. Xaver Fuhr an der Münchner Akademie der Bildenden Künste. Selbertinger ist Zeitgenosse von Helmut Rieger, Helmut Sturm und Lothar Fischer, die seit Ende der 50-er Jahre in München gegen die herrschende Malerei revolutionierten.

1961 beteiligte er sich auch einmal an einer Ausstellung der Gruppe „Spur“ - Mitglieder von SPUR waren: Sturm – Prem - Fischer - Kunzelmann – Zimmer - gefördert durch Asger Jorn, den großen dänischen Maler aus der Tradition der Gruppe COBRA. Die Gruppe, insbesondere Helmut Prem, entwickelte einen Malstil, der sich sowohl an den weiten Kirchenräumen des bayerischen Barock orientierte als auch die naiver Authentizität von Lüftlmalerei und Kinderzeichnungen zum Ausgangspunkt nahm. So verschmolzen höchste Raffinesse und ursprüngliche Naivität zu einem abstrakten Expressionismus ganz eigener und unverwechselbarer Art.

Johannes Selbertinger jedoch distanzierte sich wieder von der Gruppe – wollte sich er sich doch keinem Gruppenzwang unterwerfen - er ging seinen eigenen Weg.

Gegen Ende der 50-er Jahre zeichnet sich in seinen Arbeiten der Sprung in die Abstraktion ab. Es entstehen Bilder – expressionistisch stark im Ausdruck, auf das Wesentliche reduziert. Johannes Selbertingers Lehrer, Xaver Fuhr steht in seinem Schaffen nirgends im Vordergrund – er konnte immer seine Unabhängigkeit bewahren und ist seiner Malerei treu geblieben. Er hat seinen eigenen unverwechselbaren Stil gefunden. Das meiste bei Selbertinger kommt aus tieferen Schichten seelischer Spannung und Gestimmtheit. Die Bilder leben ausschließlich durch die Farbe, ja man kann sie sogar als „farbfröhlich“ bezeichnen. Die Malschichten als Gedanken (ge) schichten der Betrachter - so wie der Maler eine Farbschicht auf die andere legt – nicht zudeckt, altes stehen bleibt, nichts wichtiges verdeckt wird, so kann auch der geistige Auseinandersetzungsprozess des Betrachters mit dem Bild als ein ständiger Wechsel zwischen Anregung und Phantasie zu neuen Ideen und Wiederbelebung von Vergessenem gesehen werden.

Die pralle Palette seiner Farbgebung und seine spontane Rhythmik vermitteln eine gewisse Energie, die den Betrachter herausfordert und an seine Sinne appelliert – in das Bild hineinzusehen erfordert vom Betrachter Fantasie, Besinnung und Selbstbefragung. E s ist ein Vergnügen an dieser Freiheit des Denkens, diesem Spiel mit der Wirklichkeit, das wir empfinden, teilzunehmen.

Auf zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland, auf Kunstmessen und in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen schafft Selbertingers Malerei kulturkreis- und generationsübergreifend den Boden für Begegnung und Austausch.

Das Gulbransson-Museum in seinem Geburtsort Tegernsee zeigt im November und Dezember 2005 eine Retrospektive mit Grafiken und Gemälden – noch bis 25. September 2005 sind in der Galerie Florian Trampler in Dießen a. Ammersee nicht-figürliche Arbeiten der letzten Jahre auf Leinwand und Papier in drei Hängungen zu sehen.

Öffnungszeiten: Mi, Sa, So 14 – 16 Uhr
Eröffnung: 21. August 2005, 14:30 Uhr
Begrüßung: Inge Eberle, 2. Bürgermeisterin
Einführung: Claudia Freitag-Mair M.A., Leitung Museen Schrobenhausen

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Sonderausstellung im Museum im Pflegschloss über Johannes Selbertinger.

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